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Hugo – die Magie des bewegenden Bildes

oder verdient Martin Scorsese mit HUGO 11 Oscarnominierungen?

Nachdem mir der Film HUGO in unzähligen Kinofilmen als Preview serviert wurde und jede dieser Vorschauen absolut unterhaltsam schien, kam ich nicht umher den Film auch zu schauen. Das ich erst im Nachgang mir die Handlung und die Charaktere näher zu Gemüt führte muß wohl daran gelegen haben das ich dem Film nichts atemberaubendes abringen konnte. Natürlich ist die Stimmung im Film, wie bei allen Scorsese Filmen hervorragend inszeniert, doch die Handlung und vor allem die Auflösung des Rätsels wollte mir auch nach dem Film nicht gänzlich klar werden. Im Grunde geht es um eine Geschichte in der Geschichte aus der Geschichte. Es ist eine Ode an den Filmpionier Georges Méliès der zu Lebzeiten als Pionier der Filmgeschichte, als Erfinder des „narrativen Films“ und der Stop-Motion-Filmtechnik galt. Die Geschichte um den kleinen Waisenjungen Hugo Cabret mit seiner geheimnisvollen Maschine zieht sich wie Kaugummi durch den ganzen Film und findet eine relativ unspektakuläre Auflösung mit der Entdeckung des versteckten Genies.

Doch braucht es dazu unzählige Verfolgungsjagten oder Rätsel die in der Auflösung kaum als solche mehr gelten dürften? Natürlich ist die Bildersprache riesengroß, die Charaktere allesamt hübsch, wenn auch nur Randfiguren im großen Ganzen. Als Abendunterhaltung und vor allem als Kinderfilm schreit der Film jedoch nach gähnender Langeweile. Warum also sehen die großen Filmnominierer der Oscars gleich 11 Nominierungen in diesem Streifen? Wenn darauf jemand eine Antwort hat.. ich bin begierig darauf diese zu erfahren. Einzig und allein die Hommage der fantastischen ersten Spezialeffekte in einer Zeit ohne Computertricktechnik macht großen Spaß und waren für Retroenthusiasten wie mich, eine schöne Bereicherung zumal mir der Name Georges Méliès bis Dato kein Begriff war und das obwohl mir das berühmte Bild des Mondes mit der Rakete im Auge durchaus bekannt war. Die Reise zum Mond ist aber auch ein Meilenstein der Filmgeschichte….


Trailer & Picts Paramount Pictures

Für einen Sonntag Nachmittag Film-Event reicht der Film dennoch, allein schon um den wunderbaren niemals alternden Christopher Lee zu sehen … sofern man einen wirklich großen 3D LCD Fernseher hat und sich den Streifen in Blue Ray antut…. alles andere wäre Perlen vor die Säue…. Ich bin also weiter auf der Suche nach dem Film des Jahres 2012 der „The Artist“ das Wasser reichen kann….. 🙂 obwohl der französische Streifen „Ziemlich beste Freunde“ schon toll war 🙂 !!

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1 COMMENT
  1. Fabienne

    Oh je, mir ist neulich das Buch in die Hände gefallen und ich habe es mitgenommen, da günstiges Mängelexemplar. Ein sehr schönes Kinderabenteuerbuch, dass teilweise ganze Kapitel in schönen Illustrationen erzählt.
    Natürlich ist die Geschichte fantastisch und kindgerecht, der Waisenjunge, der Ladenbesiter, das Mädche, der böse Stationsvorsteher…halt einfach alles was man für eine muntere Story so braucht.

    Nach der Lektüre habe ich erst festgestellt, dass es ja einen Film dazu gibt, und auch noch aktuell. Allerdings hört sich die Umsetzung wahrlich nicht prickeld an, warten wir ab, bis der Streifen im Onlinekino ausgestrahlt wird.

    Wer seine Kinder (oder sein inneres Kind) vor dem Einshlafen mit einer harmlosen Geschichte in Wort und Bild erfreuen möchte, dem rate ich zum Buch.

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