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Die Fashion Glamour Attacke zum Lovelace Berlinale Panorama Film

oder im Namen einer ambitionierten Designerin danken wir Wieland Speck und der Berlinale

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© Photography by Pluto

Lovelace ist keine neue Partyreihe. Lovelace ist auch kein neues Parfum oder Unterwäschelabel. Lovelace ist der Name einer Frau die Geschichte geschrieben hat. Wohlgemerkt der Künstlername. Linda Lovelace ist mit ihrem Film Deep Throat zur Legende im Pornofilmbusiness geworden und das obwohl sie alles andere als eines dieser heutigen Silikon-Valley Blondchens war – zumindest wenn man dem Film glauben schenken kann. Naivität und Hormon Overkill haben Linda in jungen Jahren auf den „falschen“ Weg geführt und sie in einen Strudel aus Gewalt und Pornografie gezerrt. Das das der Stoff ist aus dem Filmemacher gerne einen Hollywoodstreifen machen liegt auf der Hand. Letztendlich schreibt immer noch das Leben die spannendsten Geschichten. Doch bevor das Screening zum Film begann erlaubten wir uns den roten Teppich als Laufsteg für eine Designerin zu missbrauchen, die in Berlin gerade mit ausserordenlicher Liebe zum Detail kleiner Meisterwerke der Kopfkunst gestaltet.

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Jasmin the Strange heißt dieses Fräulein und Kenner meiner Zeilen werden schon einige Ihrer wundervollen Werke auf meinen Schopfe gesehen haben. Natürlich waren wir wie immer zu spät. Es dauert auch um acht wunderbare Persönlichkeiten mit dem richtigen Hütchen zu bestücken. Wie eben auf einer richtigen Modenschau. Nur das wir dafür keinen Backstage hatten sondern ein außerordentlich nettes und unglaublich freundliches Restaurant mit dem Namen Pane & Vino, direkt gegenüber des Friedrichstadtpalastes. Ich muß ehrlich sagen, dieser Laden war das Highlight meines ganzen Abends… mal abgesehen von der tollen Gesellschaft der anderen Hütchenträger. Nun gings eben in letzter Sekunde auf den Teppich und das auch nur weil Wieland Speck höchstpersöhnlich dieses späte betreten noch genehmigte, obwohl Mr. Wichtig Security schon wieder wie der Terminator Anweisungen befolgte und uns abwies. Ich versteh immer nicht warum es manchmal so schwer mit diesen Leuten zu reden… ich kenne ein paar mit denen geht das sehr wohl also ist das keine Berufskrankheit ;-).

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© Photography by Pluto / Der Hunger war soooo groß … 😉

Nachdem wir unsere Mode Mission erfüllt haben und endlich im warmen Kino saßen, konnten wir uns auf die Lebensgeschichte von Linda Lovelace einlassen und das war aus meiner Sicht ziemlich bewegend. Es waren weniger die Bilder, obwohl Sharon Stone und Amanda Seyfried toll waren, sondern eher die wahre Geschichte die dahinter steckt. Gewalt und Pornografie liegen immer sehr nahe beieinander.. und diesen schmalen Grad nicht zu übertreten fällt in erster Linie dem testostorongesteuerten Homosapiens schwer. Und dennoch .. auch wenn die Kost schwer war, die in der Panorama Sektion der Berlinale gezeigt wurde, schwerer im Magen lag mir das NICHTS. Hunger ist kein guter Freund und deswegen trennten wir uns schnell von ihm, um in dem anfangs erwähnten leckeren Italiener wieder herzlich empfangen zu werden. Gut unterhalten und gestärkt gings dann weiter zur Cinema for Peace Aftershow… naja zumindest kurz…. und auf eine weitere Filmparty, auf der ich wiedermal die enorme Wandelbarkeit von Miss Synne bewundern durfte… letztendlich war es aber auch dort nicht so meine Wohlfühldestination… Weiter gings zur QueerRiot die an diesem Abend im Südblock eine wunderbare Show abgefackelt hat… doch auch dort war zumindest der spannende Teil gerade vorbei. Ich hatte ein bissl das Gefühl an dem Abend irgendwie keen Glück zu haben… und wenn Du nicht weest wie’s weitergeht.. nimmste noch einen Scheidebecher im Silverwings. Boahh. Diese Mammuttour war fast wie früher.. als Partyhopping noch zum guten Ton gehörte und ich noch jung und gierig war *looool*

  • Jasmin the Strange
  • Frauentausch Muddis bei der Arbeit
  • Gloria Viagra
  • Amanda Seyfried
  • QueerRiot
  • Das nette Mädchen von nebenan
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