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Katzen haben keine sieben Leben

oder wenn das Ende sich auf sanften Pfoten anschleicht…

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Ich hatte mir eigentlich vorgenommen in diesem Blog nicht mehr so viel Gefühlsgedöns zu schreiben.. aber von Zeit zu Zeit muß man einfach seine eigenen Regeln brechen um mit Dingen umzugehen die einen beschäftigen. Meine Beziehung zu Haustieren wurde mir praktisch aufdikitert, denn als ich vor gaaaaaaaanz langer Zeit mein Herz traf, lebten dort schon zwei Streuner auf 8 Pfoten mit Ihr zusammen. Ick war sozusagen der NEUE und wurde mit Katzenaugen argwöhnisch akzeptiert.. auch weil ich immer nett die Dosen öffnete. Das Mädel unter den Vierpfötchen wurde aber nach unserem Umzug zu aggresiv für den kleenen Kerl und somit gaben wir sie in gute Hände ab….

Doch so ein Katerchen alleine war nix.. und ich stimmte zu „meine“ ersten 50% Anteile an einem Kater mitzuerwerben… einen beigefarbenen British Kurzhaar Kater mit blauem Blut. In all den Jahren gab es viele spaßige, nervige, gruselige, unterhaltsame, überraschende, gewöhnliche Situationen mit dem Vierbeiner. Manchmal wünschte man sich die Nervensäge an die Wand zu tackern – doch meistens war es eine Bereicherung. Dann eines Tages ging der erste der beiden Knaben und zurück blieb ER. Nun hätte man ihm wieder eine jüngere Katze vor die Nase setzen können… aber er machte nicht den Eindruck jemand zu vermissen.. er nahm sich einfach unsere Aufmerksamkeit wie der feine Herr es mochte. Gerne auch mitten rein ins Geschehen…

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Diese Energie blieb bis vor ca. 6 Monaten, da nahm das Verhalten eine komische Wendung… normalerweise konnte man den feinen Herr nur mit teurem Fressen dazu bringen etwas zu sich zu nehmen und dann auch nur Häppchenweise… leckte er die Näpfe nun buchstäblich bis auf den letzten Bissen aus. Außerdem wirkte er schmuddelig, stumpfes Fell und extremes Trinkverhalten ließen uns kein Zweifel daran das da was nicht stimmte. OK… eine bei älteren Katzen weit verbreitete Krankheit, die Schilddrüsenüberfunktion schien die Ursache zu sein.. es gab Antibiotika und und und.. aber die Schilddrüse wuchs weiter und weiter – bis alles was son ein Tier braucht.. nämlich Luft zu atmen und Nahrung nicht mehr durch den Hals passte.

Die Entscheidung fiel uns schwer war aber leider notwendig… über Leben und Tod zu entscheiden ist manchmal eine erschreckend rationale Geschichte – es ist teilweise ein eiskalte Abwägung. Aber kann man in der Situation nur rationell denken….. ? Ehrlich gesagt war der gestrige erste Abend ohne IHN anders… es fehlte wer.. jemand der mich darauf hinweist das es absolut eine Frechheit ist um 1 Uhr ins Bett zu gehen – da wurde Katerchen nämlich erst richtig munter und gab jede Nacht Konzerte in den schönsten Stimmlagen. Nun weiß ich zumindest das das Gerücht der sieben Leben eine Lüge ist….

RIP…. Adrien von Lazulys aka Whiskey 30.04.1994 – 23.07.2009

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3 COMMENTS
  1. Silky Queenan

    Hi Sheila,
    Sowas ist richtig heavy – und glaub‘ mir eines: Ich weiß, wie Du Dich jetzt fühlst. Meine Mizze ist im vorigen Jahr im Frühsommer nach kurzer, aber schwerer Krankheit gestorben – da hat auch kein Tierarzt mehr helfen können, obwohl ich da keine Kosten gescheut habe.
    http://tinyurl.com/nsjsor
    Wenn es sowas wie einen Katzenhimmel wirklich gibt, dann ist Dein Whiskey jetzt da drin, das solltest Du glauben … und in ein paar Monaten bist Du wohl auch selber wieder soweit, daß Du daran denken wirst, Dir einen neuen Stubentiger zuzulegen. Ich habe mir Ende November wieder so ein ungeliebtes Geschöpf aus dem Tierheim geholt. Den habe ich „Felix Da Housecat“ getauft und der lebt jetzt bei mir wie Gott in Frankreich 😉
    Halt Die Ohren steif – das wird wieder!
    Liebe Grüße
    Silky aus Alemannia City

  2. Hillary Hollywood

    Oh man Sheila. Geht mir ziemlich nahe! Und Menschen die keine katzen haben, können es leider nicht so nachvollziehen, das so ein Verlust ziemlich schmerzt!

    Wir haben auch 2 Katzen, sind jetzt 4 Jahre alt. (Menschen Jahre)

    Ich mag garnicht an diesen Moment denken, könnte sobald ich es tue sofort los heulen!

    Man leidet mit wenn es den Samtpfoten schlecht geht, freut sich mit ihnen wenn sie drollig drauf sind und ärgert sich wenn sie Mist verzapfen!

    Fühle mit Euch!

    Bisher hat es keine/r meiner Bekannten geschafft den Satz „Danach hole ich mir nie wieder eine Kazte“ umzusetzten!

    Herzliche Grüße, Hillary

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