Do. Dez 3rd, 2020

Nur ein Mädchen aus dem Volke mir frecher Berliner Schnauze?

oder ein Abend in besonderer Begleitung…


© AEDT

Ach ja… das sitzt man zweieinhalb Stunden vor dem besagten Termin im Auto und denkt sich… warum tue ich das eigentlich alles? Die Lust auf Gesichtsmalerei am Boden, das geplante Shooting durch mieses Wetter und einiger widriger Umstände bei der Fotografin quasi abgesagt und eine Einladung in ein Programm das man schon kennt. Doch wie heißt es immer so schön…. wenn man am wenigsten erwartet wird es meistens am schönsten. Und das wurde es. Zusammen mit Daria Marchik, einer Fotokünstlerin die ihren Ursprung in Moskau hat und unlängst mit einer grandiosen Fotoausstellung über Berliner Burlesque Ikonen auf sich aufmerksam machte ging es in Berliner Kulturleben zu einer Göre wie sie im Buche steht. Die Dschungelqueen gab sich wiedermal die Ehre ihre Fans um sich zu scharen und ordentlich zu beschimpfen.

Desiree Nick ist kein Mensch die nur so tut als ob.. nee.. wenn es darum geht ihren kleinen Sprachfehler zu demonstrieren, nimmt sie mal eben noch einen großen Löffel vom Kuchen und redet natürlich mit vollem Mund weiter. Jeder der in den ersten Reihen der Bar saß kann weiß noch was dann geschah… ich sag mal so… weiße Hemden waren anschließend bunt. Das kann man mögen – muß man aber nicht ;-) . Ick jedenfalls war ziemlich froh hinten im GWL Eckchen zu sitzen – nicht auszudenken wenn ick Daria als Gast mitgenommen hätte und Desiree nicht nur ihr Röckchen gelüftet hätte sondern auch noch ihren Kuchen über meene Begleitung verteilt hätte ;-). Während der Krawatten- und Schleifenpapst Jan Hendrik M. Scheper-Stuke, mal ganz leger ohne Bindung in unserer Sitzluke, sich laut und kräftig über viele der Attacken auf alle anwesenden Randgruppen ausließ – gefielen mir die bösen Seitenhiebe auf aktuelle Themen.

Auch Rolfe Scheider und ein weitere bekannte Gesichter amüsierten sich über die Boshaftigkeit der selbsternannten weiblichen Dragqueen auf der Bühne, die wiedermal wild über Schwule, Rentner und natürlich Transen herzog. Süß fand ich die Frage meiner Tischnachbarn ob ich mich diesbezüglich angesprochen fühle… haha.. als wenn eine Berliner Göre eine andere nur ansatzweise verletzen könnte… Nee meine Lieben.. nichmal ansatzweise. Dieser Abend hatte viele tolle Gespräche, vielleicht ein Aperolsekt zuviel und viele spannende Ansätze für neue Projekte… wiedermal ein gutes Beispiel dafür das man seinem inneren Schweinehund unbedingt eins auf die Schnauze geben muß wenn er wiedermal rumsottert. Ach und wer sich die Böswilligkeiten der Dschungelqueen ansehen will… der hat noch bis zum 19.8. in der Bar jeder Vernunft die Chance. Anschließend wird die Nick auch noch im Schlosspark Theater spielen und auf der Kö über Liebe, Leid und ihre Kleider berichten… na ditt nenn ick mal Torschlußpanik  ;-) *loooo* ….