Queerlesque Magazine – Kultur – Burlesque – Dragqueen – Berlin
3 Comments 54 Views

CSD vs. STONEWALL vs. markenrechtliches Kalkül

oder Geld verdirbt den Charakter und vieles mehr…

blog-stonewall-csd
© Daggi Binder

Ich selber merke oft genug wie sehr Geld meine Sicht der Dinge trübt. Tief im inneren weiß ich natürlich das das nicht gut ist aber Bedürfnisse und Befindlichkeiten steigen mit dem Alter und eine Befriedigung dieser Süchte kann nur monitär gelöst werden – zumindest immer öfter. Nun schwelt in der queeren Gemeinde der Kampf um eine Institution, die seit vielen Jahren einmal im Jahr versucht, politisch auf die Mißstände aufmerksam zu machen, in dem in fröhlich ausgelassener Feierstimmung durch die Stadt gezogen wird… genau.. gemeint ist der CSD. Jetzt kamen ein paar Schlaumeier auf die Idee… diesem Event einen neuen Brand zu geben. Aus markenrechtlicher Betrachtungsweise ziemlich schlau… denn CSD liesse sich nirgends schützen und war somit für ein markentechnischen Alleingang ungeeignet.

blog-stonewall-csd-03
© Daggi Binder

Im Fragenkatalog des CSD e.V. steht sogar drin, das diese Maßnahme dazu da ist, „Trittbrettfahrern“ das Handwerk zu legen… denn mit queeren Inhalten dürfen nur die Kassen eines queeren Vereins bzw. DES queeren Vereins gefüllt werden. Mal ganz ehrlich… das Geschmäckle, das damit hoch gewürgt wird ist bitter – freie Marktwirtschaft ade! . Allein die Formulierung „man möchte nichts verdienen“, gleichwohl aber eine GmbH am Rande gründen, die mit dem erworbenen Knowhow des Events, als Beratungs- und Kommunikationsconsulter dem Vorstand des CSD e.V. ein wohlwollendes Zusatzgehalt ermöglicht… und ich bezweifele eine Beschäftigung auf honorarfreier Basis ;). Und weil es zum guten Ton in der heutigen Zeit gehört, erstmal alle anderen anzumachen – wird gepoltert und gepöbelt – beschuldigt und verhönt… ich kann es einfach nicht mehr hören und verstehen wie offentliche Gier verschleiert wird.

Wer mal wissen möchte welche Merchandising Artikel NICHT mehr produziert werden dürfen, der schaut einfach im DPMA nach.. >> HIER. Im übrigen könnte man dem Antrag auf Markenrecht widersprechen 😉 wenn man einen trifftigen Grund vorweisen kann.

Was hinterlässt das bei mir… ? Irgendwie den Wunsch dieses Jahr diesem Event den Rücken zu kehren.. abgesehen davon gibt es in Hamburg und Köln „Prides“ und noch viele andere. Vielleicht unterstütze ich diesmal einfach kleine, wenig bekannte CSDs irgendwo in Deutschland. Berlin ist bei weitem nicht der Nabel der Welt und sich darauf zu berufen, wir wären momentan die spannendste Stadt dieses Planeten ist QUATSCH – zumindest wenn es um den CSD geht. 😉

 

Tagged with: , ,
About the author:
Has 2681 Articles

3 COMMENTS
  1. shei-la

    .. wäre am interessant !

  2. zoe delay

    ich schrieb vom Handy und es sollte heissen:

    wie „wärs“ mit der London Pride

  3. Zoe delay

    Wie war mit der London pride?

LEAVE YOUR COMMENT

Your email address will not be published. Required fields are marked *

BITTE ALS MENSCH IDENTIFIZIEREN. DANKE. *

RELATED ARTICLES
RSS BURLESQUE FASHION
  • Bettie Page Lingerie von Emma Parker bei Ars Vivendi
    Die Zeiten der Baumwollschlüpper sind Geschichte – ein Glück. Immer mehr bezaubernde Kreationen inspiriert durch die Styles der 40er und 50er erobern den Markt. Die neue Lingerie der Designerin des Labels Playful Promises hat sich einer Ikone des Burlesque verschrieben und eine Kollektion auf den Markt gebracht die sowohl die süßen Pin-Up Momente als auch […]
  • Bondage Lingerie von Honey Birdette
    Die Zeiten der einfachen Baumwoll BHs und Strings sind lange vorbei, auch billige Spitzen Reizwäsche holt schon lange niemand mehr hinter dem Ofen vor. Raffinierte Schnitte, mutige Transparenzen und vor allem passgenaue Qualität zählen heute zu den wesentlichen Faktoren toller Unterwäsche. Dazu kommt, das moderne Unterwäsche mindestens den Anspruch halten muß, auch gesehen zu werden. […]

Back to Top