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Die besonderen Perlen der Hansestadt: Das Daruma und Die Wäscherei

oder die Hansestadt am Tage hat viele schöne Seiten, einige davon sind etwas versteckter…

blog_hamburgflohmarkt

In Hamburg zu Gast zu sein ist immer wieder was besonderes. Auch wenn ich der Ansicht bin das dort das Autofahren irgendwie deutlich stressiger ist als in Berlin, was daran liegen mag, das der Architekt der Stadt irgendwie keine geraden Strecken mochte, dennoch ist es zumindest am Tage wirklich nett. Wenn dann auch noch das Wetter mitspielt und fast frühlingshaften Eindruck hinterläßt stimmt die Komposition. Allerdings muß ich vorwegnehmen das dahingegen das Nachtleben rund um die Reeperbahn absolut und unwiederruflich unterirdisch ist. Ich kann nicht an 200 Händen abzählen wieviele schwachmatischen Suffbeutel mir auf dem kurzen Weg vom Parkhaus zum 20 Flight Rock bzw. Queen Calavera begegnet sind. Also entweder bin ich hier in Berlin in falschen Gegenden unterwegs oder Hamburg befindet sich da auf dem sozialen Abstieg … zumindest rund um die Reeperbahn.

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Dennoch es ist ja nicht allertage Abend und nach einem exzellenten Frühstück in einem absoluten Highlight Hotel von Hamburg, zu dem ich gesondert einen Beitrag im Anschluß verfassen werde, machten wir uns auf, die Hansestadt am Tage nach Schätzen zu durchsuchen und wurden fündig. Jungbluth Design in der Marktstraße sollte der erste Anlaufpunkt sein… aber wie der Zufall so spielt befand sich ein monströser Flohmarkt mitten im Weg der vorerst durchsucht werden mußte. Also mal davon abgesehen das ick Flohmärkte schon mag… war dieser aber sowas von voller Menschen das der Spaß irgendwo zwischen dem ersten und dritten Stand verloren ging. Dem Besuch bei Jungbluth stand also nix mehr im Wege. Voller Erwartungen und der Hoffnung zumindest das ein oder andere schöne Teil dort rauszuschleppen öffneten sich die Pforten des kleinen Ladens und wie immer wurden meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Mehrere sensationelle Outfits gab es nicht in meiner Größe und hätten angefertigt werden müssen.. worauf ich allerdings wenig Bock hatte. Außerdem hatte ich irgendwie das Gefühl das das Mädel das mich mit einem Pencilrock in der Umkleide verschwinden sah… ein riesiges Fragezeichen auf dem Koppe hatte.. *lol* und anschließend, irgendwie völlig verstört, meine Frage zu dem verpassten Burlesque Event nicht mehr beantworten wollte.

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Doch die Marktstraße in Hamburg hält ja noch viele weitere Shopping-Highlights parat. Einer davon ist ein Emo-Gothic-Rockabilly Laden im typisch Londoner Style mit Labels wie Burleska, Demonia und Stöckel von Pleaser USA. Lucky Lucy heißt der Eckladen und macht einfach mal Spaß in seiner ganzen Vielfalt. Und damit hab ick aber mal wieder ein perfekte Überleitung zu meiner nächsten gefundenen Perle in HH. Die Wäscherei klingt nach allem aber nicht nach Möbel-Design-Schnickschnack und Dekotempel. Auf diesem riesigen Areal gibt es ungefähr 3 Millionen Inspirationen zum Thema Interior und Innenausstattung. Doch damit nicht genug… chilliger Elektrobeat und eine Horde schräg geschminkter Kerle sorgen für das besondere in der sonst etwas verknöcherten Hansestadt. Meine Süße meint immer.. Hamburg hat wesentlich mehr besser angezogenen Menschen… ich würde das eher konformer angezogenere Menschen nennen.. aber so gehen die Meinungen eben auseinander. In der Wäscherei ist jedenfalls alles erlaubt und bunt ist schön… ein wirkliches Highlight meines Hamburgtrips. Und natürlich konnten wir dort nicht an uns halten und erwarben eine exzellentes Lampendesign. Sehr reduziert aber bildschön … schließlich bin ick tief in mir drin ja ooch extrem konform 😉

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Nach so viel Augen-Entertainment erschienen die anschließend besuchten Europapassagen gähnend langweilig und der kleine Hunger und Qype führten uns in ein japanisches Restaurant mit dem Namen DARUMA. Schwer zu finden und irgendwie selbst für das Navi eine echte Herausforderung. Doch letztendlich siegt der Wille und die eigene Pfadfindernase 😉 …. der Laden hat von aussen irgendwie eher Kneipencharakter und auch innen liegt der Schwerpunkt nicht auf das Interior.. soviel ist sicher. Doch das ist auch nicht der Anspruch einer guten Küche, zumal ick an dem Tage genug Augenspaß hatte. Ein freundlicher Empfang und eine gewohnt traditionelle Speisekarte ließen gleich ein gutes Gefühl aufkommen. Das gewohnte wurde allerdings durch diverse kleine Vorspeisen aufgeweicht und neben einem sensationellen Chrysanthemen Salat mit Sesam waren auch die restlichen Vorspeisen Superlecker. Lediglich der Sake, der zwar im Überfluß serviert wurde, war mir zu leicht bzw. wässrig. Die Hauptspeise, ein Bentokasten, hatte alles was dieser in der Regel haben muß… leckere Kleinigkeiten und gute Qualität. Ich fröne nun schon zwei Dekaden dieser leckeren Küche und kann mit Recht behaupten das im DARUMA die Qualität des Essens überdurchschnittlich zum Preis ist. Ein absoluter Geheimtipp der Qype-licherweise gar nicht mehr so geheim ist. Im übrigen sollte man sich nicht am japanischen Stimmgewirr stören, denn hier ißt überwiegend der typische Landsmann. Hingegen kann man sich durchaus am etwas scharfen Geruch auf der Toilette stören… da ick aber mein Essen nicht auf dem stillen Örtchen zu mir nehme… is mir ditt Wurst ….. welch ein wunderbares Wortspiel *lol*

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