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FURT 76 – Farin Urlaub rockt die Wuhlheide

oder es schwimmt eine Leiche im Teich….

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Nun ist es schon eine geraume Ewigkeit her, das ich die Jungs von der besten Band der Welt, namentlich die Ärzte, quasi als Nachbar hatte. Jeden Tag konnte ich beobachten wie sie mit ihren Reichelttüten das tägliche Leben bestritten und in ihrem Probenraum in der Hasenheide, ein Comeback besiegelten. Für mich war das damals der erste Kontakt mit sogenannten Promis… denn ich war natürlich heißer Verehrer des ersten großen Ärzte Hypes in Berlin. Hin und wieder zusammen mit seinen Jugendidolen auf einer Couch zu sitzen und zusammen mit dem Merchandiser DROG Blödsinn zu erdenken war schon groß… und lustig. Später kams nochmal zu einen kurzen Plausch mit Bela B im Olympiastation zur Weltmeisterschaft. Was immer uns beede da hingetragen hat kann ich heute nicht mehr nachvollziehen – aber ‚Fussi‘ war es nicht… und das wars. Jahrzehnte später nun ein Konzert in der Wuhlheide. Das letzte mal konnte Jack Johnson lauschen und wohl nach der dritten Tüte auch noch dem heiligen Geist der aus den Boxen sprach.. auch das ist schon wieder ewig her…

Die Ärzte wären sicherlich ein Heimspiel für mich geworden, denn trotz all den Jahren kenn ich noch ein Großteil der Songs, die sich auf meiner Hirnrinde für die Ewigkeit eingebrannt haben – aber Farin Urlaub??? Nee… ich kannte nicht ein Lied. Ganz im Gegensatz zu dem Rest der Wuhlheide. Hier wurde textsicher fast jede Zeile laut mitkrakehlt. Ein Träumchen – wobei man dazusagen muß, das es akustisch jetzt die Situtation nicht wesentlich verschlechtert hat. Aber ich glaube es geht bei solch einem Konzert nicht um den Klang sondern um den Spaß. UND den hatten die Leute en Mass. Farin liess es sich nicht nehmen die Massen mit musikalischen Spielchen zu unterhalten und er ließ es sich ebenfalls nicht nehmen, die Flüchtlingsproblematik anzusprechen. Gut so. Obwohl ich glaube das ein nicht ganz kleiner Teil an dieser Stelle lieber weggehört hat 😉

Ich kann jetzt nicht sagen das mir das Konzert nicht gefallen hat… es war laut, bunt, gewaltfrei und wohl genau das was die Fans von ihm erwartet haben. Ich sah zumindest ausschließlich unterhaltenene, manchmal etwas zu sehr übergossene Gesichter ABER meins war es leider nicht. Sicher gab es ein oder zwei Songs, die mich an die gute alte Zeit im Metropol Theater erinnert haben .. als Konzertkarten 17 Deutsche Mark gekostet haben und die Jungs noch den Song Claudia von der Bühne runtergedonnert haben… aber im großen und ganzen genoß ich mehr die Atmosphäre als die Bühnenshow. Von La Ola Wellen über moderne Feuerzeug/Handy Sternenhimmel bis hin zu einem bengalischem Feuerzünder und natürlichen extatischem Gehüpfe… es sah alles sehr schön aus. Am meisten hat mich allerdings beeindruckt das der Kerl nach all den Jahren noch immer eine so große Fanbase hat, die offenbar sogar nachwächst. Denn die Altersklassen auf dem Konzert reichten von 10 bis mindestens 70 Jahre. Hut ab lieber Farin und viel Spaß weiterhin auf deinen Reisen durch den deutschen Pop auch wenn die Zahl 76 als Hommage an den PunkRock zu verstehen ist…

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An dieser Stelle muss ich auch nochmal das ORGATeam der Wuhlheide erwähnen. Denn im Gegensatz zu kläglichen Versuch 7000 Menschen in Leipzig zu steuern hat die Wuhlheide mit geschätzten 15000 Menschen perfekt funktioniert. So organisiert man Massenveranstaltungen liebes Leipzig !!

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