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Flic Flac Premiere Freaks in Berlin

oder ein witziger Ritt durch die Obzönitäten der Gesellschaft

Darf man mit einem Adolf Hitler Darsteller Späße betreiben? Darf man mit Bananenstücke Gäste bewerfen? Und darf man mehr Penis live zeigen als im besten Rocco Siffredi Porno? Ich denke man darf und irgendwie hatte ich Spaß. Zugegebenermaßen war ich nicht so geplättet wie bei meinem letzten Flic Flac Besuch aber es war absolut unterhaltend. Natürlich mag es auch daran gelegen haben, das ich mindestens 1/3 der Performer seit langem persönlich kenne denn manche mögen behaupten ich bin selber ein „FREAK“. Aber natürlich war es auch das schräge Konzept und die immer wieder lustigen Turnarounds der einzelnen Acts plus einer grandiosen Livemusike!

Gleich zu Beginn findet man sich im schrägen Splattermovie wieder – so täuschend echt gemacht, das es schon wieder die Grenze des guten Geschmacks berührt. Aber genau das will die Show ja erreichen – Grenzen ausloten und Freaks präsentieren im Stile der alten Jahrmarkt Illusionen. Mit etwas Burlesque, ein bissl Gruselstimmung und viel Sarkasmus zaubert die Show den meisten Gästen mindestens ein Grinsen auf das Gesicht. Selbst denen die in der ersten Reihe sitzen und hin und wieder richtig rangenommen werden. Mein besonderes Highlight war der wilde Peitschengigolo der ebenfalls mit einem grandiosen Turnaround die Gäste überraschte.

Flic Flac Freaks ist an manchen Stellen wie ein Unfall von dem man sich nicht abwenden kann weil man ja oft gern Voyeur spielt. Nicht jeder Gast hatte die Standhaftigkeit bis zum Ende der Show dabei zu bleiben aber die meisten blieben selbst als die „Puppetry of the Penis“ aus ihrem Gemächt einige wunderliche Figuren formten. Für meinen Geschmack ist die Show überwiegend lustig, wild sarkastisch und schlägt manchmal etwas über die Strenge aber was solls – der Freakzirkus ist in Berlin – also lasst Euch begruseln, beschwipsen und befummeln. Und vor allem genießt die wirklich coole Livemusike. Freaks ist ein wildes Programm bei dem der Spaß im Vordergrund steht. Das einzige was mir gefehlt hat ist eine würdige Aftershowparty. Hier fehlte es definitiv an Detailliebe um nicht zu sagen… es gab gar keine wirkliche Premierenparty.
Tickets und weitere Informationen findet ihr hier : https://flicflac.de/freaks/

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QUEERLESQUE Mag ist das Magazin für Kultur und Burlesque Lebensart aus Berlin. WIr möchten einen subjektiven Überblick über die Vielfalt der Kultur in Berlin und Deutschland vermitteln. Internationale Burlesque Events und Vaudeville Kultur stehen dabei genauso im Fokus wie Travestie und jede Art der queeren Abendunterhaltung. Seit 2006 findet ihr hier gut gemeinte Ratschläge, kulinarische Tipps und Entdeckungen aus meinem bunten Berlin :)
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