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Irmgard Knef – eine Premiere kann eine Lücke haben

oder endlich wieder ein Abend mit der Knef – Kindchen fahr ab…

blog-Irmgard-Knef
© Robert Recker (leider nur ein Pressebild – da ich nicht knipsen durfte / wollte)

Ich weiß gar nicht wann ich Irmgard das letzte Mal gesehen habe, war es im BKA?? egal.. auf jeden Fall war es köstlich. Intelligente Heinz Erhardt Sprachgebilde mit schmissigen Wortwitz und beissenden Humor des 3. Frühlings. Die Geschichte ihrer gemeinsamen Vergangenheit mit der berühmten Schwester ist einfach zu grandios. Immer mehr Details erfährt man über die doch recht unterschiedlichen Karrieren der beiden „Blutsverwandten“. Wieder schafft sie es dem Zuschauer, die ihr Programm „Ein Lied kann eine Krücke sein“ so glaubhaft zu verkaufen, das man hinterher am liebsten fragen möchte, ob die berühmte „Schwester“ Hildegard jemals ihren Humor verstanden hat? 😉 …

Die Bar jeder Vernunft platzte am letzten Donnerstag aus allen Nähten, denn die Knef ist einfach ein dollet ollet Zugpferd, das selbst kurz vor der 100. noch kräftig zieht. Auch die Vorfreude war deutlich zu spüren und die ersten Lacher liessen nicht lange auf sich warten. Bei der Bühnendeko reicht dem I-Promi der Lieblingssessel und eine Discokugel. Irmgard ließ auch nicht lange auf sich warten und schmetterte gleich zu Beginn einige Schlager durch die heiligen Hallen. Persönlich genoß ich wieder ihre dunkle Stimme, die wunderbaren Betonungen, das leicht herablassende Nuscheln und natürlich die sarkastische Geschichten übers Älterwerden und ihren mehr oder weniger erfolgreichen Weg durchs Showbiz. Das schöne bei so einer Premiere ist natürlich auch das Wiedersehen mit der üblichen Verdächtigen der Bar jeder Vernunft. Man könnte auch sagen – die Familie war wieder da :). Unter anderen traf man Sharon Brauner, Margot Schlönzke, Tetta Müller und Lo Malinke (leider getrennt), René Koch (dessen Ausstellung ich ja immer noch nicht gesehen habe), Bridge Markland, Ralph Morgenstern und viele mehr…

Es fiel mir sooooo schwer mich kurz vor der Pause zu verabschieden und den Rest des Programms durch eine Lücke zu füllen. Normalerweise sind die Tage dieser inneren Unruhe längst vorbei, Eventhopping gehört Gott sei Dank der Vergangenheit an. Aber wenn ein guter Freund sich einmal die große Show im MB Fashionzelt antut.. dann muss man dieses einmalige Erlebnis leider vorziehen. Ich hoffe jetzt ganz doll das Irmgard nicht demnächst die Rente verkündet – dann ärger ich mich doch wieder, wie damals bei Johnny Cash :). Noch bis zum 31.1. solltet Ihr Euch das Programm auf dem Parkdeck in der Schaperstrasse einfach anschauen – Ulrich Heißig als Irmgard kennt kein Pardon und wird Euch schamlos begeistern.

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