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Daisys Flocken laden Berlin zum Rodeln ein

oder Schneeweißchens Mutter zeigt sich von ihrer weißesten Seite

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Das die Tiefdruckgebiete in diesem Jahr verdient haben weiblich Namen tragen zu dürfen zeigt sich im Moment auf Deutschlands Straßen. Die Straßen sind quasi kaum befahrbar und noch weniger nutzbar sind die Fußwege. Zu diesen furchtbaren Zustand gesellt sich auch noch ein ständiger Schneefall von oben der einem in kurzer Zeit jegliche Echthaarfrisur versaut. Der dritte und wahrscheinlich größte Weichei-Faktor ist ein passenden Outfit für die Kälte zu finden. Nee.. all diese Gründe sprechen seit gefühlten Wochen gegen ein Ausgehen. Im Gegenteil… als Formwandler paßt man sich da lieber dem momentanen Trend an und geht Woche für Woche Rodeln… nee…  nicht mit den High-Heels auf den Arsch… sondern mit einem handelsüblichen Schlitten ’nen lustigen Berg runter.

Doch vorher muß man erstmal das Auto dazu überreden sich durch die Schneemassen zu bewegen. Ohne Winterreifen wäre dieses Unterfangen zum scheitern verurteilt… doch Berlins südlichste Rodelbahnen unterliegen starken Qualitätsschwankungen *lol*. Der erste angesteuerte Miniberg lag im Gemeindepark Lankwitz der mit einer extra angelegten Rodelbahn ausgestattet ist. Und mal abgesehen von der Tatsache das diese Bahn offenbar noch ein Geheimtipp ist.. oder einfach am Arsch der Welt liegt 🙂 … rockte die Bahn nicht wirklich. Mit „nicht wirklich“ meine ick das die vielen Zwerge viel Spaß hatten… aber so richtig Geschwindigkeit kommt da nicht auf.

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Die zweite Anlaufstätte zu die mich mein Wägelchen OHNE Sommerreifen zuverlässig trug ist wohl die bekannteste Rodelbahn Berlins Onkel Toms Hütte. Und genau da liegt das Problem… es waren so viele Menschen auf die gleiche Idee gekommen das die gesamte Straße kollabierte und die Autos sich rutschend durchquälten.. Ausgehend davon die gleichen Verhältnisse auf der Rodelbahn zu erleben drehten wir lieber ab und fuhren zur dritten Abfahrt. Am Rande von Lichterfelde lag dann das dritte und letzte schneebedeckte Rodelvergnügen. Mitten in einer Kleingartenkolonie mit den wohlklingenden Namen „An der Rodelbahn“ durften wir Schneehasen beim Apres Ski beobachten, Familien aus den Alpen zuhören die sich wirklich wie Zuhause fühlten und einem tückisch rutschigen Aufstieg eine lustige wenn auch kurze Abfahrt folgen lassen.

So gesehen sind diese travestiefreien Wochenenden eine spaßige Abwechslung… und solange Daisy diese Stadt mit weißem Flocken überzieht wird das Gestöckel auf hohen Hacken wohl auch bei der spärlichen Frequenz bleiben.

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