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Hänsel und Gretel im der Komischen Oper Berlin

oder Hex Hex….

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Die Komische Oper in Berlin hat mich letztmalig mit „Kiss Me Kate“ wunderbar unterhalten. Und wenn ich etwas von „außergewöhnlich“ und „speziell“ lese bzw. höre, klingeln meine Alarmglocken und ein Besuch ist unvermeidbar. Auch bei dieser Premiere musste ich auf jegliche Kriegsbemalung verzichten, da der Vorabend eher eine Vornacht war und wir mit dem ersten Queer Burlesque Riot Abend eine Frühschicht einläuteten, aber dazu im kommenden Beitrag mehr. So incognito gab es allerdings die Möglichkeit die Menschen zu bestaunen die sich ihrerseits für diese Veranstaltung herausgeputzt haben. Ohne anmassend wirken zu wollen hätte ich liebend gerne manchen Damen einen Gutschein für eine Stilberatung in die Hand gedrückt aber das soll nicht Thema des Beitrages sein.

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Denn auf der Bühne haben die Stage- und Kostümdesigner wieder ganze Arbeit geleistet. Eine etwas skurrile Videoanimation aus Eiern, Erbeeren und klappernden Gebissen leitete das Stück ein und es zeichnete sich ab, das Hänsel und Gretel kein Stück für die lieben Kleinen wird. Das sehr übersichtliche erste Set vermittelte eine gewisse OP-Sterilität und ließ die Aufmerksamkeit auf die beiden Hauptakteure Hänsel und Gretel zu, die in dem Fall von zwei Frauen gespielt wurden. Während die Musik wie immer klangvoll aus dem Orchestergraben hallte, hatte ich das Gefühl der Gesang hätte etwas mehr Kraft gebrauchen können. Nicht immer war alles zu verstehen… doch meine digitale Sitzsouffleuse half mir in der Not weiter. Vom Hunger geplagt werden beide Kinder von der Mutter in den dunklen Wald ausgesandt um Beeren zu sammeln. Ein Wald aus überdimensionalen Besteck ließ kein Zweifel mehr zu… spätestens ab jetzt hat auch der letzte Besucher gemerkt, das wir uns in einer abgedrehten Inszenierung des alten Klassikeres wiederfanden. Mein Augenmerk konzentrierte sich natürlich auf die Kostüme der Nebendarsteller. Wunderbar glitzernd kamen Sandmann und Glitzerfee daher um den beiden Verirrten den Weg durch den Wald zu weisen.

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Letztendlich ließ das unvermeidliche nicht lange auf sich warten.. die beiden Kinder trafen auf das Knusperhaus. Einer übergroßen bunte Torte mit Lollys und süssen Verlockungen kann man natürlich mit leerem Magen nicht wirklich widerstehen, auch wenn man irgendwie ein ungutes Gefühl dabei hat. Denn die böse Hexe lauerte wie eine Spinne im Netz oben auf der Torte. Also ick hab ja schon viele Glitzerfummel gesehen aber dieses Kostüm schlug alle bisherigen Travestieroben um Kilometer. Wie eine grüne Discokugel funkelte die Diva hoch oben und im ersten Augenblick hätte ich schwören können, diese Rolle ist einer Dragqueen auf den Leib geschneidert… Ru Pauls Drag Make-up Jury hätte ihre wahre Freude an der Figur gehabt. Doch letztendlich entpuppte sich die Rolle als Faux Queen. So nennt man Frauen in der Rolle von Drags. Ein ganz kleines bisschen war ich enttäuscht, denn ich hätte es originell gefunden auch hier die Gender zu tauschen…

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Hänsel und Gretel war eine lustig musikalische Reise durch mein altes Kinderzimmer, nicht immer konnte ich alles interpretieren was auf der Bühne geschah aber wozu auch? Ich könnte mir allerdings vorstellen das so manch Elternteil arge Probleme hatte, den mitgeführten Sitzzwergen die Handlung zu erklären *lool*.

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1 COMMENT
  1. Maren

    Drück mir ma nen Gutschein für ne Stilberstung in die Hand! Das würd lustig werden ????

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