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Der französische Klassiker am Schiffsbauerdamm – Ganymed!

oder Meeresgetier direkt an Berlins Spree vom Mundschenk der griechischen Götter.

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Einen gewissen Hang zu Dingen die aus dem Meer stammen kann man mir definitiv nachsagen. Egal ob es Garnelen, Muscheln oder glibberige kleine Austern sind, ich krieg von solch Nahrungsergänzungsmitteln 😉 nie zu viel. Auf die Frage wo man zur Feier des Tages mal essen gehen könne befragte ich meine neue iPhone App vom TIP Magazin -Berlins TIP Speisekarte…. und was soll ich sagen ich bekam eine Antwort. Nachdem ich frech den Gastrotyp Französisch auswählte und lustig scrollte stach mir das Ganymed ins Auge. Ich weiß nicht mehr warum, nennen wir es kulinarischen Schicksalsschlag. Ein Restaurant located direkt am herrlichen Schiffbauerdamm fügte sich gut ins abendliche Gesamtbild. Kaum angekommen tat sich ein Parkplatz unmittelbar vor der Ganymed Brasserie auf und es schien als würde uns der Weg geebnet.

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Doch leider verlief der weitere Gastro-Event eher mäßig. Nachdem wir relativ gut platziert wurden, dauerte es eine gefühlte halbe Stunde bis uns jemand fragte ob wir denn schon mal was zu trinken haben möchten. „Ach nööö… es sind draussen ja nur 37°C, ich würde beim Schweiß bleiben!.. trinkt sich so weg.“ hätte ich sagen können – hab ich aber nicht.. denn es ist ja ein vornehmes Restaurant. Nicht falsch verstehen, ich liebe solch hochwertige Cuisine und bin auch oft genug in meinem Leben bereit gewesen, dafür entsprechend zu bezahlen, (als echtes Highlight darf ich an dieser Stelle nochmal auf das Casa Camper verweisen) muß aber für das Geld auch entsprechende Leistung erwarten können und das nicht nur aus der Küche. Nun gut… es wurden die Getränke und die Karte gebracht. Um die Karte zu studieren muß der Gastgeber dem Gast immer eine gewisse Zeit einräumen… das diese Zeit allerdings wieder meinen Bart auf ca. 4 mm anwachsen ließ war bedauerlich. Selbst als die Karten von uns demonstrativ zugeklappt am äußersten Ende des Tisches platziert wurden… half das nix. Diverse Servicekräfte liefen dran vorbei…. leider war von unserem wenig zu sehen, genausowenig wie von einem Körbchen mit Brot welches zumindest den ersten Appetit gestillt hätte.

Doch alles wurde dann irgendwann besser, denn dauerhafte Ignoranz schien dort nicht vorzuherrschen.. schließlich will man ja die Tische doppelt am Abend besetzen wobei noch erwähnenswert war das das Ganymed nicht überfüllt war. Es herrschte also kein Personaldefinzit – soviel ist sicher. Als dann endlich die Vorspeise in Form einer Meeresfrüchteplatte Royale kam war der Groll ein wenig abgeklungen, da diese durchaus nachhaltig hervorragend war. Sowohl die Muscheln als auch die Austern waren superfrisch und betörten die Geschmacksnerven gänzlich. Nachdem die Speise genossen war, freute ich mich auf das gewählte Hauptgericht in Form einer gegrillten Dorade. Der Fisch hat mir glücklicherweise nicht mehr ins Auge sehen können und hätte etwas weniger in der Sonne liegen dürfen. Geschmacklich einwandfrei brauchte er leider viel Flüssigkeit die er offenbar in der Hitze auf dem Weg zu unserem Tisch verloren hatte – allerdings wurde zumindest dann in kurzen Abständen gerne und schnell  kühler Getränkenachschlag gebracht.

Alles in allem war ich enttäuscht, auch wenn das Restaurant einen überaus langjährigen geschichtlichen Hintergrund hat, würde ich mich dann das nächste Mal lieber wieder auf der anderen Seite des Schiffbauerdamms finanziell erleichtern – im Grill Royal.

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1 COMMENT
  1. Clara

    Der Service im Ganymed ist echt mies! Und das Personal auch absolut beratungsresistent wenn man es denn darauf hinweist.
    ich war nen paar mal nachm Besuch des Berliner Ensembles da wenn das Brechts ma wieder überfüllt war…

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