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Gayle Tufts Premiere „Let it Show“ verzaubert das TIPI

oder ein Ausflug in die Gedankengänge von Misses Denglisch

Es sind Welten die zwischen den beiden Kulturen liegen – und dennoch schafft es Gayle Tufts immer wieder diese zu überwinden. Mit ihren amerikanischen Charme und einer großen Portion Berliner Schnauze überfällt sie das Premierenpublikum und gewinnt es von der ersten Sekunde an. Na.. nicht ganz… in der ersten Sekunde überzeugen erstmal die beiden singenden Tänzer die mit ihr zusammen das ganze Programm anbieten. Gayle schafft es mit einer unglaublichen Treffsicherheit all die alten Kamellen aus meiner Jugend neu zu interpretieren. Und als dann auch noch „Hazy Shade of Winter“ von den Bangles kam… hätt ich mich am liebsten vor Glück vor ihre Füße geworfen… *lool* aber das wäre albern gewesen ;-) .. der alte Klassiker aus dem 80ties Kinostreifen „Unter Null“ gehörte einfach zu meinem erwachsenwerden. Bei the Way.. wer zum Teufel will das schon.. :-)  dachte sich wohl auch Gayle als sie passend zum Thema Ballett Nussknacker als NUSS auf die Bühne kam. W-U-N-D-E-R-B-A-R. Einfach zauberhaft waren auch die Tanz- und Gesangseinlagen des Nußknackers samt Ballerina gespielt von ….. ja….. den beiden Tänzern. Das war hohe Travestiekunst ala Le Ballet Trockadero.

Ich möchte eigentlich nicht zu viel spoilern .. denn es sind gerade die feinen Überraschungen die „Let it Show“ zu bezaubernd machen. Choreografie und Gesang runden den Abend perfekt ab. Wer dieses schnucklige Programm mit ein paar kulinarischen Leckereien genießen will der sollte sich seine Arbeitskollegen schnappen und schnell noch die Weihnachtsfeier umlegen… wer braucht schon diese bekloppten Pseudo Bowling Weihnachtsfeiern oder das Möchtegern soziale Engagement, das nur zu Weihnachten ausgepackt wird, um das Gewissen zu beruhigen – obwohl man auch sagen kann… BESSER ALS GARNICHT – und das als wenn es die anderen 51 Wochen im Jahr kein Elend und Hunger – und vor allem Kälte in der Stadt gibt. Gayle erinnert auch an jene die sie auf ihrer Reise verloren hat… jene die durch HIV / AIDS aus dieser bunten Welt gerissen wurden. Während der kleine Kloß im Hals deutlich anwuchs und der kam nicht vom vielen Käse den ich gegessen habe… switchte Frl. Tufts auch schon wieder und nahm uns mit in die Popwelt von Madonna. Ach es war einfach herrlich und bekommt von mir das Prädikat: Erste REIHE im TIPI am Kanzleramt reservieren und zwar ZACK ZACK.

Bemerkenswert waren auch unsere Tischnachbarn – die ich abschließend unbedingt noch erwähnen muß. Niemand geringeres als Helmut Baumann, dessen Lebenslauf mich in diesem Augenblick flasht… und Jürg Burth saßen quasi auf unserem Schoß ;-). Das Leben ist einfach immer wieder eine Pralinenschachtel und es schmeckt immernoch so köstlich – zumindest an diesem Abend. Kinders.. ick saß am Tisch mit zwei wirklichen Ikonen des Klassikers „La Cage aux Folles“ zu Deutsch.. ein Käfig voller Narren… ick bin jetzt echt sprachlos wohin mich der Wind manchmal treibt. Andererseits kommt man sich auch so klein vor… also nicht körperlich – da haben wir das gesamte Zelt eingesackt, aber künstlerisch. Klar .. ick hampel ein bissl auf der Bühne rum, schreibe seit sieben Jahren meine Memories in diese Kolumne… aber mein Gott… gegen das Päarchen, das sich im übrigen seit 42 Jahren versteht – bin ick so eine Eisenbahnfunzel die im Führerhaus der Lokomotive flackert. Wie ick jetzt auf den Vergleich komme kann ich nicht beantworten ;-) … Apropos Vergleich… ich glaube wieder an langfristige gleichgesinnte Beziehungen – seit heute! – denn die beiden waren toll.

Auf der Premieren Aftershow Party wurden dann wieder Schnittchen gereicht und unser frisch vereidigter Bürgermeister samt Gefolge genoß den Ausklang des Abends… was ich ihm im übrigen immernoch hoch anrechne – denn sowas zeigt den Menschen hinter der Fassade und das ist auch gut so. Gott der Spruch geht auch immer *loool* ….

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