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Priscilla – Queen of Desert – das Musical in Vollendung

oder wenn Dragqueens eine Dragshow besuchen kommt es zu schrägen Situationen

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©
www.priscillathemusical.com

Vorweg sei angemerkt das ich noch nie in meinem Leben ein Musical gesehen habe das spannender inszeniert war als Priscilla – Queen of Desert – the Musical. Ok.. ich liebte die Rocky Horror Show, auch Producers war einfach wunderbar… aber Leutchens… Priscilla hat mir sprichwörtlich die Schuhe ausgezogen.. und nicht nur sprichwörtlich aber das lag dann eher daran das die Heels etwas gedrückt haben und ich keinen Augenblick der Show verpassen wollte. Selbst als mir Janka ausversehen meine neues Angermaier Dirndl mit Rotwein besudelte, konnte meine Depression nur Momente halten.. die Show vereinnahmt einen total. Unglaubliche Bilder, wunderbare Effekte…. Ideen die offenbar einfach nur in London zu realisieren sind. Niemand spart da an Kosten der Details. Und ohne Details ist eine Produktion leider nur halb so schön. Im übrigen gilt das für Outfits und Make-up und so weiter ebenso. 🙂

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Musicals müssen mitreissen, bewegen, verzaubern und das schwierige dabei…. alles zugleich. Die Priscilla – Queen of Desert Crew schaffte das in Sekunden… schon vom ersten Ton, den drei wunderbare Engel dem Publikum entgegenbrachten, stellten sich meine verbliebenen Häarchen auf den Armen hoch. Alle drei waren die sogenannten Erzählerinnen und geleiteten mit kraftvollen Stimmen das rauschende Fest der Farben, Kostüme, Lichteffekte und natürlich schauspielerischer und musikalischer Darbietung. DragQueens aller Coleur, blitzschnelle Makeupwandel und unglaublich schöne und lustige Roben ließen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Wer da nicht jede Menge Ideen mitnimmt ist selber schuld. Ich möchte keine szenentechnische Details der Queen of Desert Inszenierung verraten weil es schade wäre hier den „Spoiler“ zu spielen, nur so viel sei verraten es gab das ein ums andere Mal einen großen Ohhhh und Ahhhh – Effekt. Grandios!

http://www.youtube.com/watch?v=QwQXk8R9uzI

Natürlich gingen unsere Erscheinungen, wie immer 😉 , nicht in der Menge unter, wie auch.. wenn da plötzlich viel zu große Bayerinnen in Angermaier Trachten auftauchen, dann ist das schon schwer zu übersehen. Selbst ein Gruppe von süddeutschen Mädels fühlten sich um ca. eine Woche zurückversetzt als sie selber noch in den Dirndls steckten. Wie gewohnt wurden wir für Erinnerungsfotos „missbraucht“, wobei der Begriff „missbraucht“ bei einer Gruppe älterer Italiener nichtmal ironisch gemeint ist. Manche alte Säcke denken echt sie können einen anfassen wie und wo sie wollen. Dem mussten wir uns leider mehr oder weniger gewalttätig entgegenstellen. Zumindest hatte der eine Opa solch kraftvolle Gegenmaßnahmen weniger erwartet denn ich musste ihm ein wenig seine grabschigen Finger verbiegen damit er aufhörte diese permanent auf meinem Hintern abzulegen… Grässlich solch Kerle…. da beneide ich die Damenwelt nicht die täglich den „Angriffen“ solch ekliger Fettärsche ausgesetzt ist. Anschauen ja.. anfassen vor allem auf diese Weise… DENIED! Blöd nur das alte Italiener kein Englisch sprechen, sondern denken Italienisch sei die Weltsprache.

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Nichtsdestotrotz hat der anfangs etwas in Stress ausartende Besuch (irgendwie ist London permanent dem Verkehrskollaps beim Priscilla Musical viel nette Kommunikation ergeben. Irgendwie sind die Menschen, egal welcher Nationalität, eher bereit Kontakt aufzunehmen wenn man eh im Glanze der Blitzlichter steht und eine entsprechende Aussenwirkung hat. Wir wurden teilweise sogar für die Crew gehalten bzw. mit dem Musical in Verbindung gebracht und ich wurde sogar nach Autogrammen gefragt… *grins*… Karten hatte ich zwar aber keiner ein Schreibwerkzeug… *blöd* … aber was solls es wird sich bestimmt bald wieder eine Gelegenheit bieten denn der Oktober / November ist Full of Highlights… Doch zurück zum Musical… ich hätte mir zwar noch gewünscht meinen direkten Kontakt zur Crew um Jason Donavan bzw. zum Marketing auch nach der Show weiter auszubauen aber leider ergab sich die Gelegenheit nicht.. na.. vielleicht schafft es diese Produktion auch mal nach Berlin bzw. Deutschland.. dann steht zumindest mein Besuch .. egal wo das Priscilla Musical gezeigt wird …. fest. Für alle die die nicht warten können… London ist immer ’ne Reise wert.. und bis September 2010 gibt es noch viele Wochenenden an den man mal eben in Englands Hauptstadt düsen kann.

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Ach und vorweg sei gesagt.. vorbestellen zahlt sich aus… die Tickets sind rar und der Andrang groß. Hier der sichere Weg zum abendlichen Hochgenuß.

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