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Der 27. Teddy Award war Emotion pur…

oder (m)ein schönstes Berlinale Teddy Spektakel ever!

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Nachdem ich vom letzten Teddy Award mehr oder weniger mäßig begeistert war, kann ich heute mit Recht behaupten – das war die tollste Teddy Show ever. Ich meine, ich liebe Katharine Mehrling und hab mich sowieso wahnsinnig auf sie gefreut… doch das auch noch eine atemberaubende Imany dort auftritt und ein grandioser Rufus Wainwright war mir irgendwie nicht ganz klar bzw. wußte ich nicht um deren Klasse. Ich hatte nicht nur einmal Gänsepelle extrem bis in den Nacken und vor allem nicht wegen der frischen Brise die letztes Jahr im Flughafengebäude herrschte. Die Station am Gleisdreieck war diesmal wieder Austragungsort und persönlich gefällt mir diese Location gefühlte eine Million mal mehr. Schon beim VIP Empfang / Meet & Greet beschlich mich ein wirklich gutes Gefühl. Leider schwächelte meine Begleitung und mußte sich auch noch vor der Show verabschieden – doch für adäquaten Ersatz war schnell gesorgt :-). Mit meiner Lieblingsfotografin der ersten Stunde im Gepäck ging es dann vor die Bühne auf die noch immer unbequemen Plastikstühle ;-).

Die diesjährigen Teddy Awards starteten gleich mit LAING und dem Song der allen Frühaufstehern aus der Seele spricht. Das war schonmal ein wirklich gelungender Auftakt. Auch Jürgen Schropp war diesmal deutlich gelöster… ja ich möchte fast sagen neckisch ;-). Mit einer kleinen zuckersüßen Anmoderation auf unseren Partypabst Wowereit, auf Glorias Damenbart und den Daddy of the Teddy Wieland Speck löste er sich vom verkrampften Ablesen des Vorjahres. Und selbst als die Technik und die Stagecrew ein bissl versagte, behielt er den Faden fest in der Hand. Bravo!.. ick fands ganz groß. Das bedeutete aber auch das diese Awards diesmal sehr kurzweilig schienen – fast schon hastig, weil eben spannend und künstlerisch ganz groß besetzt, verran die Zeit im Fluge. Zwar haben mich die Bodenartisten nicht so abgeholt wie David Perreira aber was danach kam war wirklich ganz großes Entertainment. Gänsehaut bei Rufus Wainwright, der nach zwei wunderbaren Songs auch noch sein Tribut an unsere Hilde bzw. seinen deutschen Lebensgefährten zollte. Ein ganz bezaubernde Katharine Mehrling, die einmal mehr ihrem Ruf gerecht wurde, Berlins musikalisches Juwel zu sein.

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Mein absoluter Favourit war aber IMANY. Ohhh bagge war das eine Emotionsklatsche. Ich bin noch immer vollkommen geflasht. Mit dem Song „Africa-Shape of a broken Heart“ stellten sich alle meine noch verbliebenen Haare am ganzen Körper auf und ich glaube ein Sabberfaden verließ meine geschminkte Lippen in Richtung Boden. Ich hätte fast schwören können das sich sogar die geklebte Lacefront Perrücke bewegte… aber bezeugen kann das keiner. Alle um mich herum waren vollkommen konsterniert und gefangen von dieser Frau. Und weil es an tollen Frauen noch nicht genug auf der Bühne gab… und weil die Emotionen noch nicht genug bewegt worden waren gab es einen Special Teddy für „Steps for the Future“: Dieses Projekt engagiert sich für die Teilhabe von Menschen mit HIV an der Gesellschaft und tritt gegen Diskriminierung und Stigmatisierung ein. Diese Arbeit inspiriert, weil sie Betroffene kreativ und mit Lebensfreude aus der Isolation zurück in die Gesellschaft bringt und ihnen Mut und Hoffnung auf ein aktives und selbstbestimmtes Leben gibt.

Natürlich gab es auch wieder viele tolle Nominierungen und die dazu gehörenden Teddy Preise. Unter anderem für die beste Dokumentation. Ich hatte zwar im Vorfeld einen groben Blick auf die Nominierungen geworfen aber mir ist doch tatsächlich der Film Exposed entgangen. Leider hat er in der Kategorie Dokumentation nicht gewonnen aber ich hatte die Gelegenheit mit der Filmemacherin Beth B zu sprechen und werde gleich heute abend den Film anschauen, um eine kleine Review zu verfassen. Exposed zeigt die wunderbaren Grenzüberschreitungen des Burlesque… ein absolutes Highlight… das diese Teddy Awards einmal mehr so wunderbar gemacht hat. Dazu gab es noch ein Treffen mit John Cameron Mitchell, dem Hedwig and the angry Inch Kultstar, ein grandiosen Peter Frost, der mit seinem alten Kumpel Sven Ratzke erschien… ;-) … und natürlich all die bunten tollen Menschen, die dem Teddy zur Leitveranstaltung für die schwul-lesbischen Filmfestivals der Welt macht.

 

 

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