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Mit Morten Harket im Musikvideo: A-ha – I’m the one (Drag Queen)

WOW THANKS FOR REQUESTS… SCROLL DOWN FOR TRANSLATION

oder Einzigartigkeit und Fleiß öffnen manchmal Türen mit tollem Inhalt

Es liegt schon eine ganze Weile zurück das mich eine Band mit einem gezeichneten Musikvideo, auf Sendern, die heute nahezu in der Versenkung verschwunden sind, begeistert hat. Die Band A-ha wurden quasi über Nacht zu Superstars. Die Stimme von Morten Harket verzaubert nunmehr seit gut 27 Jahren Fans auf der ganzen Welt und macht ihn damit mehr oder weniger einzigartig – denn er kann es noch immer – im Gegensatz zu manch anderen :-). In den Vorgesprächen zu meiner Rolle als Drag Queen / Female Impersonator in seinem neuen Musikvideo „I’m the one“ stellte man nun fest, das auch ich eine gewisse Einzigartigkeit besitze und dazu eine große Wandelbarkeit. Damit will ich sagen das Vor- und Nachher ist sehr kontrastreich und ermöglicht mir auch ein Leben weitab von all dem Glitzer – wobei jetzt vielleicht nicht mehr ;-). Man kann jetzt sagen das wir Drag Queens es uns manchmal sehr einfach machen und oft nur die guten Seiten geschützt durch ein Schild von Make-Up ausleben, aber das stimmt nichtmehr immer. Ich habe mein Motto, beide Charaktere nicht zu vermischen, schon lange nicht mehr so streng genommen wie anfangs. Deshalb war die Entscheidung dieses Video zu machen zwar nicht unabsehbar aber dennoch spannend, ja vielleicht sogar nötig und wie so oft habe ich NULL Idee was nun passiert.. aber watt solls… ick werds ja sehen und hier live berichten… denn nichts ist einzigartiger als das Leben selbst 🙂

Doch nun mal zur eigentlichen Arbeit. Schon ganz früh, ich glaube das war noch dunkel, mußte ich mich bereit machen um von einem Fahrer abgeholt zu werden, mit gefühlten 10 Koffern, um ins ferne Wedding gefahren zu werden. Dort nämlich war das erste Set an dem gedreht wurde und diesmal war es wieder eine sensationelle Filmcrew, mit der das Arbeiten wirklich Spaß gemacht hat. Die Mutter&Vater Crew hat schon Video für Lena, Beatsteaks, Fettes Brot, Xavier und und und auf den digitalen Datenträger gedonnert – das wiederum war auch ein Grund warum ich mich in guten Händen bzw. vor guten Augen gefühlt habe. Letztendlich sind meine Aufgaben im Video klar zu erkennen, insofern klemme ich mir mal ’ne Beschreibung was alles zu tun war – nur soviel sei gesagt – ich habe Flaschen geköppt und riesige Fellbestien gezämt :-). Spannend oder? Also für mich war es das und erst recht dann in der zweiten Location – dem grandiosen Admiralspalast, dessen Bühne einfach mal ein Hammer ist und auf der ich zum ersten mal auf der richtigen Seite stand. Der Eindruck war schon genial. Vielleicht wird es eines schönen Tages wieder eine Wild Roses Revue geben und vielleicht dann mit mir… who knows. Doch dann kam es zur Begegnung mit Morten. Eigentlich hätte ich davor etwas Muffensausen haben müssen, ick meine er war damals einer meiner ersten POPSTARS aber… nach Begegnungen mit Lady GaGa weiß ich … Popstars sind genauso Menschen wie icke und DU. Und zu meiner Freude war Morten auch noch sensationell nett und gesprächig. Im Gegensatz zu seinem grimmig dreinschauenden Manager oder Bodyguard, keine Ahnung welche Rolle der breite Typ da hatte… Morten Harket hat trotz all der Jahre im Showbiz den Respekt vor dem Gegenüber nicht verloren. Gratulation.

Ich selber hab „Take on me“ als Vinyl und war damals eine ganz Weile großer Fan und nun stand ich mit der Stimme von A-ha auf einer Bühne während eine riesige HD Kamera ein Musikvideo aufzeichnete – schon grandios was mein Leben als Verwandlungskünstler / Drag Queen alles mit sich bringt. Auch wenn einige Jahre ins Land gegangen sind, so kann sogar ich behaupten, der Mann hat eher gewonnen, wie Sean Connery seinerzeit, sowohl im Aussehen als auch an Charisma. Der ganze Tag hatte interessante Eindrücke und nach gut 14 Stunden wurde ich beseelt mit all den Koffern wieder in den Berliner Süden kutschiert…


Morten Harket — I’m The One – MyVideo
Ihr dürft natürlich auf MyVideo alle mal fünf Sterne geben wenn ihr möchtet 🙂

