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Forever Young Premiere im Berliner Wintergarten Variete

oder issers oder issers nicht… der Pfefferminz Prinz?

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Aaaach ja.. der Wintergarten. Das feine Kleinod Berliner Varietekunst hat gestern wieder für Begeisterungsstürme aber auch Mißgefallen gesorgt. Aber mal von vorne. Immer wenn es im Wintergarten Variete heißt: Red Carpet Rollout.. dann versuche ich mit dabei zu sein. Nicht weil ich ein Jünger der Variete und Zirkusgilde bin oder besonders begabt auf hohen Schuhen zu laufen, sondern weil ich das Gesamtpaket mag das mir dort geboten wird. Dazu gehört sowohl das Haus mit seinem plüschigen Ambiente, die Crew die einem den Abend kulinarisch aber auch servicetechnisch so bezaubernd gestaltet und natürlich die Kunst auf der Bühne. Letztes hat doch Kontroversen ausgelöst, denn die Zeit irgenwo Ende der 60ziger bis in die Mitte der Achtziger hat nunmal nicht jeder Live miterlebt. Icke aber. Und zwar auf’n Punkt – also sowas von auf’n Punkt… das kann sich keiner vorstellen. Während mir die  Rolling Stones die Zeit auf’n Topf untermalten gab mir Nirvana die düstere Kraft in der pubertierenden Grausamkeit. Somit war es ein musikalisches Wechselbad der Gefühle..

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Während mir der rote Faden beim Peppermint Club, der vorherigen Inszenierung im Wintergarten, etwas gefehlt hat oder zu künstlich erschien, ist die Musik in Forever Young ganz klar der unübersehbare knallrote Leithammel zum Dargebotenem und überzeugt durch solide, teilweise sehr originalgetreue Interpretierung der alten Klassiker. Nun muß man allerdings sagen das die künstlerischen Darbietungen nicht immer die Kraft haben dem geschichtsträchtigen musikalischen Stoff zu folgen. Wie auch? Ick meine wir reden von David Bowie, von Led Zeppelin, von den Beatles und den Rolling Stones. Meilensteine… ach was sag ich… Meilenberge standen da im Raum. Umsomehr haben mich die Variete Darbietungen der Kreiseljonglage oder der komödiantischen Bodenartistik fasziniert und NATÜRLICH war die Lichtinstallation ein Fest der Sinne durch die riesige Digitalleinwand die liedspezifisch den Background untermalt. Schick, schick…

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Irgendwie kam es mir allerdings so vor als wenn bei der Inszenierung wenig darauf geachtet wurde wie man die Highlights dramaturgisch sinnvoll verteilt. Denn die zweite Halbzeit die eigentlich immer noch einen draufsetzt, plätscherte so vor sich hin und kam aus Sicht des Varietes überraschend schnell zu einem Ende… also fast… bis dann gut platziert Marius Müller Westernhagen die Klassiker seiner Zeit schmetterte. Täuschend ähnlich und nur dem Insider Wissen geschuldet das ein Wintergarten Variete sich nicht auf Dauer einen echten Westernhagen leisten könne – da es einfach an Sitzplätzen mangelt, inszenierte das Double eine perfekte Show. Und im Doublen kenn ick mir aus. Abgesehen von der Stimme und Aussehen erinnerten auch seine Gestiken äußerst stark an den musikalischen Vorreiter der Deutschen Einheit. Nun kann man zu Marius ein gespaltenes Verhältnis haben.. aber eines ist sicherlich unbestritten.. er hat MICH vor Jahren in einem Backstage-Konzert Bericht extrem fasziniert. Ohne ihn persönlich zu kennen, bin ich der Meinung – ditt is nen genialer Künstler, zumindest erschien er mir in der Glotze damals so, das kann man von vielen anderen Popsternchen nicht sagen. Das sein Impersonator einer toller Künstler ist, ist unbestritten.

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Die Aftershow Party glänzte wie gehabt mit leckeren Kleinigkeiten, gutem Service und vor allem lustigen Gesprächen mit der wunderbaren Enie van der Meiklokjes die erstmalig in einem figurnahen Bleistiftrock der Lena Hoschek Kollektion erschien und sich erst mit der ungewohnten Bewegungsbegrenzung anfreunden mußte 🙂 und natürlich meiner Alltime-Lieblings-Schnatter Freundin Natalie Langer, die diesmal samt junger Mama erschien. Leider fehlten ein paar übliche Verdächtige… aber man kann eben nicht alles haben. In Begleitung von Tara la Luna mußte ick zwar unzählige Register ziehen um Augenhöhe zu erreichen aber watt tut man nicht allet um die eigene Meßlatte immer höher zu schrauben. Demnächst geh ich dann mit Dita von Teese persönlich zum Wiener Opernball *loool* … mal sehen wie dann die Leute dann so reagieren ;-). Das süße Maiglöckchen mit ihrem zauberhaften Kopfschmuck war es übrigens auch, die uns von der Privatparty des Zalando Imperiums erzählte und bevor ich mich versah… schrieen um mich rum alle vor Glück…

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