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Im Weissen Rössl am Wolfgangsee

oder Augsburger Puppenkiste trifft auf die frühen Jahre der Geschwister Pfister

Puppenspiel ist ja immer wieder spannend. Im Moment boomtder Markt. Rene Marik, Jeff Dunham und sogar im Wintergarten spielt aktuell eine Handpuppe ein große Rolle. Das die Holzpuppen mit den menschlichen Zügen noch lange nicht ins Museum gehören beweist ein kleines aber sehr feines Gastspiel in der Bar jeder Vernunft. Zum zwanzigjährigen Jubiläum wird nocheinmal das Weisse Rössl charmant in Szene gesetzt. Doch wer jetzt glaubt das die Geschwister Pfister, Max Raabe, Otto Sander und die weiteren Akteure der damaligen Produktion auf der Bühne standen der irrt. Die Hauptdarsteller waren diesmal  die anfangs erwähnten Puppen, die von zwei Strippenziehern zum Leben erweckt wurden. Und damit nicht genug… die beiden Marionettenspieler waren auch noch Teil des Schauspiels. Man kann also sagen das beide Schnurakrobaten die gesamte Crew von damals gedoubled haben… das nenn ick ma Personaleinsparung 😉

So ganz stimmt das aber nicht. Denn natürlich saßen Toni Pfister und Frl. Schneider am Mikrofon und haben nochmal die Gesangseinlagen von damals zum besten gegeben. Begleitet wurden sie wie damals vom wunderbaren Jo Roloff. Ditt war einfach ein Revival der besonderen Art. Auch wenn meine erste erlebte Bar jeder Vernunft Produktion NICHT das Weisse Rössl war, so kann ich stolz eine Aufzeichnung aus den frühen Tagen der Pfisters im Regal mein eigen zu nennen…. im übrigen läuft das just in diesem Moment… Kinnas… watt waren wir damals noch jung. 🙂 … Doch bevor ick nun wieder sentimental abschweife in meene Kindertage, noch ein paar Facts zur Puppeninszenierung des Weissen Rössls das auf jeden Fall aus der Liebe zu diesem Stücke entstanden sein muß. Soviel Detailverliebtheit entsteht nur aus wahrer Begeisterung – ick wees ditt! Für alle die jetzt denken das sie aus dem Puppentheater ja schon längst rausgewachsen sind – sei angemerkt… dankta meene lieben… man ist nie zu alt um mit Puppen zu spielen oder zumindest zuzukieken.

Natürlich saßen alte Bekannte im Zuschauerraum, Otto Sander und Katharina Thalbach liessen sich die kleine Hommage an die ersten Zeiten im Kulturzelt nicht entgehen. Und natürlich war Ursli Pfister nicht weit 🙂 … der einerseits eine neue Produktion für das Pfistertrio im nächsten Jahr andeutete und anderseits ließ mich auch Toni nicht doof sterben und sprach von einer neuen Rolle der drei Pfisters in der Komischen Oper Berlin. Schmankerl dabei : Ursli spielt wieder een gnädiges Froilein ;-). Ditt nächste Jahr wird also wieder im Zeichen der Pfisters stehen… und wer es bis dahin nicht mehr aushält sollte der Bar jeder Vernunft einen Besuch abstatten und in der Vergangenheit schwelgen und das Puppenspiel bewundern…

PS.. eene kleene Anmerkung noch zur Sache… ditt wa ma wieder entzückend ne dufte Bärliner Schnauze in live zu aleben und wenn ick ditt so sajen darf… ja sojar een Hochjenuss :-).

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