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Ick Hans Liberg im Berliner Zelt am Kanzleramt

oder eine gewisse musikalische Grundbildung des Publikums wird vorausgesetzt… 🙂

Zur Premiere von „Icke Hans Liberg“ waren meine Erwartungshaltungen wieder mal extrem geerdet. Icke hatte nämlich keene Ahnung wer Hans Liberg überhaupt ist. Auch unsere Tischnachbarin im TIPI, die mir seine Künste vor der Show wärmstens empfohlen hat, konnte meine Neugier nicht wirklich steigern. So ließ ich mich beeindrucken von jemanden, der augenscheinlich einiges von klassischer Musik verstand und trotzdem gern mal damit seine Scherze treibt. Während der ca. zweieinhalb Stunden griff er aber nicht nur in die Tasten des Klaviers sondern bespielte auch Trommel, Banjo und Blockflöte …

Dabei ließ er sich ab und an von einer zwei- .. nein.. sogar dreiköpfigen Band begleiten, denn ab und zu tauchte ein ELTON auf. Kennt ihr oder? Ein Elton ist ein Wesen das sich generell zum Horst macht und auf der Bühne rumhampelt. Ich glaube Stefan Raab hat diese Spezies erfunden. Mit einem Elton kann man alles machen. Ihn mit Tutu über die Bühne hüpfen lassen, ihn verbal missbrauchen oder ihn als Puppenspieler einsetzen. Letzeres ist dann die Bonbon Aufgabe 🙂 – damit sich ein Elton auch wohlfühlt. Nun… ich hatte mehrere Anflüge von Schmunzelattacken und konnte sogar ein-/zweimmal herzhaft lachen.. was allerdings eher ausgelöst wurde, durch eine Dame hinter mir, die mit dem Programm von Hans Liberg sehr viel anfangen konnte. Auf den Instrumenten, vor allem aber auf dem Klavier versteht er seine Arbeit wie kaum ein anderer den ich kenne. Er arrangiert beispiellos nahtlose Übergänge zwischen verschiedenen Stilepochen oder Komponisten und integriert das Publikum von der ersten Minute an… Es DARF ALSO GESUNGEN WERDEN und das querbeet.

Wären es nur weitere 59 Minuten gewesen hätte ich wahrscheinlich den folgenden Satz gar nicht geschrieben aber es wurde in der zweiten Halbzeit für mich dann eher langatmig um nicht zu sagen unspannend. Wenn man anfängt auf die Uhr zu schauen dann läßt die Neugier wohl nach und spätestens dann wird es schwierig .. Auch die mehrfach gestellte Frage: „Was wollt ihr noch hören“ läßt in mir auch immer ein etwas improvisiertes Programm vermuten – was zwar generell nicht schlimm ist.. aber in dem Fall wenig abwechselungsreich. Der Niederländer Hans Liberg ist auf dem Klavier ganz großes Theater, was ein großer Teil des Publikums auch mit viel Applause beantwortet hat, aber für mich ein Hauch zu langatmig, manchmal ist dann weniger doch mehr – was wiederum manch einer auch zu meinem Outfit im Friedrichstadtpalast gesagt hat 😉 … dennoch wer gern live mitsingen mag sollte sich bis zum 28.10. für das Gastspiel im TIPI Karten reservieren… oder seine Homepage besuchen. Ich schaue mir doch lieber seinen Kollegen Sven Ratzke an….

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