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Nachtrag: Irrepressibles im C-Club Berlin

oder vorab verlegt, unglaublich wundervoll … und viel zu wenig besucht.

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Am Montag hatte ich die Gelegenheit eine wundervolle, gänzlich unbekannte Band live zu erleben – unbekannt deswegen, weil jeder dem ich davon erzähle fast vom Fragezeichen erschlagen wird, welches der besagten Person über dem Koppe aufblüht.  Kein Mensch scheint diese begnadete Liveband zu kennen, was übrigens der Hauptgrund für die Umquartierung des Events in den C-Club an den Columbiadamm war. Und selbst dieser relativ kleine Club war nicht zu bersten voll. Aus meiner Sicht völlig unverständlich.. denn schon bei den ersten Tönen des Sängers Jamie McDermott kribbelte es. Man merkt das sich alles um genau Ihn drehen muß, er zelebriert seine Stimme mit Gestiken und natürlich mit der wundervollen audiophilen Stimme. Das Gesamtwerk bewegt sich irgendwo zwischen Klassik, Avantgarde und Pop und faszinierte mich live durch die Vielzahl der Bewegung und Licht/Spiegelinstallationen auf der Bühne.

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Gesanglich hörte ich David Bowie, Freddy Mercury, Bryan Ferry und Marc Almond in einer Person. Dabei finde ich es immer ziemlich bekloppt neue Künstler mit Musikgrößen zu vergleichen aber im Fall der Irrepressibles muß ich das leider, damit der geneigte Leser auch so ansatzweise eine Vorstellung hat was Jamie McDermott so bietet wenn er in seiner androgynen Selbstverliebtheit über die Bühne hüpft. Emotional und optisch verliert man sich aber nicht nur in die Stimme der Hauptperson sondern betrachtete voller Genuß diese wunderbaren vielseitigen Streicher, Klarinettenspieler, Keyboarderinnnen, die rythmisch und voller Kraft Ihre Instrumente in wundervoller Art inszenierten. Ein wenig hätte ich mir mehr crazyness in den Outfits gewünscht.. aber man kann nicht alles haben.

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Das Publikum feierte die Irrepressibles und dennoch war nach gut 70min inkl. Zugabe leider schon Schluß. Einerseits spielt jede Band ungern vor wenig Publikum, andererseits muß man den Schneeball erstmal anstoßen bevor der anfängt zu rollen…. siehe Lady Gaga. Das Froileinwunder fiel auch nicht einfach vom Himmel sondern hat diese Karriere durch viel Arbeit erlangt… man wird es kaum glauben war aber so. Ich glaube zwar nicht das die Irrepressibles gerne mit Lady Gaga verglichen werden aber in Bezug auf Originalität nehmen sich beide nix.

Die neue CD der Irrepressibles, mit dem einfachen und passenden Namen, Mirror Mirror, läßt einem wiedermal länger in sein Spiegelbild schauen und drüber nachdenken was mit eben diesem passiert wenn man den Raum verläßt… bleibt es oder verschwindet es… diese Frage stell ich mir schon seit sehr langer Zeit. 🙂

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