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Herausforderungen in der Holzklasse

oder ohne Krimi fliegt die Mimi nie ins Bett, nie ins Bett…

Schlafen in der Holzklasse auf nächtlichen Mittelstreckenflügen gehört zu den größten Herausforderungen die das moderne Leben mit sich bringt. Eigentlich ist es keine wirkliche Herausforderung – es gehört mehr oder weniger zu den Unmöglichkeiten des Alltags. Dabei geht es nicht darum zu versuchen in der Halbsenkrechten eine Position zu finden die das Einschlafen überhaupt erst ermöglicht… nein… es geht um all die von Mitreisenden verursachten Hürden die einer Einschlafsituation voll im Wege stehen. Da wäre zum Beispiel schonmal die Reihe hinter Dir, die, wie es der Zufall so will, einen kleinen Terroristen mit sich führen, der einfach nicht wirklich einsehen will, das die Sitze vor ihm blöderweise jemand anderem gehören, der wiederum verzweifelt versucht Ruhe zu finden. Da ist ein Dauerbeschuß mit den Beinen gegen das Rückenteil irgendwie wenig förderlich – außer man möchte eine kostenlose Rücken-Vibrationsmassage. Schön auch… das es den mitführenden Erziehungsberechtigten sowas von egal ist was das nervige Gör da verzapft und noch besser, das die Sprachbarriere ein Kommunikation auf angemessenem Niveau unmöglich macht.

Aber die Holzklasse hat noch so viel mehr zauberhafte Abenteuer zu bieten. Hin und wieder ziehen interessante Düfte durch die Reihen die unverkennbar einem Verdauungstrakt zuzuordnen sind, der höchstens zwei Jahre auf diesem Planeten in Windeln knödelt. Kennt ihr den Geruch von Kinderkacke (Robert Duwall nannte es in Apocalypse Now Napalm) am morgen? Es schmeckt … Ja es schmeckt nach süßen kandierten AA-Häufchen. Dieser Geruch brennt sich durch die Nase auf die Geschmacksknospen und fühlt sich da sauwohl… die Zunge wird taub, was einem aber erst dann auffällt wenn man versucht ein Wein bestellen will… 🙂

Wäre das alles gäbe es aber noch eine geringe Chance des zeitweisen Einnickens, doch da jibbts ja noch die Unruhigen. Jene die zu Hause locker 7 Stunden vor der Glotze hocken können und wenn man nach ihrer Bauchform urteilt, dabei weder zum Kühlschrank laufen, noch sich anderweitig bewegen. Aber im Flugzeug verspüren sie den Drang endlich was für die Figur zu tun… Erst Recht wenn der Flieger so schön groß ist und sie eine richtige Runde drehen können. Jaja so Jets mit Mittelsitzen bieten ungeahnte Möglichkeiten der Fortbewegung. Und dabei gibt sich die Airline unglaublich viel Mühe…. Ohrenstöpsel, Schlafbrillen, Kissen und flüssige Betthupferl sollen all diese Hürden nehmen…. aber ganz im Ernst… nur weil mir jemand große Federn schenkt und ich damit auf der Bühne rumflattere werde ich trotzdem niemals fliegen lernen. Manchmal muß man sich der Realität dann doch stellen ;-)…. Aber die Schlafbrille behalt ich trotzdem auf, somit bleibt mir das grenzdebile Grinsen meiner manuellen Vibrationseinheit hinter mir erspart… warum sollte man auch seinem Umfeld dauerhaft alle Sinne spendieren wenn diese selber schon von allen Sinnen sind.

Diesen Beitrag hab ich auf dem Hinflug nach DUBAI verfasst.. und nun nach meiner Rückkehr kann ich es kaum glauben das ich fast alle Erfahrungen wieder machen durfte … auf dem wunderbaren Rückflug – mit dem einzigen Unterschied das man sich auf den Hinflug freut und deswegen über einiges hinwegsieht… ach jaa…. ich liebe Economy Class !!

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1 COMMENT
  1. Denise van de Hoven

    … Wobei man sagen muss, das Economy Class einzig an dir liegt 🙂 aber ansonsten geb ich dir vollkommen recht. Fliegen Ist und Bleibt weiterhin das größte Abenteuer der Menschheit.

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