Heute ist nun der Tag des Releases für das Musikvideo von „I’m the one“ und ich bin gespannt wie Ihr es findet. Sobald es auf den bekannten Videoplattformen zu sehen sein wird binde ich es auch hier ein und freue mich über zahlreiche Kommentare. Wie? Ihr meint ich sollte noch weitere Details ausplaudern.. hmmn.. na vielleicht später mal. Erstmal genieß ich diese wunderbare Zusammenkunft, die Reaktionen – vor allem auch jene von den Unverbesserlichen 😉 und den tollen Tag mit spannenden Menschen UND Tieren 🙂

AND NOW THE MAKING-OF in ENGLISH:

It surely is some time ago that a band impressed me with a perfectly-drawn music video on TV channels that today have almost completely disappeared. The band members of A-ha literally became superstars overnight. The voice of Morten Harket amazes fans all over the world for about 27 years and this somehow makes him unique – because he can still do that, quite in contrast to most others. In the preparatory interviews for my role as a drag queen / female impersonator in his new video “I’m the One” those people realized that I possess some uniqueness myself – next to a lot of changeableness. What I am trying to say is that the difference “before” and “after” is definitely a big contrast and enables me to lead a normal life far away from all glitter and glamour – well, maybe not anymore 😉 You can say that we, the drag queens, sometimes have it quite easy to live “the good sides of life” behind a shield of make-up, but this is not really true anymore. I don’t follow my former dictum to never to mix both personalities as strictly as I did in the beginning. Therefore, the decision to make this video was maybe not predictable, but really exciting, yes, maybe even necessary and, as so many times before, I have no idea about what to expect… but… however,..I will see it and, of course, report it all live to you… because nothing is more unique than life itself 😉

But now, let’s talk about the actual work. Quite early in the morning, I think had even been still dark outside, I had to get ready to get picked up by the driver, having about 10 suitcases of luggage, to travel to far-away Wedding. This was where the first set was shot and again, it was a sensational film crew, which was so much fun to work with. The crew of “Mutter&Vater” already shot videos for Lena, Beatsteaks, Fettes Brot, Xavier Naidoo and many more – this was only one of the reasons why I felt immediately comfortable working with them. My role in this video is quite clear, so I will not bother you with any further detailed descriptions – but, let me just say – I popped some bottles and tamed some beasts 😉 Thrilling, isn’t it? Well, for me it was, especially in the second location – the great Admiralspalast which has an amazing stage and on which I stood on the right side for the first time. The impression was just great. Maybe, one day, there will be a Wild Roses Revue (a former burlesque event at Admiralspalast) in again, maybe with me… who knows. And then I met Morten. Actually I expected myself to be quite nervous, since he had been one of my most beloved popstars back then… But, after having met Lady GaGa I know… popstars are just as human as you and I. Morten was really nice and so communicative. Well, quite in contrast to his grimly-faced manager of bodyguard, I have no idea what the occupation of this huge guy was… Morten Harekt, however, did not lose his respect for common people after all the years of showbiz. Congrats!

I myself own „Take on me“ on vinyl and used to be a big fan for a long time and now I stood on stage next to the voice of A-Ha while a huge HD camera was filming his music video – it is amazing what a life as a drag queen will get you to. Even though some years have passed by I can say that this man did only gain but not lose anything, just like Sean Connery, be it charisma or handsomeness. The day left me with many interesting impressions and after 14 hours I was happily brought back to Berlin’s south.

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27 COMMENTS
  1. noeline

    noeline a french fan of morten.with love.

  2. noeline

    very good!!i like this so much…i enjoy you to meat morten.he’s my prefer artist and i’ve never see him on the scene!sheila you’re really surprising in the video,felicitations!!bye…excuse me for my english.

  3. Kerstin

    ich hatte mir beim Hören des Songs irgendwie andere Bilder vorgestellt. Das Video überrascht mich dennoch sehr positiv…sehr sympathisch! naja über die Stimme von Morten müssen wir nicht diskutieren, als 80er-Jahre-Mädel bin ich seit anbeginn „verknallt“ in diesen Norweger :))
    Ich hoffe, er ist tatsächlich als Mensch so angenehm, wie wir Fans uns das vorstellen. (ich will!!! auch bitte mal die Gelegenheit kriegen diesen Mann zu treffen)

  4. Mataina

    na, das ist eine tolle Überraschung – das muss dir erstmal jemand nachmachen, wenngleich du aber auch etwas traurig rüberkommst – liegt aber wohl auch am melancholischen Song. Dazu passt auch die gnadenlose schwarz-weiße Optik, die einen nicht gerade jünger aussehen lässt (gilt aber eher für Morton als für dich – bei ihm sieht man ja jede Pore – eine Haut wie eine Kraterlandschaft, den Mut will ich mal haben!).
    Ich würde auch gerne mal in einem Musikvideo mitspielen, aber in einem poppig quietsche bunten mit überzeichneten Bonbonpastellfarben und einer Barbie-Optik. Am besten ein krasses Dancevideo! Nur weiß ich noch nicht, ob es den Mega-Weichzeichner schon gibt, der mir meine Falten glatt bügelt. Meine Lieblingskünstler wären Cher, Gaga und George Michael.
    Das Video ist auf jeden Fall etwas, worauf du stolz sein kannst und was immer besonderer wird, je älter man wird. Respekt!

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