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Joey Arias und Sven Ratzke live im BKA Theater

oder setzt Dich niemals vor Thierry Mugler!

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Was soll ich sagen.. meine Erwartungen wurden übertroffen. Ich liebe Sven Ratzke. Ich liebe es von ihm mitgenommen zu werden auf seinen Reisen in die Welt der Tagträume und skurillen Anekdoten genauso wie seine stimmgewaltigen Abenteuer, die in Verbindung mit seinem Pianisten Charly zu einem Feuerwerk für die Ohren aber auch die Augen mutieren. Das dann auch noch Joey Arias in einer Art und Weise seine Anwesendheit zelebriert, das einem der Schnabel offen steht, war so nicht erwartet – zumindest nicht von mir. Ich hatte bereits ein/zweimal das kurze Vergnügen mit Joey Arias aber noch nie durfte ich seinem Organ so lange am Rockzippel hängen. Sorry… Mr. Mugler – ick fands wundertoll. Ja… naja.. ihr habt richtig gelesen…  ich hatte das zweifelhafte Vergnügen direkt vor Thierry Mugler platziert zu werden, bzw. da der feine Herr deutlich zu spät kam wohl eher er mit der gesamten Entourage hinter mir. Natürlich darf ein Mugler sein Kommen mit genügend Krach und wenig Rücksicht auf das Bühnengeschehen ausleben. Schließlich ist man ja „der“ Mugler. Ich könnte jetzt noch was zum Äusseren loswerden – möchte aber sachlich bleiben – aber hey… was iss’n da passiert? Kann mir das mal jemand erklären?

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Nicht nur das der Typ gefühlt während der ganzen Show hinter mir gequatscht und gelästert hat.. nee .. der hat auch irgendwas in Richtung ADHS im Blut. Dauernd wurde bewegt, geturnt, gequatscht, gelabert, getuschelt und hin und wieder folgte der Herr Designer auch dem Geschehen auf der Bühne, um mal wieder die Leistung „seines“ Joey zu bewerten. Es ging sogar so weit das spontane – aufs Publikum bezogenen Reaktionen von Joey mit einem „come on make a point“ bewertet wurden. Tja.. was soll man da sagen – selbst ein Blick meinerseits in die hintere Reihe störte dort wenig. Schließlich habe man ja nichts bezahlt und umso weniger schien der Wert der Vorstellung. I dont know. Jedenfalls war das in meinen Augen unglaublich anmaßend und respektlos – einerseits gegenüber den Künstlern aber auch gegenüber den unmittelbar nebenan sitzenden Gästen. Joey musste mehrmals die Premiere von „Wyld“ und den Zusammenhang mit Mugler erwähnen – so als wenn es komplett das Werk eines Mannes sei – was da am kommenden Donnerstag Premiere hat. Mr. Mugler verliess weit vor der Zugabe  den Abend und das nicht ohne die nötige Geräuschkulisse 😉 – bravo welch ein Auftritt.

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Naja.. ehrlich gesagt hab ick auch erst in der Pause bemerkt, das der ungehobelte Kerl da hinter mir Mugler ist.. und wurde auch gleich mit seiner herzlichen Art in Hinblick auf die Frage ob man zusammen auf einem Bild posieren könnte „belohnt“. Man wäre jetzt nicht in der Stimmung um Paparazzis ein Bild zu gewähren. Mnhhh… Ok.. mag sein das ich seinerzeit Wesenzüge eines Paparazzis ausgelebt habe und es mag auch sein das man nicht jeder x-beliebigen Verkleidungskrähe, wie mir, ein Foto gewähren muss.. aber hey… „Mr – ich – mach – was – will – weil – ich – hab – 10kg – Steroide – im – Körper“ … Freundlichkeit und Höflichkeit gegenüber seiner Umgebung kann man sich offenbar doch wegtrainieren und wegspritzen – Herzlichen Glückwunsch. Wenn man mich jetzt Fragen würde ob ich ein echten Mugler tragen wolle – dann würde ich wahrscheinlich zweimal überlegen – und letztendlich JA sagen 😉 .. loool… weil designen kann der Typ bekanntermaßen und solange er mir das nicht auf den Leib legen muß …

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Doch um noch mal auf den Kern des Abends zurückzukommen, so darf ich sagen, ich hatte trotzdem viel Vergnügen. Joeys Stimme und seine Präsenz auf der Bühne in Verbindung mit dem einmaligen Charly Zastrau am Klavier waren grosses Kino. Zwar wirkte das kurze gemeinsame gesangliche tete a tete etwas sehr improvisiert aber ditt machte mir nüscht – letztendlich improvisieren wir alle auf der Bühne mehr oder weniger 😉 😉 An dieser Stelle möchte ich kurz auf die kommenden Abende von HEDWIG im BKA  hinweisen, die in 2015 von niemand anderem als Sven Ratzke illustriert werden. Pflichttermine!!!

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