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Ru Paul’s Batte of the Seasons 2016 im Admiralspalast

oder ein unerwartetes Feuerwerk der Travestie Superstars

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Schon wieder vorbei.. das lang angekündigte und Deutschland einziges Ru Paul Dragrace – Battle of the Season Gemetzel. Mittlerweile gibt es einige private Bemühungen dieses Format irgendwie in Deutschland zu etablieren aber noch immer siegt die Furcht vor einem finanziellen Reinfall. Die großen Sender haben die Hosen voll und produzieren lieber immer die gleiche Schei… ! Huch… das Wort wollte ich in dieser Kolumne gar nicht mehr benutzen, denn das letzte Mal hat es mich 1000 EUR gekostet. 😉 … Anyway… ich meinte ja Scheibenkleister. OK … ich bin kein echte Drag Race Kennerin. Aber ich weiß das das Format kreativ und lustig ist. Warum also sollte das in Deutschland nicht laufen… egal die Frage hat schon einen Bart.. nun also hat sich Semmel Concerts getraut, diese fahrende Produktion mit Protagonistinnen aus verschiedenen Staffeln des Ru Pauls Kults nach Berlin zu holen. Dafür erstmal herzlichen Glückwunsch… ob es ein finanzieller Erfolg war kann ich leider nicht sagen… aber wenn ich mir so die Menschenmenge im Saal angeschaut habe war es zumindest nicht ganz schlecht – hoffe ich zumindest.

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Irgendwie war ich dolle drauf gespannt was die Mädels aus USA so auf die Bühne zaubern ohne dabei eine große Erwartungshaltung zu haben – da ich von viel Lipsynch ausging. Doch Pustekuchen… es gab einige ordentliche Halbplaybacks und vor allem gute Videosequenzen und Teaser. Doch über allem stand das Publikum. Selten habe ich in einem Theater solche Emotion erlebt. Die teilweise noch sehr jungen Hühner gingen ab wie Schmidts Katze nach einer Line Koks. Stimmung und Begeisterung lag von Anfang an wie Nebel in der Luft und bewies, das die Mädels aus der USA Glotze auch hier eine echte Fanbase haben. Ich behaupte einfach mal das Madonna genauso lautstark gefeiert wird, ohne das ich je auf einem ihrer Konzerte war. Vor allem die einzige echte Frau auf der Bühne bewies Stimme und Charisma… während ich mich als Unwissende outete und Michelle Visage mit Bendelacreme verwechselte, die ich in Wien kennenlernen dufte… ***peinlich weggeduckt***

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Äusserst spannend fand ich die Interpretationen des Rocky Horror Show Klassikers bzw. mehr die Reaktionen des Publikums. Während zu den modernen Songs getanzt und gezappelt wurde stand man bei dem Klassiker „Time Warp“ still. Niemand schien die üblichen Reaktionen dieser Lieder auszuüben bzw zu kennen… ich stand fast sprachlos vor einem Haufen Menschen, die offenbar einer anderen Generation angehörten und wahrscheinlich mit der Travestie Trash Legende nichts anfangen konnten. Ausserdem gab es lustige Ausflüge ins Star Wars Universum, ein Tribute an die Legende David Bowie, die wohl glaubhafteste Geschichte um den Untergang der Titanic und natürlich beeindruckende Kostüme und Couture. Leider gab es aber auch langatmige Stellen, wie z.b. diese wenig lustige Quizshow, die leider vor einem deutschen Publikum nicht wirklich funktioniert hat. Lediglich die echten Hardcore Fans wussten worum es beim Snatch Game überhaupt geht. Auch eine Luftnummer glänzte in erster Linie nur mit dem Kostüm. Nun mögen manch Berliner Zweithaarfreundinnen sagen, das die Mädels von Ru Pauls Drag Race auch nur mit Wasser gekocht haben aber nichts anderes hab ich erwartet. Da ich kein großer Fan dieser Serie bin, war ich von der Show doch positiv überrascht. Eine so vielseitig, meist live gesungene und mit wenigen Ausnahmen spannend interpretierte Show hab ich in Deutschland in der Rubrik „Drag“ selten gesehen. Lediglich Ikenna hat mir vor vielen Jahren mal ein ähnlich tolles Entertainment geboten. Zusätzlich sei noch erwähnt das der Admiralspalast aus meiner Sicht für diesen Event wunderbar funktionierte und ich große Freude daran hatte so viele bekannte aber auch unbekannte geschminkte Gesichter zu treffen … Nun geht die Welttour der „Ru Pauls Drag Race Battle of the Seasons 2016 Extravaganza Tour“ weiter… und wir Deutsche werden wieder in die Travestiewüste entlassen. Alle kommenden Termine findet ihr HIER

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