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Ein neues Abenteuer im Kabaret Kalashnikov

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Wenn die Schlangen an Menschen eine ganze Hauptstrasse zieren, irgendwo am Arsch der Welt am Rande von Berlin, dann ist wieder Zeit für das Kabarett Kalashnikov und einer ordentlichen Portion Vodka. Schon mehrmals habe ich mein Spaß in diesem Kabaret hier auf dieser Kolumne zum besten gegeben und auch diesmal waren zwei Stunden voller Schauspiel, toller Live Musike und großartiger Artistik. Wie immer haben sich die Macher eine neue Geschichte ausgedacht in der es diesmal um die Liebe, die bucklige Verwandschaft und natürlich den hippen Bartträger geht.. oder sollte ich sagen Bartträgerin? Man kann das Geschehen kaum in Worte fassen und mir gehen wirklich langsam die Superlative aus – nur soviel… es ist nie zu spät für die erste richtige Slowmotion Kneipenschlägerin während Freddy Quinn mit seiner Gitarre am Meer in die Seiten kloppt.

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Der geneigte Kalashnikov Besucher weiß natürlich sofort wovon ich rede. Auch das dem gesamte Publikum nach Vodka dürstet und das natürlich lautstark zum besten gibt. Unglaublich ist allerdings das diese „Low-Budget Produktion“ locker mit den Millionenrevuen in Berlin mithalten kann. Denn wenn man mal genau hin sieht gibt es eine bessere Story, authentischere Kostüme, ein grandioses Ambiente (auch wenn mir die Gaslampen im Theatersaal echt fehlen) und vor allem 2 Stunden beste Unterhaltung und gradiose Artistik. Stangenartistik, Kontorsion, Jonglage, Aerials, Witz, Blödeleien …. und vieles mehr werden unglaublich intelligent in eine komische Geschichte verpackt und bekommen somit ein komplett neues Gesicht. Aus einer Nummernrevue wird eine Theatergeschichte, die eigentlich keinen Erzähler braucht – und doch würde ich den wunderbaren Ferkel Johnson vermissen :). Einziger Kritikpunkt diesesmal war das mir die Story in der zweiten Halbzeit ein wenig hinten runter fiel. Dafür gab es Feuerartistik, die mich im wahrsten Sinne des Wortes atem- und sprachlos machte 🙂

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Das Kabaret Kalashnikov gehört nach wie vor zu Berlins absoluten Geheimtipps auch wenn ich feststellen musste, das es gar nicht mehr so geheim war. Ich hoffe die enttäuschten Menschen vom Freitag hatten am Samstag nochmal die Gelegenheit dem Spektakel beizuwohnen und auch ich habe nur durch Glück den Zugang erhascht. Das nächste Mal muss man wohl gleich am ersten Tag hin um Ausweichmöglichkeiten zu haben denn es gibt ausschließlich Abendkasse. Aktuelle Spieldaten werden auf Ihrer Facebookseite zum besten gegeben und natürlich viel schönere Bilder. Eine Homepage gibt es natürlich auch. Ach und als Extrahighlight kann man neuerdings auch Berlins kleinster Disco auf dem Gelände des Sisyphos einen Besuch abstatten. Ich sage mal so… es war heiß, stickig, nebelig, voller lauter Beats und am nächsten Tag hatte ich einen tierischen Muskelkater in den Waden 🙂 … dont miss it!

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