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Filmtipp: Dallas Buyers Club

oder die besten Geschichten erzählt das Leben selbst…

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© FOCUS Features

Ron Woodroof liebte Rodeos, er liebte Drogen und er liebte Frauen… kurzum er liebte Sex, Drugs and Rock’n’Roll und das Mitte der Achtziger als AIDS und HIV wie ein Fleckfieber die Medien beherrschte. In einer Zeit als Hollywood- und Musikgrößen im Licht dieser Medienberichterstattung standen und die Menschen erstmalig über das Ausmaß der Krankheit informiert wurden – zumindest dachten das viele. Denn die Forschung stand noch ganz am Anfang und die Pharmaindustrie roch die ganz große Kohle mit einem schon längst ausgemusterten Krebs-Medikament namens AZT. Feldstudien sollten den Nutzen dieses „alten“ Wunderheilers belegen und trotz der bekannten toxischen Nebenwirkungen griffen viele der Suchenden nach diesem Strohhalm. So auch Ron Woodproof der in der biografischen Verfilmung „Dallas Buyers Club“ von Matthew McConaughey verörpert wurde.. bzw. von das was von ihm übrig war.

Eine mehr als gesunde Gewichtsreduzierung hat diesen Mann an die Grenze von Leben und Tod geführt, zumindest machte das den Eindruck. Aber auch Jared Leto, der in dem Film sehr überzeugend die Transe Rayon verkörperte, war nur noch ein Schatten seiner selbst. Beeindruckend, oscarverdächtig und doch erschreckend.  Ron wurde 1986 eine maximale Lebenserwartung von 6 Monaten bescheinigt und der gute Rat mit auf dem Restweg gegeben, einer Selbsthilfegruppe beizutreten … Doch Ron Woodroof eignete sich wissen an.. Wissen über die Krankheit und über AZT und kam schnell dahinter, das er mit diesem Medikament seine Lebenserwartung wahrscheinlich noch weiter senkt.

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© FOCUS Features

Alternativen gab es schon, auf der ganzen Welt wurde mehr oder weniger fieberhaft nach einer Lösung geforscht, aber wie in Deutschland regiert das Geld der Pharmaindustrie die Zulassungen neuer Mittelchen. Ron begann also auf eigene Faust seine Kranheit zu behandeln und gründete gleichermaßen eine Handelsorganisation um auch anderen Menschen, eine Alternative zum „Gift“ des AZT zu bieten, natürlich nicht ganz uneigennützig – zumindest ist das die Aussage des Filmes. Am Ende jedoch siegt die Krankheit, allerdings erst nach 6 Jahren. Der Film zeigt eindrucksvoll den damals aussichtslosen Kampf gegen den Virus, aber noch beeindruckender die Mühlen der Justiz, die gerne Stolpersteine und Grenzen setzt wenn es um die Bevormundung des „mündigen“ Bürgers geht. Das ist auf der ganzen Welt die gleiche Scheisse… Geld regiert diesen Planeten und läßt uns in der Entwicklung stagnieren…

Der Film wurde nicht ohne Grund mit 6 Oscarnominierungen bedacht… und bekam zwei Golden Globes. Danke das diese wahre Geschichte erzählt wurde. Helden brauchen kein Ganzkörperstrumpf mit schillerdem Logo auf der Brust, sondern nur ein Herz und den unbeugsamen Willen etwas zu verändern.

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