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Diner en blanc 2013 im Berliner Lustgarten

oder ganz in Weiß mit einem Blumenstrauß… und jeder Menge Leckereien

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Es gibt in Berlin immer wieder Ereignisse die mich noch überraschen können – diese Stadt wird einfach nie langweilig. So geschehen gestern beim diesjährigen Diner en blanc im Berliner Lustgarten. Das Diner en blanc könnte man als großes Picknick beschreiben von höchstens zwei- bis dreitausend Menschen… also nicht so viel Leutchen ;-), die zufällig auch noch alle in weiß gekleidet sind und sich genau an einem Ort versammeln um gemeinsam zu dinieren. Geboren aus einer Idee aus Frankreich erobert dieser „Flashmob“ mittlerweile die deutschen Städte und dieses Jahr wurde ich mehr oder weniger an beiden weißen Ohren hingeschliffen. Und was soll ich sagen ich bin nicht wirklich traurig darüber. Jaaa.. auch ich brauche manchmal ’nen Arschtritt *lool* .. vor allem weil mein Schrank jetzt nicht gerade voller weißer Klamotten ist… also der kleine Teil des Schrankes der meine „Herrensachen“ beherbergt. Schlußendlich hat ’ne kleine Shoppingtour das Problem gelöst.

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Weiß gewappnet und mit unzähligen Tapas im Gepäck, obwohl ja eigentlich ein 3-Gänge Menü auf dem Vorgabenverzehrplan der Veranstalter stehen sollte aber das nimmt man da nicht so genau. Dagegen wurde die Kleiderordnung außerordentlich gut eingehalten und das Bild das sich mir von den Treppen des Alten Museums bot war wirklich überwältigend. Der gesamte Lustgarten war voller weißgekleideter Menschen mit jeder Menge Leckereien im Gepäck. Ob man so eine Veranstaltung nun Flashmob oder Demonstration nennen mag ist jedem selbst überlassen, für mich war es ein chilliges Open Air Picknick mit jeder Menge Delikatessen von allen Seiten. Kommunikationsblockaden wurden durch das uniforme Erscheinungsbild weitestgehend abgebaut, Menschen kamen zusammen, nur um des Menschen liebster Beschäftigung nachzugehen – Genußvoll dinieren! Sowas hab ich so noch nie erlebt. Unterbrochen wurde die Geselligkeit von Livemusike einer wandernden Kapelle und wunderbar leisen Klängen eines Chors, die zu später Stunde noch ein kleines Konzert auf der Treppe des Museums gab. Der einsetzende Wind trug die Stimmen nicht sehr weit und man mußte sich die „Mühe“ machen ein wenig in ihre Richtung zu schlendern und bekam so erstmal einen Eindruck mit wie viel Liebe teilweise gearbeitet wurde. Üppige Tischdekos, hochwertiges Besteck und Porzellan, Kerzenleuchter, wunderschöne Blumendekos, eingekühlte Champagnerkübel, süßer Kopfschmuck und manch zauberhaftes Kleid… alles wurde für diesen einen Abend mitgebracht und hinterher ohne wesentliche Müllberge wieder entfernt. (Zumindest bis ich ebenfalls den Ort des Geschehens verlassen habe)

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Das Diner en blanc gehört NOCH zu den nichtkommerziellen Events, noch stehen wir VOR einer Machtergreifung der Werbeindustrie und solange das so ist… solltet ihr Euch dieses Event nicht entgehen lassen. Ein Hauch von Revolution lag in der Luft. Wissentlich das das Ganze irgendwie nicht wirklich erlaubt ist saß ich entspannt irgendwo an den temporären Tischreihen und genoß ein gutes Glas Cremant und/oder Weißwein, natürlich gut gekühlt :-), blickte in den dunklerwerdenden Berliner Nachthimmel, nahm ein Zug aus einem frisch Gerollten und dachte so bei mir…. meine Fresse ist das nett und chillig :). Zwar war der Transport zum Event etwas müßig, doch für den Abtransport blieb ja nur noch Tisch und Stühle und die wirklich bis zum platzen gefüllte Wampe 🙂 … Diner en blanc – ick fand dir Knorke….

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