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Kinders, Kinders – ein Dschungelbuchtheater im Wintergarten

oder mal was für die ganz kleenen unter Euch

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Das Dschungelbuch kennt ja wohl jeder. Schließlich gab es ja schon so einige Inszenierungen. Momenta gastiert gerade Christian Bergs Variante im Berliner Wintergarten und lädt die kleinsten unter Euch ein durch den indischen, wohlgemerkt NICHT afrikanischen Dschungel zu ziehen. Wenn ich sage die kleinsten unter Euch … dann meine ich das auch so. Denn diese Dschungelbuch Inszenierung ist für Kids. Und auch bei denen gibt es ein Höchstalter !! … Alle Zwerge unter 8 Jahren werden an dem bunt gespielten Spaß auf der Bühne viel Freude haben, denn Christian Berg, der mich ganz enorm an jemand erinnerte – ich komm aber grad nicht drauf, bezieht alle seine kleinen und manchmal auch die großen Gäste mit ein. Die Geschichte brauch ich ja wohl niemanden mehr zu erklären und schon gar nicht den Dreikäsehochs die mit mir im Publikum saßen – denn die hatten mal so richtig Spaß, zumindest die die unter 8 Jahren waren.

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Wobei man dazu noch erwähnen muß das mindestens einer nicht ganz glücklich war – denn er wartete die ganze Zeit auf den Gemütlichkeits Song, der natürlich nicht kam – denn die Musike hat ja Konstantin Wecker dazubeigetragen und nicht der jute alte Walt Disney. Aus Sicht der Älteren und natürlich einer Musical Liebhaberin wie mir muß ich allerdings sagen, man hätte zumindest bei Kostümen und Bühnenbild ein wenig mehr protzen können. Natürlich weiß ich um die Kosten die sowatt immer verschlingen… sehe das ja an meinen eigenen Requisiten dauernd die für meine Kostüme oder kleenen Performances immer teurer werden… ABER ein wenig mehr Liebe zu Detail hätte die Produktion durchaus vertragen können. Die Kostüme waren zum Teil „super einfach“ und ein bissl Recherche bei ebay oder eine Audienz beim Dschungel Experten Dirk Bach hätte definitiv zu einem gelungenem Erscheinungsbild beigetragen. Auch das bemalte Bühnebild wirkte wie aus den fiesen 70zigern. Dabei gibt es unzählige Tagger und Sprayer die für kleines Geld Freude daran hätten das mal ordentlich aufzupimpen und in unsere Zeit zu trans-warpen. Die Mogli-Darstellerin hat gesanglich mit Abstand den besten Job gemacht. Tolle Stimme – wenn man die Augen schloss hat man die große Musical Bühne oder das Zelt von Cats vor dem inneren Auge gesehen. Der Balu Bär hingegen hatte am meisten Charakter…. Doch im Grunde sind diese kritischen Bemerkungen alle für den Eimer – denn nicht WIR .. die sogenannten Erwachsenen sind das Zielpublikum.. nee… die kleinen Menschen wollen unterhalten werden. Sie wollen mit Popcorn und Muffins in den Dschungel abtauchen und Balu den Bären treffen, den Tiger und die Schlange. Den Kindern ist es egal wie präzise die Bühne bemalt ist – ihnen ist es egal wie detailliert die Kostüme sind – für sie zählt das mitmachen, Mogli helfen, mitsingen und ggf. auch mittanzen.

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Für meinen 10jährige Zwergin – die mittlerweile nur noch einen Kopf kleiner ist als ich 😉 war dieses Spektakel nicht mehr wirklich spannend. Es erinnerte sie stark an das erste Taschenlampenkonzert in der Waldbühne – und da war sie 5 ;-). Die Zeit bleibt bei niemanden stehen und in Zukunft werde ich sie dann doch lieber wieder zu den Artistik Vorstellungen des Wintergartens, den Chanson Konzerten im Tipi oder den Tanz und Ballettabenden in der Oper schleppen – denn dort läuft wieder der Zauberer von OZ vom Staatsballett und das ist große Unterhaltung. Wer aber ’ne kleene Disneyprinzessin zu Hause hat oder nen kleenen Säbelzahntiger der kann sich noch bis 10.10. im Berliner Wintergarten Variete eine zweistündige Auszeit erwerben – denn in dieser Zeit sind die kleenen Verbrecher garantiert abgelenkt 🙂

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