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Homophobie – Nein Danke!

oder mein subjektiver Erlebnisbericht der beiden CSDs – dritter und letzter Teil…

Kora van Tastisch
Die liebe Kora vanTastisch hat Angst vor Menschen wie MIR 😉 –

Ich bin ja nun ein Mensch – der seine Umwelt sehr genau beobachtet… und manchmal sogar etwas zu genau hinhört. Das wiederum hat mich auf dem Berliner und Kölner CSD aufhorchen lassen… irgendwie ist ein Wort – also ich glaube 3000mal gefallen – HOMOPHOBIE.

Homophobie (von griech. homós: gleich; phóbos: Angst, Phobie) bezeichnet hauptsächlich eine soziale, gegen LesbenSchwule gerichtete Aversion bzw. Feindseligkeit oder und „die irrationale, weil sachlich durch nichts zu begründende Angst vor homosexuellen Menschen und ihren Lebensweisen“. Quelle: wikipedia 

Ich behaupte einfach mal: ANGST vor Menschen zu haben die das praktizieren wonach Ihnen der Sinn steht und niemanden anderen dabei Schaden zufügen ist dermaßen dämlich das es schon weh tut… aber gleichermaßen dämlich finde ich die Tatsache das sich Menschen hinstellen, verallgemeinern oder noch schlimmer selber eine Phobie ausleben – nämliche „Heterophobie“. Banner wie „Nach der Fete schlägt die Hete“ sind aus meiner Sicht ähnlich dusselig wie „Türken stehlen Arbeitsplätze“ – um es mal provokativ zu übersetzen. Als ich das Plakat auf dem Berliner CSD las überlegte ich mir kurz warum ich eigentlich meine Präsenz auf solchen Veranstaltungen darbiete. Mir geht es darum das eben nicht nur schwule oder lesbische Personen in der Öffentlichkeit angepöbelt werden – sondern genauso oft… teilweise noch öfters… Transgender, Drag Queens / -Kings oder Crossdresser, sofern sie Ihre Neigung nicht hinter der geschlossenen Tür ausleben – was aber wiederum der Grund für das Versteckspiel sein dürfte.

Das schreibe ich aus eigener Erfahrung. Der Grund dafür ist im wahrsten Sinne des Wortes – offensichtlich… denn die Liebe zur Travestie ist in den meisten Fällen unübersehbar – wobei mir schon klar ist das CD, TG, TS, TV usw. alles unterschiedliche Facetten sind die ich aber mal bewußt und der Einfachheit über einen Kamm schere – denn ich behaupte einfach mal jede dieser Gruppierungen jederzeit auf der Strasse zu erkennen weil ich weiß wo ich hinschauen muß. Interessant sind auch Bemerkungen die man so mitbekommt wenn erst mal raus ist das man zwar ’ne Berliner Drag Queen ist aber eben nicht zur gleichgeschlechtlichen Liebe neigt und trotzdem auf den CSDs mitläuft. Da frag ick mich wie kommt ein Mensch der einen CSD besucht und lautstark nach mehr Toleranz schreit auf die Idee in seinem direkten Umfeld genau diese Toleranz vermissen zu lassen? Warum müssen „Randgruppen“ statt mit guten Beispiel voranzugehen doch wieder auf vermeintlich kleinere Randgruppen rumhacken – wenn auch nur verbal? Rollt Scheiße immer nach unten?

Menschen die sich prügelnd zur Wehr setzen um Ihre Respektlosigkeit zum Ausdruck zu bringen sind natürlich ganz armselige Personen – nichtsdestotrotz treffe ich auch auf meinen Reisen durch das schwule Deutschland eben genau solche Respektlosigkeit in verbaler Form…. und das zeigt mir… Arschlöcher gibt es in allen Communities – ob nun schwul, hetero oder gelbschwarz mit grünen Punkten. Und um das ganz klar zu sagen auch ich bin kein Engel – auch ich habe Vorurteile – wobei diese in keinster Weise homophob sind sondern eher eine andere „Randgruppe“ (das Wort ist echt häßlich) betreffen, die Gruppe der Respektlosen – aber ick arbeite daran…. täglich!

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