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Katharine Mehrling singt Piaf in der Bar jeder Vernunft

oder als Gott Stimmen vergab… stand die kleene Katharine jaaaaanz vorne in der Reihe

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Den Ball im Savoy hab ich schweren Herzens 2013 nicht geschafft… aber seit am Rande der Nacht im Wintergarten hat Katharine mich mit jeder Vorstellung verzaubert. Im Augenblick des ersten Tones greift sie mit gewaltiger Kraft nach deiner Seele und umgarnt diese mit betörendem Charme. Das alles schafft diese fantastische Sängerin „nur“ mit ihrer Stimme. Man mag sich nicht ausmalen was sie mit dem Rest des Körpers alles verzaubern kann… ;). Das Programm, das sie gerade als kurzes Gastspiel in der Bar jeder Vernunft darbietet ist eine Heimkehr in die Stätte, die ihr über 250 mal mit Cabaret ein Bühne zum wirken bot… und genau das spürte man gestern. Diese ungeheure Energie, die zwischen ihr und dem Zelt auf dem Parkdeck in der Luft lag… sie war Teil der Magie.

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Es ist immer gefährlich zu behaupten das es dieser eine besondere Abend war an dem die Seele von Edith Piaf ganz nahe war… weil viele dieser wunderbaren Künstlerin Tribut zollen aber neben mir rollten die Tränen der Berührung, die gleichermaßen Tränen der Verzückung waren und das obwohl die französische Sprache eine Barriere darstellte, die noch nicht überwunden wurde. Es war einfach die Stimme einer Person die hingebungsvoll den Raum erhellte und auch bei mir einmal mehr Fassungslosigkeit hervorrief. Gleichermaßen ließ es sich Katharine nicht nehmen intolerantes Scheuklappengedankengut verflossener Politiker zu kritisieren und Ihnen den gesanglichen Stinkefinger mit hoch erhobenen Haupt zu präsentieren. Mit dem Lied „Ich bin ein HOMO“ von Charles Aznavour berührte sie – nein.. mit dem Lied forderte sie auf, die Augen weit zu öffnen und zu verstehen was in dieser Welt gerade abgeht!

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Doch nicht nur Katharine verzauberte, der virtuose Akkordeonist Vassily Dück, der ihr wohl schon ein halbes Leben musikalisch zur Seite steht, verstand es, die Emotionen zu bewegen. Er ließ nicht nur kleinen Tontropfen in den großen Ozean fallen, sondern spielte jedem Hörorgan im gesamten Zelt, eine akkustische Flutwelle in die Muschel… es war, wie schon damals mit der Jazzlegende Rolf Kühn im Wintergarten, die perfekte Kombination. Und ich fragte mich: Wo findet sie nur immer so Ausnahmetalente ;). Abschließend stimmte das Lindenquintett der Komischen Oper Berlin zum großen Finale mit ein und gaben dem gesamten Abend, das allseits beliebte i-Tüpfelchen. Vorbei war die Reise ins Paris der Boheme, vorbei war die Geschichte über die Reise ins Uralgebirge, vorbei waren die Klassiker „Je ne regrette rien“ und „La vie en rose“ – schluchtz –  deshalb hätte ich an dieser Stelle als verwöhnte Web 2.0 Userin so gern die Repeat Taste gedrückt um alles nocheinmal zu erleben… Ihr habt zumindest an den kommenden beiden Tagen noch die Chance die letzten Karten HIER zu ergattern…

 

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