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I am Divine – das Leben einer ganz normalen Diva

oder eine Biography, die ich mit gecrowdfundet habe

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© Jeffrey Schwarz / I am Divine

Ja.. ick gehöre noch zu der Generation, die die olle Divine in den Musikcharts live erlebt hat. Natürlich war der Film Polyester Kult und auch die seichte Komödie Hairspray war ein Kinoerlebnis meiner Generation. Divine war immer irgendwie da.. bis sie 1988 plötzlich nicht mehr da war. Menschen wie Divine haben es verdient, das sich jemand an sie erinnert und das jemand das Leben beleuchtet in Form einer liebevollen Dokumentation. Mit Dokus ist das immer so eine Sache. Gerne werden die Klischees breit getreten und gern wird nicht ausreichend recherchiert. Kürzlich durfte ich zwei vollkommen konträre Dokumentationen über Elvis erleben und man fragt sich wo nun die Wahrheit liegt. Anyway.. i am Divine gehört nicht dazu.

Das Leben von Divine macht Spaß, liefert Einblicke in das Wirken eines großen Künstlers und zeigt auch die Höhen und Tiefen, die Befindlichkeiten und Bedürfnisse bis hin zum plötzlichen Tod, der wohl „most beautiful women of the world“ :).  Divine mochte man oder nicht… aber man kam nicht an dieser Persönlichkeit vorbei. Mit „Walk like a man“ und „I am so beautiful“ erlang sie musikalischen Weltruhm und doch war die Travestie und der Gesang nicht der finale Traum des Künstlers. Irgendwie bleibt am Ende immer der Traum von der Gesellschaft akzeptiert zu werden.  Der Beruf des seriösen Schauspielers in der Rolle eines Mannes gehörte zu den letzten großen Zielen, die leider im Keim erstickt wurden. Das Herz sagte Nein.. obwohl er mit Herzblut dabei war.

Am Ende hat Harris Glenn Milstead durch den Ruhm als Divine Unsterblichkeit und die späte Unterstützung der eigenen Familie erlangt. Wenn ihr einer Generation angehört, die wenig in der Geschichte der Travestie kramt, dann kann ich diese DVD sehr empfehlen. John Waters und viele andere wirklich große Zeitzeugen sind Teil dieses Films und musikalisch ist es eine Reise in die wunderbaren 80er – die heute schon wieder fast en vogue sind 🙂 Mehr Infos zum Film von Jeffrey Schwarz findet ihr HIER

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