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Semianyki – Familienplanung in Vollendung

oder wie saut man das TIPI in 2 Std mal so richtig ein 😉

blog_Semianyki

Irgendwo hab ich was von russischen Clowns gelesen und irgendwie liebe ich Clowns… von Zeit zu Zeit bin ich selber einer… deswegen mußte ick mir die Semianyki Show im Tipi Zelt zeitnah ansehen. Leider war ich zur Premiere irgendwie mit kochen beschäftigt aber wozu gibt es familienfreundliche Sonntage, wo man gleich noch seine Kleene einpacken kann und das Programm nebst gutem Essen genießen. Schon im Entree des Zelt am Kanzleramt hatte sich was getan… das halbe Zelt war irgendwie in eine Art Dachboden mutiert. Spinnweben, zerstörte Puppen und getragene Unterwäsche wohin das Auge schaut. Allein das hat mich schon mal amüsiert… denn ick liebe detaillierte Deko.

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Zu Beginn der Show war ick zugegebenerweise etwas überrascht, denn in Erwartung einer typische Clowskombo, war das Bühnenspektakel unerwartet. Ick weiß gar nicht genau ob ich es von Anfang an gut fand… denn die Verwirrung löste sich bei mir doch sehr langsam. Irgendwo zwischen Pantomime und Slapstick angesiedelt, fielen Plastikhühner von der Decke, wurden Puppen geköppft und das Publikum mit einbezogen. Aber irgendwie in der Mitte der ersten Halbzeit hatten sie mich dann doch. Die liebevolle Deko und die vielen Specialeffects haben die Pantomime, deren Freund ich normalerweise weniger bin, schlagkräftig untermalt. Ick nenn das ganze Spektakel einfach mal Pantomime 3.0 – denn im Zeitalter der Annimations-Effekten, Dolby Surround und 3D Kino muß auch das Spaß-Theater aufrüsten…

Das Bühnenchaos dreht sich um einen Vater mit roter Säufernase, einer schwangeren Mutter und vier Kinder, die  chaotisch, verrückt und lustig ihren Charakter voll und ganz auf der Bühne ausleben dürfen! Ein Wirbel aus Sketchen, Spezialeffekten und Katastrophen – und das ohne ein einziges Wort!  SEMIANYKI ist überraschend, makaber, tragisch, melancholisch und unbekümmert. Vor allem aber hintergründig komisch! Und dazu noch ausgesprochen lehrreich: Kann man mit Heftpflaster einen Mord begehen? Im Inneren eines Klaviers Puppen jagen? Seinen Wodka trinken, wenn man auf einem Besen aufgespießt ist? Die Antworten auf diese Fragen werden mit diesem Stück russischer Clownstradition erstmalig auf die Bühne ins Tipi gebracht.

Und wer mit einem Platzregen aus Luftschlangen, tollen Licht- und Soundeffekten zu klassischer Pantomime und jeder Menge herziger Liebkosungen den Abend ausklingen lassen möchte – dem empfehle ich SEMIANYKI im TIPI noch bis zum 30. Januar.

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