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Georgette Dee und Terry Truck im Gin(ny) Rausch

oder als wenn die Zeit stehengeblieben ist…

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Georgette Dee gehört zu den abenteuerlichen Abenden in der legendären Bar jeder Vernunft weit vor meiner „Karriere“ als Teilzeitzweihaarträgerin. Und doch kam es mir vor als wenn die Zeit stehengeblieben ist abgesehen davon das wir alle natürlich schlappe 15 Jahre älter geworden sind. Aber dagegen gibt es ja was von Ratiopharm. Der Besuch im Tipi war also ein Wiedersehen der ganz besonderen Art. Viel Nostalgie schwebte schon mit den ersten Töne die die Diva von sich gab und letztendlich hätte sie auch nackich auf der Bühne ne Polka tanzen können – ich glaube ich trotzdem begeistert… *looool* .. nee .. mal im Ernst… Das neue Programm von Georgette Dee ist wie das alte Programm von vor 16-17 Jahren. Noch immer haut sie dem Publikum Zoten um die Ohren und erzählt Geschichten. Mal mit musikalischer Betonung.. mal sterbend dramatisch und mal tief verträumt .. ja fast abwesend.

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Damals hat die gute gern mal am Ende des Programms kaum ein Ende gefunden… schließlich gab es immer noch ein Drink zu leeren. Doch heute erfuhr ich hinter vorgehaltener Hand das dem Teufel Alkohol abgeschworen wurde und der vermeindliche Gin nur kaltes klares Wasser war. Dennoch hab ich ihr jede im Suff geplauderte Floskel absolut abgenommen. Georgette Dee erzählt in ihrem neuen Programm, das NATÜRLICH Essenzen aus den vergangenen Jahren beinhaltet, eine haarsträubene Geschichte von einem Flaschengeist, der ihr drei Wünsche erfüllen möchte. Man kann sich vorstellen, das der gute das bei ihr nicht wirklich einfach hat. Boshafte Intelligenz gepaart mit melancholischer Selbstkasteiung und ein Hauch verbaler Slapstick ergeben eine sehr unterhaltsame Mischung – „auch wenn sie sich zum Ende etwas verbaselt hat“. .. HAHHAHAHHA. DAS wolte die gute auf keinen Fall in einer Review lesen… denn es hat auch nicht gestimmt. Es kam zu einem guten geplanten Ende gespickt mit Meilensteinen Ihrer Karriere.

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Zuguterletzt ist mir noch ein Kerl am Nebentisch aufgefallen, dessen Reaktion auf die Teil Standing Ovations vollkommen unverständlich war. Er fühlte sich in seiner Sicht eingeengt und pöbelte lauthals rum, warum die Leute nicht auch im sitzen klatschen können!?!?!?…. Am liebsten hätte ich geantwortet – „weil sie sportlich mobiler sind, du faule Sau – heb dein fetten Arsch und bedanke dich bei der Künstlerin!“… aber meine gute Kinderstube hat mich nur den Kopf schütteln und die Augen rollen lassen. Georgette und Terry haben sie alle bewegen können… neben Tim Fischer, Popette Betanchor, Katharine Mehrling und Meret Becker fanden sich viele Wegbegleiter, Freunde und Bewunderer im Publikum und machten aus dem Abend eine stimmungsvolles Ganzes. Noch bis Sonntag schwebt Georgette auf ihrem fliegenden Teppich durch den Wintergarten und verzaubert Euch in GIN(niger) Laune.

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