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Magnus Reed knippst MICH anders für das S-Magazine

oder ein leicht überspannter Geduldsfaden

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Alle Pix © Magnus Reed for s-magazine

Oh.. es hat gefühlte drei Jahre gedauert bevor ich jetzt diese Geschichte erzählen kann.. und doch ist sie im Hirn hängengeblieben wie ein ausgelutschter Kaugummi, den man nicht ausspucken möchte um die kleinen Piepmätze nicht zu killen. Vor etlichen Monaten kam eine nette Castingagentur auf mich zu, die dem Genderbender Thema ein ganzes Feature in dem Kunstmagazin  S-Magazine widmen wollte. Natürlich freue ich mich auf so Projekte, auch wenn diese meistens unbezahlt sind 😉 aber dennoch einen wunderbaren Output liefern – also in der Regel. Auch dieses Mal hab ich natürlich geschaut, wen der Fotograf Magnus Reed vorher schon so alles vor der Linse hatte und war sichtlich erstaunt, welch Prominenz sich vor seiner Kamera geräkelt hat. Tolle Schwarz Weiß Bilder sind entstanden und ich fühlte mich ein wenig gebauchpinselt. Zuvor gab es einen Beschauungs Abend in dem ich als Sheila quasi durchgewunken wurde. Tja… doch es kam alles anders.

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.. das wiederum finde ich sehr gelungen…

Man bat mich unbedingt ungeschminkt zu diesem Termin zu kommen und eigentlich bräuchte ich auch keine Klamotte. Hätte ich da schon misstrauisch werden sollen? Man weiß es nicht. Nun gut. Hin und wieder liebe ich ja das Abenteuer, doch was dann passierte überspannte mein Indiana Jones Gemüt. Eine Visagistin und ein Haarexperte wurden auf mich losgelassen, ich bekam eine Maniküre und ein Stylingteam kramte fieberhaft nach  passenden Klamotten. Hört sich gut an oder? Ja.. dachte ich auch.. doch mir wurde kurz schwindelig als die „Make-Up Expertin“ zwei brutale Augenbrauenbalken auf mein Gesicht ballerte. Was solls.. dachte ich .. kann ja nur besser werden, wenn die Augen kräftig betont werden. Genau das war das Problem. Nach zaghafter Eigen-Wimpern Bepinselung sollte es das gewesen sein. Ähhhhhhh… wie jetzt?. Wo ist das Augenmakeup .. wo die Konturierung des Gesichtes… wo das Auge für Details? Zumindest malte sie die Mundkontur etwas drüber aber wirklich rausreissen tat das auch nix. Auf meine Frage warum sie denn eine Figur wie Sheila buchen und dann irgendwas zurechtbasteln, was eher nach einem schlecht geschminkten Kerl aussieht – gab es nur die flache Antwort: Wir wollen mal was anderes machen. Hahaha mir wurde kurz schlecht 😉 … aber dann hätten sie auch jeden x-beliebigen Kerl von der Strasse nehmen können. Körpershaping sollte eigentlich auch wegfallen und Brüste wären auch nicht notwendig hieß es. An der Stelle brach ich ab… und verweigerte mich, wie so eine Zicke beim Umstyling von Heidi Klums „Mädchen“. Nun.. nach einigen Diskussionen kam es dann doch noch geshaped zu dem oben stehende Bild, auf das die Formulierung: „es ist mal was anderes“ sehr gut passt. Scheisse kann ich auch „Anders aussehen lassen“… oder sollte ich sagen anders Scheiße? .. Naja gut ist ja Geschmackssache.

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Thema Styling… öhhhmm… der neue Zwiebellook? 🙂

Der Fehler, den dieses Team gemacht hat, lag dabei aus meiner Sicht am beschränkten Horizont. Ausgehend davon das jeder gut aussehende Frauendarsteller automatisch sehr feminine Züge hat und deswegen totel androgyn rüberkommt, selbst wenn man wenig Farbe im Gesicht nutzt, ist hiermit widerlegt. Meine Kunst liegt in der höchstmöglichen Verwandelung aber das kam in der Bülowstrasse an dem Abend nicht wirklich an. Das Ende vom Lied seht ihr nun in der aktuellen Ausgabe des s-Magazine. Ich muß dazu sagen, das ich nach dieser langen Zeit mit einer gewissen Distanz den Abend betrachte und es als Abenteuer abgehakt habe – sehr gern hätte ich zwar ein wirklich gutes Bild von MAGNUS REED gehabt aber man kann eben nicht alles haben…. andere Fotografen machen auch gute Bilder ;). Ich bin ja gespannt was Ihr dazu sagt… und würde mich freuen jede Menge Meinungen auf die aktuelle Publikation zu bekommen. Das Magazin, das im übrigen sonst echt toll ist, kann man im übrigen in der ausgesuchten Magazinhandlung erwerben.

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Die AKTUELLE AUSGABE !!

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