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Mit den Geschwister Pfister in die Toskana – Wie wär’s, wie wär’s?

oder eine Reise in Luigis Pizza Schlagerwelt

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© Christian Knecht – vasistas graphique

Es war ein kultureller Doppelschlag der mir am Mittwoch im TIPI bei den Maledivas und gestern in der Bar jeder Vernunft bei den Geschwister Pfistern serviert wurde. Eigentlich war ich nach der Premiere am Mittwoch sowas von gut unterhalten, das mir der Besuch bei meinen Lieblings-Entertainern fast ein wenig schwer fiel (Achtung das war Ironie 🙂 ). Ein wenig kochte die Angst hoch das es nicht an Lo und Tetta ranreichen könnte und was sollte ich dann machen? Ihnen mein Lieblings-Entertainer-Zertifikat entziehen oder einfach nicht darüber schreiben? Neee… dazu mag ich die sechs (inkl. Jo Roloff Trio) einfach zu sehr. Die gestrige Premiere ihrer Reise in die Toscana fing für meinen Geschmack etwas zu feucht an. Das lag aber nicht an den Künstlern auf der Bühne, sondern eher daran das sich zwei volle Gläser Aperol Spritz über mein sündhaft teures Kleid ergossen, weil der Vollpfosten an meinem Tisch, der Meinung war sein Stuhl stünde unsicher. Die klebrige Nässe durchdrang alles… und auch wenn es ihm unsagbar peinlich war und er sich zumindest entschuldigte, kam er nicht von selbst auf die Idee zwei neue Gläser zu ordern – seine Gattin übrigens auch nicht. Somit war ich unten naß und oben kratzte der Hals… die ein oder andere kennt diese Situation… *loool* – ditt is alles andere als schön.

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© Christian Knecht – vasistas graphique

Abgelenkt von der Trocknungsphase und dem Grollen im Bauch war mir eine Konzentration auf die Darbietung der ersten Halbzeit nur halbherzig möglich – abgesehen davon gab es aber auch viel Erklärungen, kleine Anekdoten, ein paar neckische Kostüme und überschaubar schicke Requisiten. Dazu kamen die Stimmen der Drei – im Trio, Duo und als Solo. Es hat gefallen – rockte mich aber nicht vom klebrigen Stuhl – wie gesagt ick war beschäftigt ;). Bis zur Pause nahm ich mir vor, wieder getrocknet zu sein und vor allem etwas trinkbares zu erhaschen. Natürlich wurde der Verursacher genötigt neuen Stoff zu besorgen, also nicht fürs Kleid sondern für die Leber – und im Anschluß liessen die leckeren scharfen Würstchen vom Grill das Malheur beinahe in Vergessenheit geraten. Mit dem Läuten zur zweiten Halbzeit wurde dann das abgefeuert was nicht nur mein Herz höher schlagen ließ. Der Saal  .. bzw. das Zelt tobte 😉 … allein der Genderwechsel von Frl. Schnejder zu Luigis Pizzabäcker war eine Augenweide – trotz zickigen Bart. Doch damit nicht genug .. wie aus kulturellen Mörsern schossen die Geschwister Pfister ein Highlight nach dem anderen ab. Quickchange par excellence… von den Kessler-Zwillingen über Cindy und Bert, Nana Mouskouri, Vicky Leandros und Katja Ebstein gab es alles was das Schlagerherz braucht. Wer die Pfisters kennst, weiß das es Ihnen nicht darum geht, nur eine Parodie auf die Originale aufs Parkett zu legen.. es ist die Liebe zum Detail und zu den Songs, die aus jeden Lied hervortritt. Es machte sooooooo viel Spaß ihren Spaß auf der Bühne zu beobachten und ließ einmal mehr mein Herz für die Travestie aufblühen.

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© Christian Knecht – vasistas graphique

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Die Reise in die Toscana ist ein Feuerwerk der Kostüme, eine freche Übertretung der Geschlechtergrenzen, eine detailverliebte Weltreise durch die großen Schlager und ein Fest für Liebhaber zeitgemäßer Unterhaltung. Ja… das ist so… auch wenn die 60er lange vorbei sind – so wünscht sich jeder ihre Unbeschwertheit zurück . Solch große Show verzeiht die vierjährige Abstinenz  (als Trio) und die Solopfade der Geschwister Pfister und nahm am gestrigen Abend unter anderem Rolf Kühn, Rainer Bielfeldt, Jochen Kowalski, Maren Kroymann, Walter Momper, Tim Fischer, Heidi Hetzer, Andreas Bieber und Katharina Thalbach mit unter die rote Sonne von Capri. Also ick hab die Sonne definitiv genossen – nicht nur weil’se mich bestens getrocknet hat  :). Mitklatschen erwünscht und mitsingen darf man auch… was braucht ein Abend mehr. Jedem, der die Pfisters in Berlin bis Ende Oktober sehen will darf ich flüstern, das das rechtzeitige Reservieren von Karten die schicksten Sitzplätze garantiert und vor allem die Wahrscheinlichkeit auf eine Aperoldusche minimiert 😉 …

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© Brigitte Dummer

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