Queerlesque Magazine – Kultur – Burlesque – Dragqueen – Berlin
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Irre Schatten der Vergangenheit?

oder ein Besuch im juten alten schweißtreibenen Kellergewölbe…

Ein bissl war es wie nach Hause kommen – der Besuch in Nina Queers Irrenhouse, nachdem ich ein wunderbares Essen im La Cocotte und eine schöne Comedy Burlesqueshow im Kookaburra erleben durfte.. (dazu morgen mehr)…  und doch war es ganz anders als sonst. Die letzten 6 Jahre hatte mein Besuch im Irrenhouse immer irgendwas mit Arbeit zu tun. Ständig war ick unter Druck bloß nicht die Show zu verpassen, ohne selbst gebucht zu sein, denn mein Hauptanliegen an den Abenden war das Videomaterial der Dragshows. Ich vermute das ist nun Geschichte, auch wenn es mich etwas in den schlecht geklebten Fingernägeln gejuckt hat und ich wie automatisch zur Bühne stürzen wollte, aber mal wieder nicht durchkam, als die bekannte Showmelodie erklang. Jetzt kann man sich fragen watt issn mit der los – hattse ihre Tage? Nee hattse nich.. nur eben keene Lust mehr aus Liebhaberei die janze Arbeit auf mich zu nehmen. Denn es gehört mehr dazu als die Kamera in Richtung Bühne zu schwenken. Schließlich darf man sich auch im Schweiße der drängelnden Gäste suhlen um sich dann ggf. noch eine Ladung „whatever“ abzuholen. *loool*


Alles das war ja noch erträglich aber danach begann die wirkliche Arbeit – Videos überspielen, sichten, schneiden, hochladen ….. um dann von YOUTUBE aus Urhebergründen gelöscht zu werden. Nee Kinders… es macht wenig Spaß wenn GEMA und andere Rechteinhaber sämtliche Showvids der Dragqueens killen. Wer jetzt auf andere Portale verweist hat leider wenig Ahnung. Vor gut 2 Jahren hab ich schonmal 3 Jahre Videodokumention verloren… zumindest Online. Darauf hab ick einfach keen Bock mehr. Da aber Dragqueens meist aktuelle Musiktitel lippensychron interpretieren führt kein Weg dran vorbei…. als diese Ära abzuschließen. Auch ist meine Motivation geprägt gewesen von dem Willen Euch allen ein bissl Underground Kultur zu präsentieren – doch auch hier sprechen die Zahlen meines Videoblogs ein klares Statement. Während Filme von Burlesque Events oder Red Carpets schnell zumindest einige Besucher vorweisen, spielen sich die Klicks auf Dragvideos im Bereich von unter 100 ab… Einerseits war mir offenbar nicht möglich eine breite Masse für die Kunstform zu gewinnen, andererseits ist auch das monitäre Feedback unterirdisch gewesen. Natürlich darf man nicht alles in Geld aufwiegen aber ganz ehrlich… an der Kasse im Einzelhandel wollen die Menschen trotzdem Geld  :-).

Und watt soll ick sagen… irgendwie war es OK. Es hat kaum weh getan. Es war wie ein kalter Entzug. Und als Nina dann die „wunderschönen“ abschließenden Worte sprach… war der Spuk in meinem Kopp auch schon vorbei. Innerlich sprach etwas zu mir… „Kieke nu is vorbei“ – was natürlich quatsch war… weil diesen Streß hab ick mir immer selber gemacht. Erst im Nachgang hab ick mitbekommen das die Show irgendwie anders ablief als angekündigt und mit Olga Wodka eher unüblich besetzt. Stella war in Übersee und Mataina war… wech… Naja.. ick genoß meinen Drink und ein paar interessante Gespräche mit „Nachwuchs“ – denn offenbar gehöre ick seit längerer Zeit zum alten Eisen. Zumindest hab ick ditt irgendwie im Jefühl wenn ick von Leute um Tipps gebeten werde, die meine Kinder sein könnten… und dennoch… ick werde wohl niemals aufhören nützliche Facts auszuplaudern. Schließlich hab ick damals auch ein paar Infos erhalten… wobei… wenn ick janz doll nachdenke, fällt mir jetze gar nicht so viel ein… ausser das ick doch bitte die Hand ruhiger beim Filmen halten sollte *looool* … nee Spaß beiseite – ich werde entgegen einigen Gerüchten nicht aufhören das Irrenhouse zu besuchen wenns sich anbietet (solange ick willkommen bin ;-)) und kann jedem Neu“huhn“ ein Besuch im Keller von Friedrichshain empfehlen. Die traute Regelmäßigkeit ist für mich aber leider nicht mehr sinnvoll – außer ditt Froilein Queer bucht mich dauerhaft ;-)

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