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Paris Bar – ein leckeres Berliner Urgestein

oder Restaurant kommen und gehen aber die Paris Bar bleibt – für immer und ewig


© erik boralv

Gerüch(t)en zufolge ist die Paris Bar der unumstrittene Szenetreff im Westen der Hauptstadt – und das seit einer halben Ewigkeit. Otto Sanders, Wim Wenders und viele Film- und Kunstschaffende geben sich in der Paris Bar die Klinke in die Hand. Mein Besuch vor gut 2 Wochen war wie ein „nach-Hause-kommen“, hab ich doch geschlagene 7 Jahre direkt in Charlottenburg mein Leben gefristet. Die Nähe zur Kantstraße führte zu diversen Besuchen in den hiesigen Restaurants und dazu gehörte eines nächtens auch die Paris Bar und das Schwarze Cafe. Beide sind Kult und beide sind urtypisch – der Unterschied: in der Paris Bar hab ich nach all den Jahren wieder große Küche und gutes Entertainment genossen. Die Speisekarte ist vielfältig und schon beim Lesen könnte man mit der Zunge schnalzen – was im übrigen auch niemand dort stören würde.

Während meine verzehrbare Wahl auf eine große Portion Meeresgetier fiel wurde mir ein Wein gereicht den ich in solcher Geschmacksvielfalt selten erlebt habe. Oftmals trinkt man sein Glas, gern auchmal etwas mehr und kann sich am nächsten Tag kaum noch an den Geschmack erinnern. Warum auch ? Dieser Geschmack war einzigartig – er war schwer ohne dabei zu nerven. Anfangs etwas störend atmete sich der Wein frei und mundete danach grandios. Dazu gab es eine Portion Muscheln die aus meiner Sicht gerade erst aus einem Teich gefischt wurde – auch wenn ich weiß das das eher unwahrscheinlich ist – oder noch besser, hoffe das es nicht aus dem Teich in Charlottenburg kommt 😉 .. es war wirklich lecker. Nicht ganz mein Fall war die Zitroneneiscreme mit Vodka.. aber das lag wohl eher am Vodka. Während hinter mir Rolf Eden alleine den Abend genoß und einen wirklich standesgemäßen Abgang in einem seiner großen Autos hatte, saßen viele bekannte Gesichter um uns herum – unter anderem auch Freunde aus längst vergangener Zeit.

Obwohl meine Wurzeln immer im Westen der Stadt lagen bin kein Freund der Westschickeria/Klüngel aber in dem Fall muß ich sagen lohnt sich der Besuch ohne Wenn und Aber. Egal zu welcher Zeit man in der Paris Bar erscheint – man kann gewiß sein das der Küchenchef etwas zaubert was außerordentlich schmackhaft scheint… so jedenfalls ist meine Beobachtung über den ganzen Abend / bzw. halben Nacht. Spannend finde ich auch die Einfachheit des Interiors und die gelungene Kulisse und wenn es dann mal aufgrund der Fülle des Restaurants etwas länger mit den Essen dauern sollte hat man die Gelegenheit die Augen über jedes einzelne Ausstellungsstück schweifen zu lassen – da vergisst man fast sich mit seinem Gegenüber zu unterhalten ;-). Ich werde garantiert bald wieder der guten alten Kantstraße einen Besuch abstatten – vielleicht wenn ich endlich mal mit der Theaterleitung des Theater des Westens grün werde 😉 ….

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