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Eine trockene Feier auf der Artist Charity Night 2010 in Zürich

oder im Kampf gegen das Vergessen sind manchmal sogar Reisen von Nöten.

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© usgang.ch

Zürich im Mai 2010. Die zweite AIDS Artist Charity Night bahnte sich an und laut Aussage der Initiatorin dieser Reise ein wunderbarer Event, mit Kunst, Kultur und vielen netten Menschen. Menschen die es gerne sehen wenn Dragqueens aller Herren Länder Ihre Aufwartung bei diesem Event zelebrieren. Na dann… dachte ick mir so… ziemlich spät allerdings.. wirste da mal hindüsen sofern die Wolke dich läßt. Und sie ließ. Insofern war es mir anfangs eine große Freude nach Zürich zu fliegen und Schleife zu zeigen. Die Vorbereitungen für den Abend waren äußerst entspannt, selten hatte ich so viel Zeit um mich aufzuhübschen… und doch schafften wir es irgendwie auf den letzten Drücker zu kommen. Gerüchten zufolge war es ein Stau der das fehlende Reisegrüppchen abhielt zu uns zu stoßen…. God knows!

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Helmine Tell – Tochter von Superzandy und Gloria Viagra *lol* .. i love that star….

Unser Hotel lag unmittelbar an der Veranstaltungshalle…. ääähm .. zumindest wenn man in Sneakers mal eben rüberläuft. Wir allerdings waren in 10 – 12 cm High Heels unterwegs und der Weg zur Maag Halle Zürich wollte nicht enden mal abgesehen von der Umwegen aufgrund der vielen Baustellen. Mir kommt es so vor als wenn ganz Zürich gerade unterkellert wird… soviel Baustellen jibbet hier. Warum haben wir eigentlich keen Taxi genommen? Weil hier in Zürich alles … ja alles unglaublich viel Kohle kostet. Schlimm…. Dies war übrigens auch der Grund warum die gesamte Veranstaltung sehr trocken blieb. Sowohl von der Menge an Flüssigem als auch in Hinsicht auf die Stimmung aus Sicht einer Berlinerin eben. Ich hab in Berlin schon oftmals gesehen wie die Künstler um jedes paar klatschende Hände kämpfen mußten aber hier in Zürich schien es so, das die Bühnenakteure auch noch Bestechungsgelder hätten zahlen müssen… wobei… bei den Getränkepreisen durchaus nachvollziehbar *lol*.

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Aber ich reite mal nicht weiter auf den Preisen rum… na juuut einmal noch… jetzt versteh ich auch warum Berlin so ein Touristenmagnet is… wir sind einfach billig im Gegensatz zu Zürich. *lol*…. Das Bühnenprogramm hat eine fulminante Introsequenz die jedoch zum Ende hin etwas abflachte .. das mag aber auch daran gelegen haben das das mehrstündige stehen in Heels äußerst belastend ist… um nicht zu sagen schmerzhaft belastend.. zumal man den Schmerz nichtmal ertränken konnte… und das obwohl ich zigmal nach der kostenfreien VIP Lounge gefragt habe die mir lt. Ankündigung hätte zustehen sollen… das klingt ein bissl wie Alkoholabhängig wa? … na ne Cola auf Eis hätte es sogar auch getan… jaja so tief war ich schon gefallen…. *grins* … Lediglich die Aussage das die diversen extern geführten Bars Ihre Einnahmen den guten Zweck spenden machte die Sache ertragenswert auch wenn ich es nicht 100%tig glaube in diesen unseren Zeiten. Die Fashionshows  von Daniel Herman und Minna Parikka waren OK.. wenn auch die Latexmode von Daniel Herman jetzt nicht so meins war… da jibbet aus meiner Sicht schönere Stücke in der Latex Haute Couture Welt. Die Schweizer Dragqueen Lola Collins brachte eine Liza Minelli Interpretation auf die Bühne und Eve Gallagher enttäuchte NICHT mit dem Song von Annie Lennox Sweet Dreams, was bei diesem Klassiker schnell in danebengehen kann…

Nun es gab durchaus lohnenswerte Momente. Ein Interview mit PRO7 Schweiz, ein Treffen mit Stella Divine nebst einer netten Person mit einer heißen Fönfrisur die mich ein bissl an Lady Bunny erinnerte… *kopfkram* ach ja ….. Donnatella… sehr nett und schwarzhaarig… die black beautys müssen ja zusammenhalten. Außerdem ein ungewöhnlich nettes Gespräch mit Cecille …. ähhh… sorry Vergangenheitsschub… Christoph!!! und seiner reizenden Begleitung Helmine Tell die irgendwie das Kind von Superzandy und Gloria Viagra sein muß. Watt noch….hmmmn … *stark nachdenk* … nüscht.. das wars. Hat sich der ganze Aufwand und die Kosten gelohnt? Nun ganz ehrlich … nee…. zumindest nicht für die Artist Charity Night 2010. Generell ist es toll Schleife zu zeigen und gegen das Vergessen aufzustehen aber der Aufwand den man hat um aus Berlin nach Zürich zu kommen steht in keinem Verhältnis außer man steht auf der Bühne oder wird gebucht…. na dann freu ick mir das ich in 2 Wochen schon wieder ditt Städtchen besuchen werden. Diesmal allerdings gegen Gage – da macht es dann erneut Sinn auf der PRIDE Zürich für die Rote Schleife und gegen AIDS Gesicht zu zeigen…. ick freu mir!

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