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Lea T – Das erste Transgender Supermodel für Givenchy

oder eine solche Nachricht bedarf meiner vollen Aufmerksamkeit …

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© Givenchy Fall Kampagne

Supermodels sind eine Klasse für sich. Jedes einzelne verdient mit einem Job wahrscheinlich so viel wie ich das ganze Jahr über nicht. Dennoch.. Neid ist hier fehl am Platze.. denn der Job der Models ist alles andere als streßfrei und das weiß ich nicht erst seitdem Heidi Klum ein wenig Fernsehklamauk mit den armen Mädels veranstaltete. Die ersten Staffeln hab ich übrigens gerne geguckt… auch wenn ich kürzlich von Bradley erfahren hab das Frl. Klums gespielte Freundlichkeit nur auf der Glotze zu sehen ist.. im „richtigen“ Leben sind Menschen zwischen den Geschlechtern ihr angeblich so egal wie viele andere auch. Wobei es auch verständlich ist sich nicht um jeden einzelnen kümmern zu können… denn Zeit ist nicht käuflich… und unsere auf diesem Planeten begrenzt.

Lea T wurde als Leandro Cerezo geboren und hat Zeit Ihres/seines Lebens irgendwo zwischen den Geschlechtern mit sich gekämpft. Nach nun 28 Jahren scheint der weibliche Teil ihrer Persönlichkeit gewonnen zu haben. Gratulation dazu !… Sich gefunden zu haben ist wahrscheinlich der größte Triumph eines Individuums, wenn man dazu auch noch die gesellschaftliche Anerkennung bekommt, scheint die Entscheidung perfekt. Neben der Haute-Couture-Schau von Givenchy wurde sie nun auch für die Herbst/Winter-Kampagne des Luxuslabels zusammen mit Mariacarla Boscono, Malgosia Bela, Catherine Mcneil und Joan Smalls abgelichtet und hat im Gegensatz zu vielen anderen auch noch einen Plan B.! Respekt auch für die Kraft die sie in der französischen Vogue aufbrachte… ! Das es leider nicht jede(r) so gut trifft wie anscheinend Lea T hängt immer noch an dem gesellschaftlichen Tabuthema… Transsexualität und alle weiteren T-Rollen, werden bestenfalls hinter vorgehaltener Hand kommentiert oder zuweilen auch ganz offen angegriffen.

Gerade in der streng katholischen brasilianischen Familie kommt der Schritt von Lea T einer Todsünde nah mit all seinen Konsequenzen… und der Mensch hat eben auch noch ein Leben nach der Arbeit, in dem er auch Geborgenheit bei der Familie benötigt. Einsam kann es werden wenn dann plötzlich der Halt fehlt. Und der mediengewaltige Erfolg kann nicht über die Probleme hinwegtäuschen die eine solche Entscheidung begleiten: unzählige Depressionen, beschränkte Behördengänge und die Schwierigkeit jemanden zu finden der sie so nimmt wie man eben ist!  Traurig fand ich die Aussage das sie sich als Heuchlerin sieht, geboren wurde um alleine zu leben. Erneut einsam geboren wird nach der Entscheidung zum anderen Geschlecht und einsam sterben wird…. Beeindruckend fand ich den Satz den Lea in einem Interview der italienischen Vanity Fair gab: „Man hat die Wahl ob man für immer unglücklich sein möchte oder versuchen will, glücklich zu sein.“ … dem hab ich nichts mehr hinzuzufügen, außer vielleicht… die Zeit wirkt ewig wenn man unglücklich ist und vergeht im Fluge wenn man glücklich ist… Carpe Diem.

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