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Heisse Zeiten – die Wechseljahr Musical Revue in Köln

oder ein musikalisches Kabarett mit vielen Stellen der persönlichen Selbsterkenntnis

Es ist nicht einfach mit uns Frauen ;-). Dauernd ist uns heiß ohne das es draussen heiß ist, dauernd vergessen wir etwas obwohl wir sicher sind das wir es eingesteckt haben und dauernd müssen wir das letzte Wort haben obwohl eigentlich alles gesagt ist. Tja… so isses nunmal mit uns hormonellen Zeitbomben, wir sind hochgradig explosiv. Im dauernden Östrogenschleudertrauma befinden wir uns auf der Überholspur und machen uns mal nix vor – dieser Planet wäre eine gelangweilte Schlipsträger Zivilisation, wenn es uns Frauen nicht geben würde. Ähhm.. moment… ich bin ja nicht wirklich gemeint, denn obwohl meine werte Mutter sich bei ihrem Erstgeborenen gern ein Madel gewünscht hätte bekam sie ein Jungen der hin und wieder ganz passabel die Geschlechtergrenzen durchbricht, um zu zeigen das nichts wirklich fest steht im Leben und das meiste sowieso nur eine Illusion ist. Vielleicht ist es die Hingabe zu meiner Rolle als Sheila Wolf das ich mich in dem Musical das ein oder anderemal wiederfand… ach Entschuldigung… das war ja eine Revue. Wobei auch das nicht dem Gesehenen entsprach.. ick nenn ditt gezeigte „ein musikalisches Kabarett“.

Im Grunde war „Heisse Zeiten“ ein willkommener Grund diesem Fashion Week Berlin Chaos zu entfliehen. Noch eine Party und noch ein Event und noch schönere Menschen, die sich um die Gunst der Presse schlagen brauchte ick nicht wirklich. Ich verabschiedete mich also sehr gerne mit den Worten… Sorry muß zu einer Musical Premiere nach Köln, ohne wirklich zu wissen was mich erwartete. Ne Heisse Zeit sollte es aber tatsächlich werden, denn was als Premiere angekündigt war, entpuppte sich als nette vorabendliche Unterhaltung mit Situationskomik. Damit meine ich erstmal noch nicht das Stück.. sondern den Moment als mich die Presseabteilung vor die Pressewand stellen wollte der BILD Fotograf irgendwelche Promis ablichten sollte. Nun ehrlich gesagt hab ich auch hilflos gesucht… und lediglich auf der Damentoilette im Spiegel ein Berliner Subkultur Sternchen erblickt *looool*.

http://www.youtube.com/watch?v=lAewiifKdfA

Aber wer wird schon meckern wenn gleich zu Beginn erstmal vier Transen die Show eröffnen. Alle vier glatt rasiert, hervorragend geschminkt, elegant in der Bewegung und mit mindestens 14 cm High-Heels ;-). Die Rede ist von der Band. In dem Augenblick wußte ick warum ich eingeladen wurde *lool* … ne ganz im Ernst… abgesehen davon das die Revue nur ein Bühnenset hatte und ick an dem Abend gern mal als Kerl in der Menge untergegangen wäre – gab es mindestens 7 Gründe hinterher den Besuch nicht bereut zu haben:

  1. ALLE.. wirklich alle Gäste glotzten sich die Augen aus den Stirnhöhlen *haha*
  2. ich bekam Free Drinks als VIP 🙂 (immer gut in solchen Fällen)
  3. die Platzierung war supertoll (nur leider hatte ich eine Kontaktlinse kurz vor der Show verloren…. das war vielleicht ein Scheiß als einäugige Piratin den ersten Teil der Revue zu erleben)
  4. Die Revue, das Musical oder wie immer man es nennen mag.. war komisch.. ja es hatte viele komische Momente in denen ich mich wiederfand – im Gegensatz zu einigen Herren der Schöpfung die in unmittelbarer Nähe saßen
  5. Es gab 80% Frauen, 19,997% Männer, 0,002% Transvestiten und 0,001% Drag Queens – ich war damit wiedermal sowas von unique… 😉
  6. … und das ist ein wirklicher Grund auch für die männliche Bevölkerung das Musical zu besuchen.. die Auswahl der Songs war Klasse. Ein Klassiker jagte den nächsten… i like the Soundtrack!!
  7. Der Musical Dome in Köln serviert Currywurst zur Aftershow-Premierenfeier…. ick fühlte ma wirklich jeherzt und heimisch 🙂

Als inoffizielle Kulturattachistin Deutschlands – ditt is die weibliche Form von Kulturattaché, nur falls jetze jemand fragen möchte… kann ick nun feste behaupten: es waren heiße Zeiten im Musical Dome in Köln und ich hab gelacht – mehr brauchste nich zum glücklich sein. Das ein ähnliches Stück gerade in Berlin in den Wühlmäusen Premiere hatte verwunderte mich als bekennende Kulturinteressierte zwar schon und auch das noch ein drittes mit dem Namen Menopause kurz vor den ersten Proben gestoppt wurde – aber wer viel fragt bekommt viel Antwort. Jedenfals wünsche ick viel Spaß bei der „Klimakteriumsshow“ von Gerburg Jahnke für die bekennende Frau ab 40 oder jene die wissen wollen was Östrogene so alles anrichten können . 😉

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