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Leonardo DiCaprio schläft tief ein – Inception

oder ein absolutes NoGo im deutschen Sommerkino

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© inceptionmovie.warnerbros.com

Was tun wir wenn wir schlafen? Mancheiner würde jetzt sagen: schnarchen oder rumwälzen.. aber nee… zumeinst träumen wir irgendwatt, mancheiner sogar von Leonardo diCaprio. Tausende Traumforscher sind dem Geheimnis des Gehirns im Schlaf auf der Spur. Spekulationen, Fakten und Meinungen bilden einen Brei von Informationen der nun auf die Leinwand geschmiert wurde. Leonardo diCaprio spielt einen „mitleidserregenden“ Räuber, der ahnungslosen Menschen im Schlaf Informationen stehlen möchte… weil wir angeblich dort alles preisgeben. Dazu gibt es das allseits bekannte Traumsharing…. ditt is wie Facebook und Myspace.. jeder kann sich so darstellen wie er gerade will, denn unser Geist ist ein Meister der Architektur und kann die physikalischen Gesetze dieses Planeten mit Leichtigkeit überlisten. Sowohl die Trailer waren spannend als auch die Idee klingt erstmal brauchbar.


Doch ungelogen schon nach den ersten 10 min im Kino war mir eigentlich klar… ditt wird nix. Die Story wurde immer konfuser, ein Traumbesuch nach dem anderen und immer verworrene Level, was soviel bedeutet wie ein Traum im Traum wurden dem armen nichtschlafenden Zuschauer zugemutet. Der ganze Streifen hatte nirgends irgendein Highlight und schwappte als bunter bunter Actionstreifen irgendwie so vor sich hin. Juuut… die Special Effects waren gut… aber das konnte den Film nicht wirklich retten. Die Tatsache das wir unsere dunkelsten Geheimnisse in unseren Träumen tief im Unterbewußtsein verstecken halte ich ebenfalls für fragwürdig… und ebenso gefährlich. Denn wie im Film kann sowas nicht auf Dauer gutgehen… Zumindest einer der Darsteller durfte tricktechnisch verwandelt für kurze Zeit eine rassige Blondine spielen… wenn das so einfach wäre würde viele Kerle öfters ihre weibliche Seite rauskehren und die High-Heel-Industrie würde noch reicher werden *lol*

blog_inception04
© inceptionmovie.warnerbros.com  / press kit

Natürlich hatte der Film eine gehörige Überlänge die mich beinahe dazu bewog dieses Kino zu verlassen. Sowas tue ich wirklich nicht häufig.. ich glaube ganze zweimal habe ich ein Lichtspielhaus vorzeitig verlassen weil die Streifen einfach mal so unterirdisch waren. Dieses Kinoerlebnis war bis zur letzten Einstellung absolut berechenbar und auch wenn Leonardo all seine schauspielerischen Glanz in die Rolle zauberte und der göttliche Michael Caine, der übrigens irgendwie nicht mehr älter wird, ebenfalls einen kurzen Auftritt hatte, so wurde es nicht besser. Die Mixtur dieser Science Fiction Suppe wurde schlecht abgestimmt und völlig unspannend visualisiert… leider gab es aber auch keinen Trailer vorweg der mich entschädigte. Also rundum ein kinematographisches Desaster… und nix für die große Leinwand.. auf DVD unhaltsam .. im Free TV erträglich.

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4 COMMENTS
  1. shei-la

    Watt’n Glück das man in diesem Land eine eigene Meinung vertreten kann… und nicht auf einem drögen Seeligkeitshype umherwandeln muß… btw. ick maße mir nicht an solch ein Thema besser umzusetzen aber gelangweilt hat es mich trotzdem… ick sag einfach mal.. DAVID LYNCH – das ist mein großes Kino.

  2. alex

    @ shei-la wen du denkst du kannst was besseres erfinden als inception, dann tus doch aber hör auf hier eine grosse klappe aufzureissen. wenn man keine ahnung hat einfach mal die klappe halten 😉

  3. shei-la

    Lieber Peter.. zum Glück leben wir in einem Land in dem es jedem frei steht, die eigene, wie du treffend bemerkt hast, subjektive Meinung frei mitzuteilen. Und natürlich hat jeder Mensch seine eigene intellektuelle Obergrenze. Aus meiner Sicht war der Film, entgegen vieler ähnlicher Streifen zu leicht berechenbar und weder innovativ noch neu. Allerdings behaupte ich mal das Menschen die von der bewußten Schreibweise auf den Intellekt eines anderen schließen, selber auch mal gern einen Arnie-Film bevorzugen.. hasta la vista, Baby… ! Im übrigen empfehle ich einfach mal BABEL als wirklich herausragenden Kinofilm !

  4. peter

    naja…der film ist für ihre ansprüche wohl intellektuell etwas zu hoch geraten -was sich an ihrem jargon durchaus bemerkbar macht. es gibt genügend leute die gerade diese art von filmen schätzen und verstehen. falls man dies, wie in ihrem falle, nicht tut oder kann sollte man seine subjektive meinung nicht einfach unbefangen der restlichen welt kundtun!

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