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Roboter übernehmen die Zehlendorfer Welle

oder die Terminalinatoren vom Saturn wollen unser Geld

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Der Beruf der Kassierin war nie ein besonders hoch geschätzer. Dennoch würde ich ihm einen relativ hohen Unterhaltungfaktor zuweisen, obwohl ich noch nie selbst an einer Kasse Dienst tun mußte, kommt man doch mit Menschen in Kontakt. Vielen Menschen – je nachdem wo man arbeitet.

Die kleene Omi im Tante Emma Laden bediente ihre Kunden, die immer wieder gerne vorbeikommen um Klatsch und Tratsch auszutauschen, die Kassiererin eines großen Lebensmitteldiscounters hatte bestimmt „interessante“ Erlebnisse am Abend vorzuweisen aufgrund der Vielzahl der unterschiedlichen Menschen. Heute geht es nur noch darum schnell die Ware zu bezahlen und raus aus dem Laden. Für ein Gespräch bleibt selten Zeit… maximal die Frage nach der Postleitzahl für statistische Zwecke bleibt als Kommunikation übrig.

Dieser Entwicklung wurde nun Rechnung getragen und die ersten Roboter übernehmen die Aufgabe. Als die ersten Bankautomaten aufgestellt wurden und die Schalter der Banken und Sparkassen deutlich reduzierte, war der Trend schon klar. Menschen werden austauschbar… alle Aufgaben in denen es um einen standardisierten Vorgang geht… werden von Maschinen übernommen. Am letzten Donnerstag hat der SATURN die X-te Filiale mit großem Bramborium in Berlin Zehlendorf eröffnet, genannt Zehlendorfer Welle und es scheint als hätte die Menschen dieses Aussenbezirkes nur darauf gewartet. Auch ich hab die Gelegenheit genutzt und mir den neuen Shop im Einheitsdesign angeschaut und logischerweise ’ne Kleinigkeit gekauft… irgendwie kommt man da nie raus ohne watt.

Doch statt an der Kasse anzustehen durfte ich mit einem Touchscreen, einem Scanner und einer Maschine das Geschäft abwickeln. Ob das jetzt schneller ging weiß ich nicht aber die Konsequenz daraus ist ein wenig bedrückend. Nicht das ich jetzt eine Lanze für die Kasserer(innen) brechen möchte aber die Vorstellung große Einkaufstempel zu besuchen, nur noch von Kameras beäugt zu werden, mit Touchscreen oder Voiceerkennung-Computern zu kommunizieren macht das Shoppingerlebnis nicht wirklich besser – finde ich …

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QUEERLESQUE Mag ist das Magazin für Kultur und Burlesque Lebensart aus Berlin. WIr möchten einen subjektiven Überblick über die Vielfalt der Kultur in Berlin und Deutschland vermitteln. Internationale Burlesque Events und Vaudeville Kultur stehen dabei genauso im Fokus wie Travestie und jede Art der queeren Abendunterhaltung. Seit 2006 findet ihr hier gut gemeinte Ratschläge, kulinarische Tipps und Entdeckungen aus meinem bunten Berlin :)
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