Queerlesque Magazine – Kultur – Burlesque – Dragqueen – Berlin
No Comments 46 Views

Premiere im TIPI mit dem Chaostheater Oropax

oder Witzigkeit kennt keine Grenzen…

blog-oropax-chaostheater-02

So um die 125 Jahre wären die ersten großen Comedians, so nennt man ditt ja heute in neudeutsch, in diesem Jahr geworden. Oliver Hardy und Stan Laurel waren wohl das erste große Slapstick Duo, das durch die unterschiedliche Rollenverteilung zu weltweitem Ruhm gelang. Und irgendwie haben mich die Chaosbrüder Oropax heute an die beiden Ausnahmetalente erinnert. Doch ruhig Blut.. ich würde mir niemals erlauben, diese beiden Chaoten mit den großen Namen gleichzusetzen – dafür fehlt es dann doch an manchen Stellen oder der heutige Humor ist komplizierter. Aber entgegen der eigenen Prognose des Duos, die den Gnadenapplaus als Knäckebrot des Künstlers zelebrieren, habe ich mich gut amüsiert. Es gab kein emotional tiefes Gelächter und auch die Tränen blieben aus ABER die skurril-absurden Wortspielkaskaden waren oftmals sehr lustig.

Immer dann wenn das Wort im Vordergrund stand, holten die beiden Brüder mich aus dem Stand ab – doch wenn die brachiale Körper-Comedy ins Spiel kam, war es zuweilen schwieriger, den Witz als solchen lachend mitzutragen. Aber hey… ein Hauch Laurel und Hardy lag trotzdem bei diesen Szenen in der Luft. Hier wurde zum Teil bis an die Schmerzgrenze visuell vergewaltigt und mit gefühlten 1000 Bühnenprops alles getan um auf dem Partner rumzureiten. Teilweise im wahrsten Sinne des Wortes 😉 … Zuguterletzt war es die gespielte Selbstironie, die die beiden Brüder so witzig gemacht hat.

blog-oropax-chaostheater

Nun… für mich war es eine Tipi-Premiere, bei der ich ohne Vorwissen und Erwartung auf meine Kosten gekommen bin. Ein bunter und witziger Abend mit einem Staccato an Wortverbiegungen und Neuinterpretationen – teilweise so quer gedacht, das es erstmal sacken musste bis der Lacher und der Applaus kam. Als große Freundin der deutschen Sprache, die zunehmens Gefahr läuft, aufgrund fehlenden Wissens verloren zu gehen, hat das Chaostheater Oropax mit der neuen Show Chaos Royal ein humorvollen Abend inszeniert. Dieser wurde niemals langweilig und kränkelte aus meiner Sicht, nur ab und an am Slapstick. Noch bis Anfang Februar gastieren die beiden Irren im TIPI d.h. wenn sie es bis dahin nicht abgefackelt haben 😉 .. Karten findet ihr HIER

About the author:
Has 2687 Articles

LEAVE YOUR COMMENT

Your email address will not be published. Required fields are marked *

BITTE ALS MENSCH IDENTIFIZIEREN. DANKE. *

RELATED ARTICLES
ABOUT
QUEERLESQUE Mag ist das Magazin für Kultur und Burlesque Lebensart aus Berlin. WIr möchten einen subjektiven Überblick über die Vielfalt der Kultur in Berlin und Deutschland vermitteln. Internationale Burlesque Events und Vaudeville Kultur stehen dabei genauso im Fokus wie Travestie und jede Art der queeren Abendunterhaltung. Seit 2006 findet ihr hier gut gemeinte Ratschläge, kulinarische Tipps und Entdeckungen aus meinem bunten Berlin :)
Galerie
Thank you for following me here and on instagramPeek-a-Boo by Videnoir FashionDie fabelhafte Welt der Fabelwesen :)Berlinale Fever 2017 - 60 Shades of GreyMerry Christmas 2016Your Last-Minute Xmas Gift IdeaOktoberfest 2016 - mitten uffe Wiesn :)Sailor Girl 2016
RSS BURLESQUE FASHION
  • Bettie Page Lingerie von Emma Parker bei Ars Vivendi
    Die Zeiten der Baumwollschlüpper sind Geschichte – ein Glück. Immer mehr bezaubernde Kreationen inspiriert durch die Styles der 40er und 50er erobern den Markt. Die neue Lingerie der Designerin des Labels Playful Promises hat sich einer Ikone des Burlesque verschrieben und eine Kollektion auf den Markt gebracht die sowohl die süßen Pin-Up Momente als auch […]
  • Bondage Lingerie von Honey Birdette
    Die Zeiten der einfachen Baumwoll BHs und Strings sind lange vorbei, auch billige Spitzen Reizwäsche holt schon lange niemand mehr hinter dem Ofen vor. Raffinierte Schnitte, mutige Transparenzen und vor allem passgenaue Qualität zählen heute zu den wesentlichen Faktoren toller Unterwäsche. Dazu kommt, das moderne Unterwäsche mindestens den Anspruch halten muß, auch gesehen zu werden. […]

Back to Top