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Der Marlboromann Dieter Blum zu Gast in Berlin

oder auf Augenhöhe mit der Polit- und Tanzprominenz dieser Stadt

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Was macht man wenn der einzige europäische Fotograf, der 12 Jahre lang die weltweite Marlboro-Kampagne fotografierte und mich quasi meine gesamte Jugend begleitete, plötzlich mit einer Kamera vor einem steht? Ganz einfach.. man unterhält sich erstmal angeregt… bzw.. eigentlich hört man nur gespannt den Geschichten zu, die diese Persönlichkeit zum besten geben kann. Und obwohl er schon etliche Bildbände zu bedeutenen Persönlichkeiten veröffentlicht hat gehört er nicht zu den Menschen, denen die kommende Austellung nicht mehr mit Stolz erfüllt. Große Fotobände über Tanz und Bewegung mit beeindruckenden emotionalen Bildern gehören zu seinen Meisterwerken der unretuschierten Fotokunst und nun sitzt dieser Mann mit mir auf einem Bett im Hotel Axel in Berlin. Ein Moment innehalten… und Luft holen… um dann…. ja dann eine einzige Pose einzunehmen.

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Zusammen mit Larissa, dem Ex Germany TopModel aus Österreich und einem Männermodel sollte ein Gruppenbild geshootet werden. Leider gab es irgendwie Unstimmigkeiten um einen fehlenden Stylisten ;-)… dabei hätte sie doch auf die Fähigkeiten von Herrn Dr. Wunderlich zurückgreifen können, aber naja.. watt der Bauer nicht kennt…. usw. In dem Augenblick bin ich immer besonders froh mit Farbe fürs Gesicht umgehen zu können,  auch wenn ich fürs Haupthaar dann doch immer auf die Kroftsche Kunst zurückgreife :-). Es kam wie es kommen mußte wenn ein Shooting leicht improvisiert erscheint… es drohte zu scheitern. Genau in dem Augenblick ist es gut einen bekannten Fotografen wie Dieter Blum im Boot zu haben. Routiniert nahm er sein Telefon zur Hand und tippte wie ein Marlboro Mann mit seinem Lasso eine Nummer hinein um Minuten später das Problem als gelöst zu deklarieren. Die wunderbare Ballettänzerin  Sarah Mestrovic sprang ein und beamte sich zu uns in Axel Hotel. Ganz persöblich hätte ich es ja stylischer gefunden wenn sie hoch zu Roß angeritten wäre – aber man muß ja nicht jedes Klischee erfüllen 😉

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Und dann kam das beeindruckendste des ganzen Nachmittags – etwas das mir wieder gezeigt hat das die ganze Technik, dieses ganze digitale Gedöns eigentlich voll für’n Eimer ist. Natürlich fotografiert Dieter Blum mit einer modernen High End Kamera aber er drückt nicht wahllos ab – er wartet.. schaut und *klick* – ein Foto erfasst… ich hatte das Gefühl bevor er das Foto auslöst erscheint das gewünschte Bild vor seinem virtuellen Auge. Das ganze wiederholt er noch ca. 20 mal und dann… alles fertig. Bilder im Kasten und Job erledigt. Sowas nenn ich mal optimale Ausbeute. Der Moment im Axel Hotel hatte irgendwie was magisches. Ein Hotelzimmer, 8 Personen in einer Suite die sich für einen kurzen Moment trafen um etwas bleibenes zu erschaffen.. OK… also wir haben jetzt nicht für die Nationalgalerie geshootet aber es hatte das gewisse Etwas. Ich hoffe schon baldigst das Ergebnis sehen zu können… und freue mich schon auf das nächste Shooting.

Na und denne jibbs ja noch eine kleine Anekdote am Rande der Geschichte, denn rein zufällig verweilte ja die wunderbare Drag Queen Epiphany aus New York im Axel. Und weil ick keen Kind der verpassten Chancen bin war ick so frei mal an die Tür der Diva zu kloppen… ditt Gesicht hätte ich doch zu gern gesehen… wenn so aus heiterem Himmel ne Rothaarige als Zimmerservice vor der Tür steht. Leider blieb es bei dem Koppkino, denn Madame war entweder vor laufenden Fernseher eingepennt oder nicht gewillt nachmittags besuch zu empfangen. Ejal.. ick war sowieso schon full of emotions an dem Tag und er sollte weiterhin spannend bleiben… aber dazu jibbs morgen mehr….

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