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Elvis, Arthouse-Kino, All-you-can-eat und andere Candies in Düsseldorf

oder ein Tagesritt durch Düsseldorf….

Manchmal bedarf es mehrerer Anläufe um die kleinen aber feinen Perlen einer mittelgroßen deutschen Stadt zu finden. Im Zuge eines verlängerten Wochenendes in Düsseldorf konnte ich ein paar Muscheln öffnen und heraus kamen schnucklige kleine und doch mit perlmuttbesetzte Kügelchen. Die erste kleine/große Überraschung war ein Mini Elvis Museum das sich inmitten der Altstadt versteckt hat. Betitelt mit der Überschrift „Die größte private Elvis Presley Sammlung mit Original Exponaten des King of Rock’n’Roll außerhalb der USA“ war meine Neugierde geweckt und überflügelte sogar den Willen erneut hervorragend zu essen. Dazu später mehr. Nach dem geplanten Musicalbesuch von „Kein Pardon„, bei dem es im übrigen wieder Standing Ovations gab und das obwohl „nur“ die Zweitbesetzung gestern nachmittag gespielt hat, stiegen wir nun hinab in die Katakomben durch die ein Teil der Seele von Elvis geistert. Auch wenn der Raum klein und die Exponate überschaubar waren, für das Eintrittsgeld hat es sich gelohnt bei „Flaming Star“ und „Devil in Disguise“ ein paar Originale vom King zu sehen. Wer also zufällig mal nicht den Rheinländer Ritus zelebriert und sich in der Saufgasse mit Bier vollkippt, der sollte das kleine Elvis Museum beehren.

Elvis war also Schuld daran das wir der geplanten Futtertränke den Rücken kehrten und statt dessen durch Düsseldorf irrten um etwas hochwertiges für den Magen zu finden. Am Tage zuvor hatte ich nämlich die Gelegenheit im japanischen Viertel von Düsseldorf ein Restaurant zu besuchen, das ein ganz neues Konzept der Essenbestellung praktiziert. Jeder Tisch besitzt ein iPad auf dem man bequem die gewünschten Speisen scrollen und wählen kann. Dabei gilt eine bezahlbare Flatrate, die für fast alle angebotenen japanischen Tapas reicht. Wobei diese All-you-can-Eat-Restaurants-Mentalität in Deutschland immer mit Masslosigkeit einhergeht. Doch auch dagegen hat das Okinii ein grandioses Konzept, wie ich finde. Jedes liegengelassene Essen wird mit einer „Geld-Strafe“ belegt! Geniale Idee…!!!! Die Speisen im Okinii, direkt neben dem Nikko-Hotel sind super lecker und bieten gerade Einsteigern das Breite Spektrum der japanischen Küche.

Für die kulinarischen Süssschnäbel unter Euch gibt es eigentlich nur eine Adresse. Direkt am Marktplatz 10 liegt ein kleiner Tante Emma Laden der auch noch genau so heißt. Ausgewählte Süßigkeiten, Schokis und jede Menge Hüftgold bekommt man dort zuckersüß präsentiert und naschkatzengerecht serviert. Gar nicht weit davon entfernt, versteckt in einer kleinen Nebenstraße, erblickte mein Retroauge noch ein weites Juwel, das ich zwar nicht von Innen besichtigen konnte, es aber dennoch erwähnen muss. Ich bin kein grosser Freund der fetten Multiplex-Kinos, sondern liebe die Atmosphäre der nostalgischen Klassiker. Zur Kinokultur gehört einfach mehr als 3D, Dolby Digital und eklige Nacho Cola Menüs mit der Standard Frage „Salsa“ oder „Käse“ …. ein Kino braucht eine Seele. Ich bin mit sicher das „Cinema“ in der Schneider-Wibbel-Gasse hat solch Lebensgeister. Zu guter letzt noch ein Tipp für alle Nordlichter…. auch am Rhein jibbet nämlich auch ne ständige Vertretung von St. Pauli :-)….

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