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Die berühmtesten Schnitzel Wiens – Figlmüller servierts vom Schwein

oder ein Besuch in der Wiener Schnitzelburg kann unerwartet ernüchternd sein

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Ist eigentlich jemanden mal aufgefallen das ich hier schon diverse Schnitzelmeister in Berlin bewertet habe – natürlich rein subjektiv aber mit fachlichen Grundwissen. Der Grundstock wurde mir schon in die Wiege gelegt und das obwohl meine Wurzeln nicht in Wien sondern in Berlin geflanzt wurden, genauer gesagt mitten in Neukölln bei Döner und Pommes rotweiß. Aber meine geliebte Oma hat schon in frühen Zeiten beruflich mit Fleisch zu tun… (nee sie war keene Fleischerin) und dadurch gab es regelmäßig Schnitzelchen. Das Problem: diese waren immer vom Schwein. Ich habe somit mein halbes Leben Schweineschnitzel vorgesetzt bekommen und bin erst spät in den Genuß der wirklichen Leckerei gekommen und das war dann eine Offenbarung. Natürlich ess ich noch Schnitzel vom Schwein aber ganz ehrlich wenn ick die Wahl habe, würde ick immer das hauchdünne Kalb vorziehen – so lecker mit lauwarmen Erdapfelsalat und Preisselbeermarmelade 🙂

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Das unterirdische Schnitzel Gewölbe des Figlmüller

Natürlich lag da der Wunsch nah bei einem Besuch in Wien ein Wiener Original zu probieren. Zumindest einmal wollte ick ein echtes Schnitzel in Land der Erfinder geniessen. Am ersten Tag war es nur eine kleines Restaurant, das mehr oder weniger Schnitzel als ein Gericht unter vielen anbot. Das man da Schnitzel vom Schwein bekommt war ja noch zu vertreten. Es war auch nicht teuer und dafür völlig OK. Trotzdem kam ein wenig Frust auf und dank Facebook Enthusiasten wurde uns das sagenumwogene Figlmüller ans Herz gelegt. Der entspannte Sonntag stand also im Zeichen der Rettung der Ehre des Wiener Originals. Mit der iPhone Routen App bewaffnet gings dann durch die Stadt um den Ort des Genusses zu erkunden und nach einer kurzen Wartezeit wurde uns ein Tisch kredenzt… mir wurde schon leicht schummrig vor Freude und Frl. Krofts Magen rebellierte lautstark.

Um die Spezialität perfekt zu machen gabs als Vorpeise einen wirklich guten Blunzn-strudel – eigentlich nicht so meins, dieses Blutwurst Zeuchs aber der war echt gut… und dann kam der nette Ober mit einer riesigen Schnitzelplatte. Mein gesamter Geschmacksorganismus stellte sich auf einen Orgasmus ein. Der erste Schnitt und…… boahh… wassn das? Das Fleisch war weiß. Weisses Fleisch is aber eher ungewöhnlich beim Kalb. Oh Nein.. es war passiert… schon wieder ist das Wiener Original an mir vorbeigegangen. Mitten im traditionsreichen Wien war es also nicht möglich eine Spezialität zu futtern. Grausam aber wahr – Mission gescheitert. Auch hier darf man es jetzt nicht falsch verstehen. Das Schweineschnitzel war gut und laut Webseite auch aus einem der besten Teile vom rosa Vierbeiner gemacht aber eben nicht das was ich wollte. Meene Omma und nu auch meine Mutter zaubern mir zu besonderen „Anlässen“ schon seit Jahrzehnten leckere Schweineschnitzelchen auf den Teller, da muß ick nicht nach Wien düsen… na das war jedenfalls ein Reinfall.

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… finally … haben wir dann doch ein Laden gefunden… leider hatte der geschlossen 😉

Und wenn ich das nächste Mal am Rheinfall von Schaffhausen watt erleben möchte…. dann fahre ich in den tollen Güterhof Schaffhausen zur 3 Jahresfeier… und Ihr seid natürlich alle herzlich eingeladen Mataina, Janka und MOI zu erleben wie wir der Schweiz mindestens 12 Punkte geben 🙂

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2 COMMENTS
  1. Marlene

    Hi, warum in die Ferne schweifen… Die Schnitzelei (www.nola.de) in der Roentgenstrasse in Berlin hat Montags Schnitzeltag mit Fleisch vom echten Milchkalb. Ansonsten kenne ich da noch das Engelbecken in Charlottenburg, bin mir aber nicht sicher, ob die da auch echte Kalbschnitzel haben. Gruss, Marlene

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