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Eröffnung 66. Berlinale und Hail Caesar Clooney

oder von zweien die auszogen um das Abenteuer zu finden…

blog-berlinale-2016-08

Jede Berlinale ist für mich immer irrsinnig aufregend – denn gefühlt trifft man nur zur Berlinale auf die ECHTEN Hollywood Megastars und das manchmal sogar hautnah. Menschen für die man gern ins Kino geht, stehen plötzlich direkt neben DIR.. also mehr oder weniger 🙂 und mit ein bisschen Glück kommts zum Smalltalk. OK… tiefe Freundschaften werden wohl unter diesen Umständen weniger oft entstehen und ein wirklicher Networking Mehrwert hat sich in den letzten 5 Jahren auch noch nicht ergeben, aber als bunte Vögel gelingt es uns zumindest all jene zu verwirren ;), die so Genderbender wie uns nicht kennen. Auch gestern haben wieder einige Herren der Schöpfung voll heimlich unter dem Sakko das Handy missbraucht und uns abgelichtet. Statt zu fragen … wird so getan als ob man das nicht mitbekommt. Andererseits könnte es auch Schüchternheit sein.. oder gar Respekt? Ich weiß es nicht – vielleicht muß ich mich einfach mal damit abfinden, das ich ggf. berühmt wirke… ahhahahhahah… Nee im Ernst – ick mag es mehr wenn man den Menschen auch kennenlernt. Irgendwie halt ich das in dem Fall so wie die alten Indianer – wenn Du den Knipser kennst, stiehlt er Dir nicht die Seele ;)…

blog-berlinale-2016-02

Egal.. der rote Teppich der Berlinale ist immer ein Tollhaus. Hier wird geschrien und rumkomandiert – na gut – bei Gloria und mir nicht so viel, wie bei George Clooney aber zumindest gibt es einige wenige, die gern auch mal unseren Namen rufen :). Es macht aber trotzdem großen Spass – ick liebe einfach den Rummel :). Spätestens nach der Abgabe der Garderobe wird man gebeten sich zu platzieren, kaum hat man das erste Glas geleert. Doch unsereins lässt sich ungern leiten… und schon gar nicht führen… deshalb haben wir uns einfach mal gegen den Strom bewegt und schlußendlich musste selbst George Clooney an uns vorbei. Was soll ich sagen… schnurstracks kam der Mann auf uns zu (na gut einmal hat Gloria mit kräftiger Stimme den Namen „geflüstert“ ;)) und zack… kams zum Eklat. Das es zu diesem Moment kommt war nicht vorauszusehen – der Mann war unglaublich zu spät, das Team der Berlinale hatte schon hektische Flecken und scheuchten ihn über den roten Teppich. Doch er wollte offenbar zumindest ein kurzen Kontakt mit uns aufnehmen. Leider hat dann die Technik beim Knipsen versagt – es fühlte sich zwar so an als wenn wir ein Selfie mit dem Megastar bekommen würden – leider jedoch war das Bild Schrott. Todgeblitzt und vollkommen verzogen…

blog-berlinale-2016-07

Nach diesem „Schicksalsschlag“ blieb nur noch der Gang zum Sitzplatz. Ich hatte aber das Gefühl, das auch Anke Engelke heute nicht ihren besten Tag hatte. Einige sarkastische Spitzen trafen zwar den Nerv des Publikums aber vieles wirkte für mich wenig spontan. So als wenn man ihr die freien Worte untersagt hätte. Auch den Film „Hail Caesar“ hatte ich mir komplett anders vorgestellt. Eine wilde und hochkarätig besetzte Parodie auf die Filmstudiomachenschaften der großen Tage in Hollywood. Viele schöne wilde Bilder aber für mich ein Humor in einer anderen Sprache – und damit meine ich nicht den untertitelten O-Ton. Anyway… den Film mag man oder nicht. Dabei bin ich ein Rieeeeeesenfan von Big Lebowski oder Burn after Reading. Im Anschluß heißt es dann normalerweise immer: DAS BUFFET IST ERÖFFNET – doch gestern war alles anders. Gestern schnappte uns der RBB vom Fleck weg um eine kleine Doku zu machen über unser Beinaheselfie mit George. Der Spruch mit der Tür, die sich schliesst und eine andere öffnet hat sich hier mal wieder hautnah bewahrheitet. Plötzlich saßen wir in einer Mega 8-Meter-Hummer Limousine und quatschten mit der tollen Mava vom RBB übers Leben und unsere Gründe für das Tun. Das ist der Grund warum ich es liebe meine Rolle mit Hingabe auszufüllen – ich werde immer wieder mit Situationen konfrontiert, die sooooo spannend sind – ick könnt im Dreieck springen.

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