Sa. Sep 21st, 2019

Meerjungfrauen verwesen besser – die Halloween Geschichte

oder Geschichten die das Leben schreibt…

blog-Halloween-Arielle_01
© Gero Breloer

Nun… ich könnte jetzt über die gestrige Bob Youngs Halloween Masquerade 2013 schreiben – doch ich glaube ich erzähl erstmal die Vorgeschichte dazu. Heute vor einer Woche saß ich wiedermal vor der Aufgabe mein Chaos zu sortieren. Kennt ihr alle oder? Sowas nimmt man sich dauernd vor und dann liegt und liegt und liegt es. Doch der letzte Sonntag schien dann endlich der richtige zu sein und neben all den Mist den man für das Finanzamt zusammenträgt fiel mir die oben stehende olle Karte in die Hände und auf der Rückseite ein Gruß meiner Ur-Ur-Urgroßmutter. Toll. Jetzt kommt Licht in meine Travestie Hintergründe. Eigentlich ist mir jetzt alles klar… von wegen die Antwort auf alle Fragen ist 42… Denkste! Wobei…. vielleicht war ja meene Uromi damals 42, als das Foto gemacht wurde und wie durch einen Zufall bin ich auch .. bzw. werde in 3 Jahren irgendwas in die Vierziger … aber ich glaube ich schweife ab.

Fakt ist jedenfalls, das ich erst letzten Sonntag erfuhr das in meiner Verwandtschaft eine Meerjungfrau gelebt hat… bzw. noch lebt. Na … das war aber ‘ne Überraschung. Natürlich hab ich mich gleich auf die Suche gemacht, denn Meerjungfrauen leben ja bekanntlich ewig. Es hat eine Weile gedauert aber Google sei Dank hab ich sie gefunden und konnte ihr einen Besuch in Berlin schmackhaft machen. Was soll ich sagen… ich war natürlich etwas aufgeregt sie nach so langer Zeit endlich mal kennenzulernen und gestern war es soweit. Wir haben einen großartigen Vormittag verbracht und bei Kaffee und Sardellenpizzas über die alten Zeiten geplaudert – viel Sardellen und wenig Pizza. Leider schien mir ihre Leibspeise auf den Magen zu schlagen und deshalb bat ich sie an meiner Stelle die Masquerade zu besuchen. Und was soll ich sagen.. nach all den Jahrhunderten, den Wasserverschmutzungen, Überfischungen und Atomunfällen hat es die Omi nicht leicht gehabt frisch zu bleiben. Sie sah sehr mitgenommen aus und wie geschaffen für eine Halloweensause.


© Ma Aini

Sie freute sich sehr und amüsierte sich im Klub International bei soooo vielen blutigen Kostümen. Grund dafür war die Tatsache, das sie endlich mal optisch unter ihres gleichen war. Blut, Verwesungen, Wunden, Wasserleichen, Gestank, Fäulnis an allen Ecken und Enden. Ein Schlaraffia für die alte Meerjungfrauenschrappnelle ;) … Und weil echtes Blut und Wunden kaum zu toppen ist kam sie sogar in die Top 11 und wurde beim Costume Contest auf Platz 4 oder 5 gewählt. Na.. da hat sich die olle Wasserleiche aber wirklich gefreut. Bob Youngs Halloween Masquerade 2013 war auch aufgrund der Location – gerade weil der Contest auf der wunderbaren Kinobühne stattfand – eine deutliche Verbesserung zum letzten verwinkelten Event in der Alten Münze. Allerdings hat eine Tatsache der schwanzträgerin gar nicht gefallen: die dauernde Penetration durch kerlige Füße in Größe 42-48 waren ihr auf die Dauer denn doch zu viel… ;) …. dennoch Halloween hat ihr sehr gefallen. Nur zu schade das sie wieder weg musste und ich mit Magenproblemen zuhause verweilen durfte ;) …