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Lo Malinke erzählt von Mama und anderen Spektakeln…

oder Malediva mit abben Bein…

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© Robert Recker

Es war schon ungewöhnlich nur einen Teil der legendären Maledivas auf der spartanischen Bühne der Bar jeder Vernunft zu erleben. Abfangs fehlte quasi ein Bein… und wenn man das Gespann kennt war man anfangs auch etwas „irritiert“. Denn statt einer der üblichen Shows mit Frozeleien, Gesang und bunten Anekdoten aus dem Beziehungskiste gab es eben „nur“ Lo… der eher „casual“ die Bühne mit einer Flasche Wasser und zwei Barhockern teilte. Warum man zwei Barhocker braucht bei nur einem „Bein“ sollte aber von ihm wunderbar bildlich erklärt werden. Es sollte also eine Lesung werden – von Comedyshow war der Rahmen anfangs doch weit entfernt. Doch je länger man zuhörte desto mehr wurde aus dem Solo doch wieder ein DUO. Lo Malinke gab Anekdoten aus der Ehe und der Familie preis, die so blumig geschrieben waren, das allein seine Mimik und Gestik ausreichte um die zweite Person imaginär auf den zweiten Stuhl zu projizieren. Dabei saß der Gatte in der Loge am anderen Ende des Theaters. Muddi wollte allerdings nicht kommen und ich behaupte einfach mal – das war auch gut so.

Hauptcharakter der Erzählung ist nämlich tatsächlich Muddi. Sie wird auf eine sehr bunte Art und Weise in ihren Wesenszügen dargestellt und einerseits ist man froh NICHT der Sohn oder die Tochter von MUTTER zu sein aber andererseits bedauert man es auch. Denn was Muddi alles so verzapft deutet auf vielseitige Entertainerqualitäten, die zeitweilig auch ganz schön unter die Gürtellinie gehen. Doch Sarkasmus und ein zwinkerndes Auge helfen auch das mit Humor zu nehmen. Ich selber musste gar nicht so ganz tief graben um mich manch einer Situation sehr nahe zu fühlen. Wahrscheinlich ist es das Los einer MUTTER eben all diese schrägen Wesenszüge zu verherrlichen und ich bin mir sicher, meine Tochter denkt das über ihre Muddi… ähhmmm … ich mein natürlich Vati genauso.

Lo Malinkes Programm Mütter & Menschen in der Bar jeder Vernunft ist zauberhaft, witzig und lädt ein im eigenen Umfeld mal genauer hinzusehen. Das das Programm „nur“ als eine Lesung zu verstehen ist fällt am Schluß kaum noch auf, denn Lo versteht selbst kleinere technische Pannen gekonnt in Szene zu setzen. Einmal Rampensau… immer…..!! 🙂 … Nur noch bis zum 2. April könnt ihr dieses autobiographische Abenteuer in Bar jeder Vernunft erleben und ich rate dazu dieses Drehbuch unbedingt in der Rohfassung mitzuerleben, bevor es eine Produktionsfirma in die Glotze bringt – denn das Leben schreibt die besten Stories für die Mattscheibe.

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