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Habe die Ehre in der Arminiusmarkthalle

oder ein Schmankerl im fast schon angesagten Moabit

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Berliner Markthallen sind ja nicht erst seit gestern ein Geheimtipp für spannende Vielfalt und leckere Überraschungen. Junges Streetfood trifft auf klassische Marktstände. So auch in der Arminiusmarkthalle in Berlin Moabit. Besonderer Clou sind auch hier die offenen Restaurants die sich Tisch an Tisch, Stuhl an Stuhl nebeneinander in das Konzept einreihen und auch weit nach Ladenschluß dem Gemäuer Leben einhauchen. Diesesmal hatte ich das genußvolle Vergnügen echte österreichische Schmankerl im „Habe die Ehre“ zu verspeisen. Es begann schon mit dem Vergnügen die Halle zu betreten und die Gerüche und das bunte Treiben aufzunehmen und zu erleben.

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Die Karte selbst wirkte auf den ersten Blick sehr übersichtlich aber auch saisonal geprägt. Klassiker wie Leberkäs und Tafelspitz scheinen Dauerbrenner zu sein, aber auch hier gibt es offenbar Specials. So kamen wir z.B. in den Genuß von einer der letzten drei Portionen Chili-Leberkäs. Doch zuvor gab es gebackenen Ziegenkäse mit Rosenkohl – die als Einstand schonmal sehr schmackhaft waren! Statt Cola gabs Enzianlimonade und zum Hauptgang ein österreicherischen Klassiker der Weinkunst. All das machte das kleine aber feine Restaurant schon sehr besonders und liess die Erwartung auf den Hauptgang in die Höhe schiessen. Die Entscheidung fiel auf ein Germknödel mit gerissener Ente und frischem Rotkraut. Optisch gewann der Knödel jetzt nicht den ersten Preis des Abends aber geschmacklich war er eine Granate, im wahrsten Sinne des Wortes.

Habe die Ehre gehört für mich zu den authentischsten Österreicher Berlins auch wenn oder gerade weil kein typisches Wiener Schnitzel auf der Karte zu finden ist. Auch der Nachgang klang superlecker (Topfenknödel mit Zweschgen) und sah auch hervorragend aus – passte nur leider nach dem gehaltvollen Knödel nicht mehr in meinen Magen. Schlußendlich hatten wir noch viel Spaß mit der Weihnachtstischdeko und lauschten der unweit stattfindenden Varieteshow, die ich wohl demnächst auch mal besuchen muss. Euch möchte ich die Knödel- und Schupfnudelmanufaktur unbedingt ans Herz legen. Schaut auf https://www.facebook.com/habedieehreberlin und reserviert unbedingt im Vorfeld, denn 30 Plätze sind schnell ausgebucht.

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QUEERLESQUE Mag ist das Magazin für Kultur und Burlesque Lebensart aus Berlin. WIr möchten einen subjektiven Überblick über die Vielfalt der Kultur in Berlin und Deutschland vermitteln. Internationale Burlesque Events und Vaudeville Kultur stehen dabei genauso im Fokus wie Travestie und jede Art der queeren Abendunterhaltung. Seit 2006 findet ihr hier gut gemeinte Ratschläge, kulinarische Tipps und Entdeckungen aus meinem bunten Berlin :)
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