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Max Brown Hotel Eröffnung in der Uhlandstrasse

oder aus einer grauen Maus wird ein zentraler Stern

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Das Domus Hotel dümpelte schon seit geraumer Zeit in der Uhlandstrase vor sich her. Es gehörte wohl zu jenen Hotels in Berlin, die keinen erkennbaren Wiedererkennungswert hatten und einfach nur da waren. Mir war es nur ein Begriff weil ich das montröse Namensschild im vorbeifahren immer wieder lesen durfte und das auch nur weil ich als Grafik-Designer senkrecht gesetzten Text furchtbar finde :). Nun aber ist alles anders, die Max Brown „Hotelkette“ hat sich das Hotel vorgenommen und echte Detailliebe bewiesen. Das fängt an mit kleinen süssen Kakteen, die als Zimmernummern dienen und hört auf mit einem grandiosen Candyshop – der hoffentlich auch noch dem Opening noch Bestand hat. Generell gilt… eleganter Vintage-Look trifft auf urbanen Lifestyle.

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Auch das Personal scheint nach diesen Kriterien gecastet zu sein… Cooler Hipster trifft auf rockiges Tattoomodell. Die paar Zimmer, die während des Openings als Vorzeigeobjekte zur Verfügung standen hatten alle entzückenden Charme, eine individuelle Ausstattung und vor allem waren „supermega-gemütlich“. Ob nun Basketballkorb oder klassische Plattenspieler – die Detals sind der Hammer! Wenn man jetzt noch die zentrale Lage zur Westberliner City mit in Betracht zieht ist das Max Brown Hotel eine erste Adresse unter den Design-Hotels in Berlin. Zum gestrigen offiziellen Opening Event lümmelten sich die Berliner Nachtschwärmer zwischen tropischer Dschungeltapete, Perserteppiche und Samtmobiliar und genossen die leckeren Cocktails plus äusserst wohlschmeckendes Flying Buffet (mein Favourit: die Polente mit getrüffelten irgendwas… Hmnnnnnn!!!!)

Eigens für die Veranstaltung hat man gleich drei Dancefloors geschaffen. Während mein Highlight im Zimmer 115 (oder zumindest in der Nähe) mit zwei alten Plattenspielern grandiose Mucke auflegte und wunderbar zu einem Set vermischte, gab es in der Lobby/Restaurant Livegesang. Selbst wenn die vielen Drinks zur Toilette ins Untergeschoss drängten konnte man statt Klodame einem Klo-DJ geniessen. Alles in allem ein gelungener Abend in einem neuen und sehr gelungenem Hotel. Ich wünsche für 2017 immer ein volles Haus und viele zufriedenen Gäste. Mal sehen ob ich mir auch den Luxus gönne – zumindest aber werde ich wohl dem Restaurant bald mal ein Besuch abstatten um die ganzen süßen Schweinereien zu kosten. Mehr Infos zum Hotel findet ihr auf der Webseite vom Max Brown Hotel das es übrigens auch in Düsseldorf und Amsterdam.

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QUEERLESQUE Mag ist das Magazin für Kultur und Burlesque Lebensart aus Berlin. WIr möchten einen subjektiven Überblick über die Vielfalt der Kultur in Berlin und Deutschland vermitteln. Internationale Burlesque Events und Vaudeville Kultur stehen dabei genauso im Fokus wie Travestie und jede Art der queeren Abendunterhaltung. Seit 2006 findet ihr hier gut gemeinte Ratschläge, kulinarische Tipps und Entdeckungen aus meinem bunten Berlin :)
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